Sardiniens West- und Nordküste (2)

Sardegna – die Insel mit runden und spitzen Felsen – eine kulinarische und kulturelle Reise mit dem Wohnmobil, dem PKW und zu Fuß 

naturschöne Strassen
naturschöne Strassen

Tag 17 Wie erwartet, machen die vielen Kids der neuen Nachbarn schon sehr früh lautstarke Verkehrsübungen, egal wir sind sowieso wach fahren dann mal lieber 150km wie geplant weiter: Über die S131 nach Orestano und zum Campingplatz www.senarrubia.it – einem sehr großen Pinienwald mit (noch) wenigen Campern oder Zelten und vielen Mobilhomes, die unregelmäßig über den Platz verteilt sind. Das Restaurant ist im klassischen Hüttenzeltstil ist wie schon gehabt, das riesige und saubere Schwimmbecken liegt on top direkt am Meer, wo alle Bäume sturmbedingt landeinwärts geknickt sind.

mal nicht zerschossen
mal nicht zerschossen
nicht essbare Faserbälle
nicht essbare Faserbälle
dafür aber in Massen
dafür aber in Massen
vom Winde
vom Winde
geweht
gedreht

Am ellenlangen Strand entlang gibt es etwas Bebauung und am Ende der parallelen Straße ein einsames Restaurant, welches 12 Monate geöffnet ist (besser es liest sich so) und abends ab 19 Uhr Küche bietet, wobei der Campingplatz ab 20 Uhr für Fahrzeuge geschlossen ist. Also war ein Einkauf angesagt:

Vorsicht Baustelle
Nicht nur in Orestano oft gesehen: Vorsicht Baustelle
wer ist hier wichtig?
wer ist hier wichtig?
große Marken
große Marken – mal ohne filu ferro
klasse Qualität
Melina Bruno Sarda – Qualität der ersten Klasse
zum Verzehr fertig
zum Verzehr fast fertig
Freja und Frizzi
Frizzi und Gaja

Nach einem ausgiebigem Rundgang im Zentrum von Orestano gab der Supermercado von den Melina Steaks (Rasse Bruno Sarda ähnlich Bue Rosso) über Gemüse und mehr ein abendliches Festmal her, und Gaja, die alte Campingplatz Hündin, bekam die Abschnitte. Wegen abendlicher Kälte haben wir uns später ins geheizte WoMo verzogen. Wir schliessen auch Freundschaft mit Gajas kurzbeinigem Begleiter Frizzi. Beide Hunde haben kein einziges Mal während unseres Aufenthaltes gebellt! Die letzte nichtgefundene Stechmücke quält mich in der Nacht!

Tag 18 Der Morgen beginnt mit einem kräftigen Schauer, ab 8:30 mit ebensolchem Sonnenschein bei 16 Grad draußen. Nach kleinem Frühstück (Alici Filetti marinate in grüner Salsa) erwischt mich die Hexe beim Bücken, dennoch folgt ein langsamer Strandspaziergang mit drohendem Wetter, das sich dann doch der kräftigeren Sonne ergibt. Mit einigen Wärmflaschen kämpfe ich gegen die Hexe an, in Kombination mit IBU 800, weil die eigene Hinterachse so weh tut, der Gesunde hat tausend Wünsche…

Ruine aus dem 2. Weltkrieg
Ruine aus dem 2. Weltkrieg
Strand Gut?
Strand-Gut?
unbekannt aber schön
unbekannt aber schön (und mit ca. 8mm sehr klein)

Tag 19 wird zum großen Ausflug: An der Küstenstraße über Christano, Bosa nach Alghero, dann nach Sassari und über die S131 schnell zurück. Bosa ist ein herrliches Hafenstädtchen mit quirliger Altstadt, engsten Gassen und vielen Touris. Alghero ist groß, hat eine Altstadt am Hafen mit langer und schöner Promenade, wir suchen auf Empfehlung unseres Frankfurter Italieners und finden Al Fico (keine Homepage) mitten in der Altstadt, mit Hilfe eines Einwohners, der in Darmstadt gearbeitet hat und gut deutsch spricht, mittlerweile wohl unter neuer Führung: Der Chef macht auffällig Aquise, der angewiesene Tisch ist für drei Personen zu klein, der Oberkellner mal wieder desinteressiert, die Weinberatung nervt ihn (Hauswein nee, wir suchen mal lieber selbst aus), die Küche hingegen ist richtig gut, das Trinkgeld geht damit aber auf null €! Wer schon in der Vorsaison keine Lust hat, sollte das dem Gast nicht zeigen, sondern zuhause bleiben.

