Bücher die sich lohnen: Capturing Light

Michael Freeman: Das Herz der Fotografie CAPTURING LIGHT                             
ISBN 9783826697272   http://www.mitp.de  €29,99   Edition Profifoto

Um es vorweg zu nehmen, für mich ist es das bedeutendste Fotobuch, weil ich Fotografie mit vorhandenem Licht in den Mittelpunkt stelle: Warten – Jagen – Nachhelfen! Freeman beginnt seine 256 Seiten mit der Einteilung in Aufhelllicht – Blendenflecke – Flutlicht – Gegenlicht – Goldene Stunde – Lichter der Stadt – Licht mit unvollständigem Spektrum – Reflektiertes Licht – Schlagschatten-Licht – Seitenlicht – Spot – Umhüllendes Licht – Weiches Licht – Zeitraffer-Licht u.v.m., er erklärt seine Aufnahmen mit Grafiken zur Lichtverteilung und lässt dabei viel Spielraum für denjenigen, der die normale, übliche und zu oft gesehene Fotografie verlässt. Es gibt viel zu tun 🙂 und zu lernen!  

NB: Freeman benutzt ein iPhone. Nicht zum Fotografieren, sondern um mit der für Kameraleute entwickelten App [HELIOS] per 3D Ansichten den Sonnenverlauf, die Neigungsanzeige und die Möglichkeit zur Berechnung, wo und wann die Sonne hinter einem Berg oder Gebäude auftaucht, verfolgen zu können. Zitate sind immer kursiv!

Anstelle von Aufnahmen aus dem Buch zeige ich hier nur (m)eine aktuelle und soft bearbeitete Aufnahme vom

Praio do Castelo, das Original findet sich hier

und lasse jede Kritik zu. Nebenbei, Freeman verliert als Profi auch aus der analogen Zeit, aus der viele seiner Aufnahmen stammen, keinerlei Tipps zu Fotoapparaten, nur sieben Hinweise zum Weitwinkel Objektiv sind im Index aufgeführt. Für mich ganz wesentlich ist die S.205 mit dem Kapitel 3 Nachhelfen, Freeman beschreibt hier sein eigenes Vorgehen sehr präzise mit dem Versuch, die Aufnahme bereits in der Kamera so gut wie überhaupt möglich zu gestalten, also >start at the beginning< und >am Anfang steht immer das Licht<. Bleibt zu sagen, dass Betrachten von fremden und möglichst guten Aufnahmen im Vergleich mit den eigenen viel bringt.

MF zitiert auf S.90: …weiße und helle Modernismen mögen vielleicht die Welt der aktuellen Innenarchitektur übernommen haben, in der Fotografie leisten verborgene Dinge, nur teilweise im Bild zu sehen, einen wichtigen Beitrag zu einem interessanten Bild. Jun´ichiro Tanizaki, japanischer Schriftsteller. S.135: Alles zu zeigen sorgt nicht unbedingt für ein besseres Foto…Besser also ein Bild über Licht und Schatten

Siehe auch vom selben Autor: CAPTURING  THE MOMENT

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