Bildstile, die Suche geht weiter :-)

Picture Styles

sind winzige .pf2 Dateien mit 1-10KB, die im Workflow des Prozessors in der Kamera aus einer RAW Datei ein entsprechendes JPG >entwickeln<, oder auch alternativ am Rechner für jede RAW Datei al gusto in Anwendung gebracht werden können. Canon bietet im Menü Bildstil 7 Vorgaben (Auto – Standard – Porträt – Landschaft – Neutral – Natürlich – Monochrom, jeweils in Schärfe 7-fach und 8-fach in Kontrast, Farbsättigung und Farbton verstellbar) plus 3 Anwender Definitionen, die mit dem Rechner per EOS Utility mit zusätzlichen Picture Styles belegt werden können. Jeder Hersteller hat dazu seine hauseigenen Einstellungen, um den breiten Geschmack zu treffen. Nikons Hautfarben aus der Kamera (ooc) fand ich begehrlich, die Suche nach diesen Einstellungen begann:

P-SNAPSHOT wie 2010
P-SNAPSHOT vom 17. September 2010

Im Beitrag von 2010 fand sich P-SNAPSHOT als veritabler Picture Style für Haufarben, damals aus dem knappen Canon hauseigenem Angebot und als Ersatz für den modifizierten Stil NATÜRLICH 0110 für die EOS 300D, um für berufsbedingte Aufnahmen weitestgehend farblich präzise JPGs zu erstellen. Eine aktuelle und kurze Recherche erbrachte weitere 154 Stile und 26 z.T. sich wiederholende weitere.

CPF Graded
CPF Graded
Kodachrome 25
Kodachrome 25
RDP III
RDP III
RGB CRC
RGB CRC

 

Viele davon sind in meinen Augen exotisch, schließlich haben sich 4 gefunden (Bildbeispiele siehe oben), die ich gut resp. 3, die ich sehr gut finde: KODAK portra 160NC für Porträts, EXTENDER für Landschaften oder Städte und FUJI reala für Alles vor den Linsen!

Kodak Portra 160NC
Kodak Portra 160NC
EXTENDER
EXTENDER
FUJI reala
FUJI reala

Bleibt zu sagen, das der Monitor unbedingt kalibriert sein muss, um die Farben so gut wie möglich wiederzugeben. Der professionelle Anwender nimmt selbstverständlich den Weg von der RAW Aufnahme out of cam über alle individuellen Einstellungen bei der Entwicklung zum JPG, aber das Leben ist auch mit weniger Zeit vor dem Rechner sehr schön 🙂 Zudem lassen sich auch JPGs mit DxO Film Pack auf viele analoge Filmemulsionen >umrechnen<.

EOS 7D EF-S 18-135 F5.6 f85mm ISO400 1/60sec RAW – Dank an MH für den Tipp mit dem Fuji Bildstil!

© slowfoto.de

 

 

 

 

Picture Style – Bildstil oder die unendliche Suche nach der richtigen Farbwiedergabe

JPG aus RAW in der Kamera EOS 7D ISO400 1/60sec f85mm F5.6 Mittenbetont -1/2LW Blitz

 

 

Sind Picture Styles echte Bildstil-Elemente oder nur die unendliche Suche nach der richtigen Farbwiedergabe?

Canon bietet schon lange die Möglichkeit, in der Kamera sogenannte Bildstile oder Einstellungen als sogenannte Anwenderdefinition 1 bis 3 vor dem Abspeichern als JPG auf die Bilddateien anzuwenden. Wer davon keinen Gebrauch machen will, weil diese Parameter erst im Nachhinein festgelegt werden sollen, speichert die Aufnahmen für die spätere Bearbeitung nur als RAW Format ab, Canons Digital Photo Professional bietet dazu wie in der Kamera vorhanden sechs integrierte Bildstile (und dazu noch drei weitere frei speicherbare) mit folgenden ->Tendenzen an:

STANDARD ->etwas dunkler

PORTRÄT ->heller mit mehr rot

LANDSCHAFT ->heller mit mehr gelb

NEUTRAL ->dunkler bis grauer

NATÜRLICH ->etwas heller als Porträt, mehr rotgelb, als o11o in der Kamera meine bisherige Priorität für Hautfarben

MONOCHROM ->Wegfall der Farbinformationen, mögliche Filter und Tonungen kommen hinzu

Zusätzliche sieben Picture Styles von Canon Image Gateway sind bisher (Stand 09/2010):

NOSTALGIA

CLEAR

TWILIGHT

EMERALD

AUTUMN HUES

P-STUDIO

P-SNAPSHOT

Die oberen sechs Stile sehe ich für viele Motive interessant, wenn die Veränderung in der entsprechenden Art gesucht wird. Bedeutend für die authentische Fotografie mit möglichst naturidentischer Farbwiedergabe von Gesichtern oder Hautfarben ist mE der Vergleich:

NATÜRLICH mit Anhebung (0110) von Kontrast und Sättigung von 0 auf Wert 1

zu SNAPSHOT -> heller und frischer, mehr gelbrot,

wobei mir Snapshot im Vergleich zu meinen bisher präferierten Stil Natürlich 0110 fast schon besser gefällt, zumindest im angeführten Porträt-Bildbeispiel, aber darüber kann man trefflich streiten! 

Zur exakten Beurteilung ist ein kalibrierter Bildschirm nötig (siehe dazu www.slowfoto.de ->Presse ->Bildschirme kalibrieren NZB 01/2008), die Veränderungen der einzelnen Bildstile sind allerdings auch ohne zu erkennen. Letztlich entscheidet der Anwender, welche Stile der Betrachter bekommt. Wer  Aufnahmen ohne finanziellen Hintergrund erstellt, hat sicher ein Mehr an Freiheit…

Einstellungstipp

Anwender Definition ->1 Snapshot ->2 Autumn Hues ->3 Nostalgia, bei EOS ohne LiveView (5D) Auswahl auf SET-Taste legen

Weitere (Grund-) Einstellungen zur EOS 5D, 5D MkII, 7D, 400D und der Powershot D10 finden sich im Blog s l o w f o t o – Guide, viel Spaß beim differenziertem slowfotografieren.

wird fortgesetzt…

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