Dauerparker mit Gesellschaft
Dauerparker mit Gesellschaft in Bosa
von der Hafenpromenade aus
Alghero: Blick von der Hafenpromenade aus
und diese entlang
und diese entlang
präzise Werbung
präzise Werbung
(zu) viele Eissorten
und (zu) viele Eissorten
wer die Wahl hat...
wer die Wahl hat… e tante altre marche
Gasse in der Altstadt
ruhige Gasse in der Altstadt
die Vinothek S&M
die Vinothek Sella & Mosca

Camparis erworbenes Weingut http://www.sellamosca.com/ Sella & Mosca, eigentlich ein altes und kleines Dorf mit Kirche, veranlasst zum Einkauf, Sassari feierte eines der vielen Feste mit gesperrter Innenstadt, weder Bäcker noch Polizistin wissen den Fußweg zum Duomo, so dass wir nach einem leckeren Porchetta Brötchen den schnellen Weg zum Campingplatz vorgeziehen. 20:05 ist die Zufahrt schon geschlossen, die Rezeptionistin in der Bar hilft aus, wir bedanken uns mit Caffée, Frizzi und Ichnuga zum Sonnenuntergang…

Fritz ist müde
Frizzi ist müde
und die Sonne auch
und die Sonne auch

Tag 20 Knatsch mit der Putzfrau, die wie gestern den Eingang zum Sanitärbereich Frauen blockierte und auf die Männertoiletten verweist: 9 Uhr vormittags ist zum stundenlangen Putzen einfach die falsche Zeit, basta! Geht doch auf anderen Plätzen auch, wenn die Camper duschen und mehr wollen. Es ist unser letzter Tag hier, mit tollem Frühstück im Freien, was wir für ganz wichtig im Urlaub erachten.

wie ein König
wie ein König

Der lange Strandspaziergang nach Norden zeigt angelandeten Quallen von der Größe runder Pfundbrote, um die wir einen Bogen machen, auch aus Gründen des Gestanks.

Nase zu und schnell vorbei
Nase zu und schnell vorbei

Die Flamingos sind heute in absoluter Nähe und gut zu beobachten und zu fotografieren wie auch der Sonnenuntergang! Zum Abend dann noch einen dieser himmlischen (weil nicht Bio sondern einfach nur frisch) regionalen Salate von der Insel und früh ins Bett!

3 von Vielen
3 von Vielen

Tag 21 Ab 7 Uhr auf und eine Million Tauben hören und sehen! Es geht es weiter nach Norden: Erst die 131 bis zur Nuraghe Losa http://www.nuraghelosa.net für 4€ an der Rezeption mit den ersten sauberen und vollständigen Toiletten der Insel, samt Lavazza im Angebot und auf dem gepflegten Grundstück in Ruhe umher zu gehen, innen im Haupthaus mit Beleuchtung plus Aufstieg zur verbliebenen Kuppel, einfach irre, was und wie damals gebaut worden ist.

