FAQS: Was sagt ein Foto über uns aus?

Körpersprache im Bild

Die Wirtschaftsjunioren der IHK Frankfurt luden am 25.2.2014 ein zum Vortrag „Körpersprache im Bild – was sagt ein Foto “ im Ressort Kommunikation: Aufgrund des großen Interesses an dem Vortragsthema konnte Peter Paul Zehner für den Abend gewonnen werden, seit vielen Jahren als freier Fotograf, Referent und Journalist tätig. Wer Lust hat, stöbert vorab schon in seinem Blog slowfoto.deIm Anschluss wird der fachliche Teil im „Willie James“, direkt gegenüber der IHK, in lockerer Runde und am reservierten Tisch fortgesetzt.

Themen: Porträt und [auto] Retusche mit verbreiteter Software, Besprechung von ca. 50 Bildbeispielen hinsichtlich Aufbau, Aussage und Qualität der Aufnahmen und Tipps für eigenes Training sowie Vorbereitungen zum Shooting im professionellen Studio.

IHK Frankfurt Konferenzraum
IHK Frankfurt Konferenzraum
Frauen von Frauen - Körpersprache
Frauen über Frauen – Körpersprache
die 54 Fotografinnen im Porträt
die 54 Fotografinnen im Porträt
ein Fotograf im Porträt
ein Fotograf im Porträt
...die Thematik
…die Thematik
Lösungsansätze
Lösungsansätze
AB:das war ein toller Abend: spannend, lehrreich, super vorgetragen und interaktiv!
Kommentar AB: das war ein toller Abend: spannend, lehrreich, super vorgetragen und interaktiv!

© slowfoto.de

besser oder gewagt? Portraits bearbeiten…

http://www.portraitprofessional.com/de/?gclid=CKSfnJ3R_7ECFQjwzAodyk4AGA

Porträts bearbeiten ist ein >va banque< Spiel zwischen möglichst originalgetreu, wie mit einem vorteilhaften Make-up, oder totgebotoxt und reif fürs Wachsfiguren-Kabinett, siehe Titelseite der bunten Presse -> meine unerhebliche Meinung 🙂

Das linksstehend verwendete Porträt >(c) David Smart< ist ein Übungsobjekt von dieser m.E. dennoch wertigen Website, jeder Interessierte kann es für sich nach dem Runterladen als Trialversion (rechts) bearbeiten und mit seinem eigenen Ergebnis vergleichen kann, viel Spaß am soften Verjüngen! Nur nebenbei, es war weder das erste noch das letzte Porträt…

Zum vergrößerten Betrachten einfach anklicken und danach per Kommentar bitte ganz klar bewerten – danke!

(c) www.slowfoto.de

Einfach bessere Fotos – Teil 5

Tipps für digitale Spiegelreflexkameras

Allgemeine fotografische Grundlagen

Panoramen

Kompakte digitale Kameras bilden meist im Format 3:4, dSLR mit der Ausnahme Olympus im vom Kleinbild bekannten Format 2:3 ab. In der Landschaft oder Natur finden sich viele Strukturen, die damit ungenügend abzubilden sind. Abhilfe schaffen panoramische Aufnahmetechniken, also mehrere Aufnahmen vom gleichen Standort (mit identischem Parametern) horizontal oder vertikal gestaffelt und später am PC mit einer geeigneten Software zusammengerechnet (CANON Photo Stitch).

Details kommen bei diesen pixelgewaltigen Aufnahmen besonders zur Geltung. Zudem sind Größenvergleiche, gerade in landschaftlichen Strukturen, besonders gut zu beurteilen. Natürlich ist eine sorgfältige Planung der Brennweite oder besser des vertikal verwendeten Bildwinkels nötig, um interessante Aufnahmen zu erhalten, auch hier gilt je näher desto kürzer, je weiter entfernt, desto länger kann die Brennweite sein. Wer zunächst mit zwei oder drei Aufnahmen arbeitet, die durchaus auch im Hochformat erstellt sind, wird staunen, welche Möglichkeiten auch ohne superweitwinklige Objektive bestehen.