Losa von oben
Losa von oben
von innen
Haupthaus von innen
von außen
von außen
von weiter weg
von weiter weg
Losa
Panos von Losa
im Haupthaus
im Haupthaus
von oben
von oben nach Norden
wie vor
wie vor nach Süden

Die anschließende Fahrt auf kleinen Straßen ist landschaftlich ein Traum,

da wollen wir hin
da wollen wir hin

ein Supermarkt bot außer unserem üblichen Einkauf auch phänomenale 400g Tonno Steaks, die wir mit Fenchel Paprika Gemüse plus leckerem Knacksalat genossen haben, samt Rosé,

Lust?
Lust?
Grünzeug die Menge
plus Grünzeug die Menge

auf dem Campingplatz http://www.tripadvisor.de/Hotel_Review-g776126-d1188131-Reviews-Camping_Baia_Blu_La_Tortuga-Aglientu_Province_of_Olbia_Tempio_Sardinia.html in Vignola Mare!

zzz
Baia blu

Der ist voll kommerziell aber wunderschön gelegen und leider ohne Mülltrennung, einem absolutem >nogo< bei diesen Menschenmassen, der Lauf am Strand mit Sonnenuntergang ein Traum, ein Älterer hatte sogar eine Melodie auf der Panflöte gespielt. Unsere Suche nach einer Tankstelle ohne Card war bisher erfolglos, für Tanken mit Service resp. Barzahlung will man ca. 15 Cent/L mehr! Der Preiskorridor für Diesel liegt damit bei €1.40 bis €1.70, für die komplette Inselrunde haben wir fast eine 120l Tankfüllung gebraucht.

Hausbau am Sandweg
Hausbau am Sandweg
Einschläge gibt es viele
Einschläge gibt es viele
und runde und spitze Steine
und runde und spitze Steine
in fast unberührter Natur
recht neuer Torre in fast unberührter Natur
und alte Zeugen
und alte Zeugen

Tag 22 der Weg führte zum neugebauten Torre gegenüber, auf einer herrlich vorgelagerten Halbinsel mit Blick auf den Strand des winzigen Dorfes am Rande des Campingplatzes. Zurück, Einkauf oder Restaurant zugunsten im Freien vor dem Camper, für morgen einen Punto gemietet zu einer Tour mit kleinem Gefährt im hohen Norden, dort wo die Strassen für Camper ausdrücklich gesperrt sind.

Tag 23 Um 7 Uhr aufstehen, um 10 werden wir abgeholt nach Santa Teresa, von dort mit einem fast neuen Punto Street Diesel knapp 200km mit igs. 10l S/bf Verbrauch entlang der Küste gefahren, beginnend mit dem Capo Testa http://de.wikipedia.org/wiki/Capo_Testa

Doppelstecker
Doppelstecker

weiter nach Palau und zum Capo und zur Roccia dell`Orso http://www.tripadvisor.de/Attraction_Review-g187879-d195163-Reviews-Roccia_dell_Orso-Sardinia.html mit Aufstieg,

orso
Roccia dell`Orso im Detail
orso
wie vor
von dort kamen und kommen die Schiffe her
von dort kamen und kommen die Schiffe her
orso weiter
Roccia dell` Orso weiter,
orso vom Landesinneren aus
vom Landesinneren aus
und nach Sonnenuntergang
und nach Sonnenuntergang

nach Porto Cervo in einer Kurve mit herrlichem Ausblick vor Cappricioli auf die Bucht in der Bar Terrassa Rosa furmierten Lachs und Meeräschenrogen gegessen und zwei Weine von Vigne Surrau (Branu und Barriu) gekostet und später dort in Arzachena auch gekauft

alte Olivenbäume und neue Reben
Vigne Surfau – alte Olivenbäume und edle Reben
das neue Weingut
das neue Weingut
die Vinothek mit aller Auswahl und bester Beratung
die Vinothek mit aller Auswahl und bester Beratung

und weiter nach Porto Rotondo, über das Innland (Gräber) nach La Marmorata, einer noch nicht von den Urlaubern besiedelten Geisterstadt, und schließlich in Santa Teresa`s historischem Zentrum eingekauft und den Punto (€60 pd!) zurückgegeben und im dicken DB Taxi zurückgefahren worden. Herrliches Abendessen im Freien, Ginepro ist Wachholder (Gin) und auch am Schinken sowie an der Haustüre, wie uns die freundliche Mitarbeiterin im Supermarkt erzählte… Ein weiterer erlebnisreicher und hochinteressanter Urlaubstag für uns, weil wir mit den Punto auch dort unbeschwert fahren konnten, wo es für WoMos untersagt war und sich natürlich nicht etwa alle daran gehalten haben. Zum Abschied vom Platz gibt es noch einen Rosé brut 12,5 von Surrau, sicherlich eines der besten Weingüter und von uns umgehend auch so eingestuft: http://www.vignesurrau.it/default.asp?selflang=de

zzz
Platz 666 mit Abstand zum Nachbarn

Tag 24 Das Finale auf der mächtigen Insel, nach ca. 52km bis nach Cannigione, unserem letzten Inselziel vor Olbia: Er scheint der größte und vielleicht schönste Campingplatz der Baia Holiday Company www.campingisuledda.com mit bisher 9 Plätzen in Europa, vier auf Sardinien, je einer am Gardasee, in Rom und Venedig sowie Triest und Kroatien: Auf einer Halbinsel gelegen, gibt es rund 1.000 Stellplätze auf unterschiedlichen Terrassen, Höhen und an Wegen, die Strandplätze sind meist gesucht aber dafür eng und gnadenlos der Sonne ausgesetzt. Unsere nähere sanitäre Anlage ist ganz neu, frisches Wasser gibt es am Platz und mal wieder zu trennende Abfälle in der Nähe, das Restaurant liegt traumhaft aber die Karte ist arg schlicht und touristisch, man ißt paniertes Schnitzel und Frittes, auch für die Kids – wir haben unterwegs eingekauft was der super (!) Mercado hergab und zu dem frischen Brot die gestrigen >Reste< samt einem unter €5 liegenden Vermentino aus Surrau genossen.

Logischerweise sind diese Campingplätze keine Sonderangebote, dafür liegen sie an interessanten Ecken und haben einen gediegenen Ausbau samt breitem Angebot, man muss ja nicht alles nutzen. Für den Nutzer nachteilig sind die oft nicht nachvollziehbaren Einsparungen wie kaum Warmwasser bei den Geschirr- oder Waschplätzen, die zu kurzen Schaltungen bei Innenbeleuchtungen gegenüber den konstanten Wegbeleuchtungen ab 17 Uhr u.v.a.m., was den Pflege- und Erhaltungszustand oder auch die Hilfebereitschaft an der Rezeption betrifft, das aber ist eher selten und eher in sog. großen Anlagen wie hier anzutreffen wie z.B. die völlig umständliche Rückgabe der Personalausweise!

weitläufig
weitläufig
und
und naturschön

Nach einem ausgedehnten Rundgang im südlichen Bereich dieser Halbinsel mit der schönsten Erhebung (Sporthaus) haben wir versucht, einen Scooter (125ccm 35€/d) zu mieten und wegen Abwesenheit des Vermieters schließlich darauf verzichtet, nicht auf das Abendessen mit gelben Rüben Tunfisch Salat und Cappacio vom Rind aus der Pfanne, dazu gibt es den ersten Cannonau Riserva von Sella & Mosca.

noch herrscht weitgehende Ruhe
noch herrscht weitgehende Ruhe
auch mitten in der Halbinsel
auch mitten in der Halbinsel
oder an den drei Stränden
oder an den drei Stränden
mit herrlichen Ausblicken
mit herrlichen Ausblicken
wie hier vor unserem Platz
wie hier vor unserem Platz 666
oder am Gipfelchen der Halbinsel
oder am Gipfelchen der Halbinsel
oder am steinigen Strand, beliebt bei Tauchern
oder am steinigen Strand, beliebt bei Tauchern wegen der Tiefe
die Disko hat noch Pause
auch die Disko hat noch Pause

Tag 25 mit herrlichem Wetter will die Insel und offensichtlich nicht loslassen, denn landschaftlich, das ist uns Beiden nach dem kompletten Inselrundgang und Cafées an der Strandbar mit dem tollen Ausblick direkt vor unserem Platz 666 klar, lässt sich aktuell nichts toppen. Es war gut so, den für uns schönsten Campingplatz mit igs. drei Stränden und unzähligen Terrassen sowie Mobilhomes samt Rundbauten erst am Schluss der Inselrundfahrt zu erleben und das Salz auf der Haut dazu! Jetzt genießen wir unser letztes Abendessen mit Prosciutto cotto und rösch gebratenen Eiern und Salat und frischem Brot sowie sardengischem Vermentino von Surrau.