Landschaften und Natur

Der die Umwelt bewusst respektierende Fotograf betrachtet die Natur als Geschenk und sich selbst darin als Gast, er hinterlässt keinen Müll und muss auch nichts alles anfassen, wobei ein in die Bildkomposition gebogener Zweig sich unproblematisch von selbst reponiert. Geschütze Pflanzen nimmt man als Bilddatei mit nach Hause und scheue oder wilde Tiere sind draußen besser aufgehoben.

Unproblematisch lassen sich Nachbars Katze und andere Kleintiere im eigenen Garten aufnehmen, der Zoo oder das Gehege im Wald oder die geführte Safari bieten noch viel mehr.

Personen

Fremde Personen sollen zuvor mit der Fotografie einverstanden sein, Vertrauen kann man durch Erfragen erwerben, um negative Emotionen und gekränkte Gefühle zu vermeiden. Entsprechende Verwendungsverträge sichern die Rechte an den eigenen Fotografien. Ab sieben Personen im Bild erübrigen sich diese Fragen, es sei denn, es handelt sich um Veranstaltungen (Bühne).

Porträts, Hintergrund und Umgebung

Für ungewöhnliche Fotos gilt, entweder sehr junge oder sehr alte Personen aufzunehmen, denn alles andere gibt es zuhauf. Sind diese Porträtierten bildwichtig, muss auf den Hintergrund geachtet werden, weiße Haare kommen vor hellem Hintergrund weniger gut zur Wirkung! Auch eine unpassende Umgebung lässt falsche Rückschlüsse zu und muss vermieden werden. Grundsätzlich sind offene Blenden mit geringerer Schärfentiefe, die nur die betroffene Person scharf zeichnet, geeigneter als die knackscharfen und vielleicht noch geblitzten Aufnahmen aus der kompakten Kamera mit überlichteten Hautarealen im Gesicht auf Grund des zu geringen Abstandes.

Städte und Gebäude

Immer wieder bieten Innenstädte eine bemerkenswerte Abwechslung zwischen Architektur und Leben: Ein besonderer Standpunkt ist die Voraussetzung für eine wirkende Aufnahmen, bei nur sehr nahen Abstände kann die kürzere Brennweiten auch nach oben gerichtet interessant sein. So interessant Märkte auch sein mögen, zu viele Menschen verdecken Motive, oft ist hier weniger mehr.

Kirchen und Innenräume sollten ohne erschlagenden Blitz aufgenommen werden, stabile Unterlagen bieten das Gestühl, der Funk-, Kabel- oder Selbstauslöser hilft noch weiter vor Verwackeln.

Öffentliche Gebäude zu fotografieren bedürfen oft der schriftlichen Genehmigung, dann allerdings darf man nach Herzenslust arbeiten.

Fotografieren verboten

Dies lässt sich nur verdeckt mit der Kompakten aus der Jacke heraus umgehen. Auch hierbei ist darauf zu achten, dass Personen nicht in für sie kompromittierende Situationen dargestellt werden. Verbote gelten immer für Personen wie Schauspieler mit einem Bekanntheitsgrad, vor allem bei Veranstaltungen ist das Aufzeichnungsverbot die Regel. Gleiches gilt für viele Kulturkreise, in denen Frauen nicht wirklich gleichberechtigt sind. Wer sich über das Fotografierverbot, auch bei militärischen Anlagen oder vor und in bestimmten öffentlichen Gebäuden, einfach und gedankenlos hinwegsetzt, riskiert die eigene Ausrüstung durch Beschlagnahme und die Fortsetzung des Urlaubs im Polizeihotel.

Zusammenfassung

Einmal scherzhaft ausgedrückt, entsteht das Bild schon vor der Aufnahme – zwischen den Ohren, dazu gilt:

1) Mit dem Auge (der Kamera) sehen

a) Was will ich mit dem Bild aussagen
b) Was will ich überhaupt zeigen
c) Was will ich nicht aussagen
d) Was will ich keinesfalls zeigen

2) Kamera: Ausstattung und Einstellung

a) Wo ist der bildwichtige Mittelpunkt
b) Welcher Ausschnitt ist richtig
c) Welche Lichtführung ist richtig
d) Kontrast – Hintergrund – Schatten

3) Ein Bild ist erst dann gut, wenn man nichts mehr daran ändern sollte.

wird fortgesetzt…

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