Morgen nach abendlicher Ankunft der Fähre in Livorno werden wir bis Meran fahren für Montag als Stadttag.

Moby Line
Moby Line
an Deck
an Deck
mit mächtig Fahrwasser und Lärm
mit mächtig Fahrwasser und Lärm

Versuch eines vorläufigen Fazit: Für das wechselnde Wetter mit auch kälteren und regnerischen Tagen können wir im ansonsten in den Vorjahren angeblich immer stabil warmen Maimonaten nichts, aber die herrlichen abwechslungsreichen Landschaften mit den runden Basaltfelsen und den hohen und spitzen Gipfeln samt üppig gewachsenem Bewuchs, der jeden Gärtner neidisch werden lässt, einfach nur zu genießen, und das drei Wochen lang: Die unproblematischen Einkäufe mit freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeitern gerade in den durchgehend geöffneten großen wie kleinen privaten Supermärkten, die noch vernünftigen Preise und vor allem die durchgängig hohe Qualität der Insel Gemüse- und Obstsorten (Avocados, Bananen, Gurken, Karotten, Orangen, Papayas, Tomaten u.v.a.m.) und die wertigen Weine von den vielen kleinen Produzenten, die vielfältigen Käse- wie Salami- und Schinkenarten der Insel  haben wir ausgiebig genossen. Die geschichtliche Vergangenheit und die Dörfer der Nurhagen bzw. dessen, was davon übrig geblieben ist, sind ein so attraktives Angebot,  dass wir am liebsten die Inselrunde sofort und noch einmal ohne zeitlichen Regelungsdruck wiederholen würden. Okay, wo es touristisch ist, sind es Angebot und Preise auch, nur relativiert sich der Preis von €5 für ein Bier, wenn dazu ein Buffett an leckeren Häppchen angeboten wird. Herrlich das sehr gute Caffée Angebot ab €1 und das gilt für ganz Italien! Ansonsten bleibt zu sagen, dass die €20 Grenze für Gerichte noch lange nicht erreicht ist und die Qualität sich i.d.R. positiv von der oft gebotenen Einheitsküche (Convenience Produkte aufwärmen) abhebt. Da die Insel auf Importe ibs. an Nahrungsmitteln zu verzichten scheint (sardisches Sprichwort: wer vom Meer kommt, will uns bestehlen) und wir nichts vermisst haben… hat es gepasst:

die Insel haben wir geöffnet vorgefunden
Die Insel haben wir weit geöffnet vorgefunden!

Eines ist uns aufgefallen und lässt zumindest den Verdacht zu, dass auch an der Steuer vorbei gearbeitet wird: Beim Zahlen kommt erst die vorläufige Rechnung (non fiscale), mit dem Wechselgeld danach dann gar nichts mehr, was auf zwei Buchungswege hinweisen kann und so kann man auch mit einer Sommersaison ganzjährig leben!

Unsere nächste Planung inklusive einer Korsika Rundfahrt liegt schon grob fest, mal sehen was wird… Jetzt gehen wir erst mal einen Sonnenuntergang anschauen!

Tag 26 Um 7 Uhr aufstehen, den Sonnenaufgang haben wir uns geschenkt: WoMo fertig machen, Auschecken und Abreise nach Olbia zur Moby-Fähre. Diesmal haben wir vor der Abfahrt im Restaurant der Fähre leckere Doraden Filets mit mediterranen Gemüsen gegessen und einem Vermentino genossen… 2 Std. Schlaf im Pullmannsessel, den späten Nachmittag bis zum Checkout waren wir am Pool Oberdeck und später in der Bar. Nach dem Auschecken 250km später noch drei Stunden auf einer Autobahnraststätte geruht, so wie einige unbekannte Nachbarn auch…

Tag 27 Abfahrt gegen 6 Uhr, Ankunft in Bozen um 9 Uhr und Einchecken auf dem begehrten und nordöstlich am Hypodrom gelegenen Platz der Kurverwaltung www.camping-meran.com für 120 Camper, mit neuem Sanitärhaus und leider nur je 3 Duschen für m/w, dafür direktem Zugang zum Zentrum aber aktuell keinem wirklich funktionierendem zum FreeWIFI. Den kurzen Weg in die City haben wir alsbald genutzt und sind bis zum Cafè Restaurant ATITIS, das vor 3 Wochen auf der Winterpromenade und direkt unterhalb des Pulverturms eröffnet hat, die Chefin und studierte Künstlerin serviert dort mit kleiner handgeschriebener Karte, was sie täglich wechselnd anbietet.

es gab nicht nur Kaffee
es gab nicht nur Kaffee
auch Deftiges
auch Deftiges

Zurück am Platz überrascht uns die Müdigkeit nach der Anfahrt nicht wirklich. Ein ichnuga, ein kleines Abendessen für zwei und früh in die Betten ist angesagt!

Tag 28 ist unser letzter voller Urlaubstag vor der Heimfahrt und beginnt nach 8 Uhr mit prallen Wetter, das sich diese Woche auch nördlich der Alpen stabilisieren soll, mal sehen… Heute ist Laubengang! In vielen familiär oder Inhaber geführten Geschäften lässt sich finden, was das Herz begehrt und dazu Geschenke für die Lieben zuhause. Mittags waren wir bei www.restaurantsigmund.it auf der Terrasse zum beschaulichen Abschied,

eine Oase mitten im Gewühle der City
eine Oase mitten im Gewühle der City
mit allerfeinster
mit allerfeinster
Kost und Zubereitung
Kost und Zubereitung

im www.lefineza.com fanden wir neben anderem auch den Stier, ein Fell als Teppich für zuhause! Überhaupt bilden die Familien oder Personen geführten Geschäfte eine andere Auswahl und Beratung als die übliche Besiedlung der Innenstädte mit Marken all over the world…

Der Abend war Campingplatz live unter den mächtigen Bäumen, ibs. dem beleuchteten großen Ahorn am Sanitäthaus. Lange Telefonate vor dem Schlafen gehen, das war es also…

unter Bäumen
Ruhe unter Bäumen

Tag 29 um 5 Uhr läutet die Kirchenglocke 3 x12 mal – für die Werktätigen? Wir sind um 7 aufgestanden und fahren gegen 9 Uhr los, nur 250km sind es heute: Über den Reschenpass und wie im Vorjahr in Landeck nach Lech und schließlich durch den Bregenzer Wald auf die deutsche Autobahn zur Garage, umladen und mit dem PKW nachhause, was für ein Unterschied nach 4 Wochen WoMo!!!

Alle 4:3 Aufnahmen wurden mit den iPhones 4s, 5 und 5s erstellt, die wenigen 3:2 Aufnahmen hingegen mit der EOS M und 11-22 und 55-200mm.

Hier geht es zum Teil 1 Ost- und Südküste

©slowfoto.de

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Sardiniens Ost- und Südküste (1)

Sardegna – die Insel mit runden und spitzen Felsen – eine kulinarische und kulturelle Reise mit dem Wohnmobil, dem PKW und zu Fuß

Unser längster Urlaub bisher: 1986 waren wir drei Wochen mit einem gemieteten Wohnwagen in Schweden am Vänersee, mit Gummiboot samt Leine und je einer Nacht auf der Stena Line Fähre. Ab 2009 folgten weitere Campingplatz Aufenthalte wiederum mit gemietetem Wohnmobilen oder auch nur im zuvor reservierten Bungalow oder Mobilhome in Kroatien, letztere nahe Orebic auf Peljesac.

2015 sollen es zum ersten Mal vier Wochen werden, mit dem 7m langen italienischen LaikaEcovip 309  i.V.m. der Moby Line Fähre Livorno Olbia und zurück…

4 Mori
4 Mori

Allein die Vorbereitungen für diese Wochen nehmen uns in Anspruch: Immerhin verträgt der Laika weit mehr als 500kg Zuladung! Allerdings liegt der Reiz für uns eher im Weglassen als im Vollpacken, damit vielmehr in der Reduzierung auf das Wesentliche ohne Verlust des Wichtigen, denn nachher sind wir allemal klüger und das Packen geht schneller. Zudem nehmen wir außer Reiseproviant keine Vorräte mit in den Urlaub, sondern ernähren uns aus dem Lande, denn wir kaufen gerne in unseren Urlaubsländern ein!

Vorrat
Vorrat auf wesentlichem Level

Tag 01 Seit Tagen erfreut ein Dauerregen ganz Süddeutschland. Hinter dem Lechtal stanken die heißen Bremsen auf Grund der Zuladung oder besser meiner zu flotten Fahrweise, was sich mit Vernunft schnell gegeben hat.

Camping bei Moosbauer
Camping bei Moosbauer

Bei http://www.moosbauer.com/de/home-sommer.html nordwestlich von Bozen sind wir gut angekommen, WLAN funzt und der Bus nach Bozen auch, das Traditionswirtshaus http://www.voegele.it/ ist mit einem veritablem Angebot so gut wie mit einer seit Jahrzehnten kontinuierlich weiter entwickelten Speisekarte und konstant hohem Küchenniveau.

Moosbauers Arbeitsraum
Moosbauers >Lernraum<

Tag 02 Der Lern Campingplatz ist sehr schön, nach einem weiteren Tag in Bozens Innenstadt sind wir zurück für den Abend am Poolrestaurant: Knödel Buffet (Speckknödel in Brodo – Spinatknödel – gebratener Knödel – Knödelscheiben mit Waldpilzsoße, zu allem Krautsalat und regionale Biere aus kleinen Brauereien!

Restaurant am Pool
Restaurant am Pool

Tag 03 Früh aufstehen und ab auf die Piste: 450km nach Livorno auf den wohl einzigen in der Vorsaison offenen www.camping-pineta.it €20 für einen sandigen Randplatz mit grenzwertigen Sanitäranlagen in Calambrone, einem Platz der fast vollständig privat belegt, d.h. mit über 300 Bierzelt artigen und anderen Dauer Installationen und dem damit üblichen Krempel vollgezaubert ist, am andauerndem Flugverkehr leidet sowie viele Eidechsen und vor allem putzigen ausgewilderten Hasen in allen Fellfarben bietet, war der Ort für eine Nacht.

Tunfisch wie wir ihn mögen...
Tunfisch so wie wir ihn mögen…

Vorher ein paar Kilometerchen zu Fuß (man gönnt sich ja sonst nichts) auf Tipp plus telefonischer Reservierung zurück nach Tirrenia ins La Terrazza www.tavoledisangiorgio.com – einem von Einheimischen intensiv besuchtem Restaurant mit Holzofenpizza (links backen rechts heizen): wir hatten die bisher beste Tagliata di tonno mit frischem, in Sesam gebratenem roten Tunfisch auf ölmariniertem Gemüse und Safranrisotto, ein Festessen in etwas stark frequentierter Umgebung mit ortsüblichem Geräuschpegel, den wir noch Wert schätzen müssen 🙂

Moby
MOBY

Tag 04 In Livornos Hafen angekommen, checken wir nach Kontrolle und erstmal in die angewiesene Spur ein, kurze Zeit später müssen wir wieder umspuren – danach sind wir zu Fuß über die kleine Drehbrücke und vorbei an der Hafenmeisterei zu einen Bummel in die Altstadt. Vor dem Verladen noch`n Check mit Aufkleber, entgegen der schriftlichen Regularien dürfen die Mitfahrer mit in die tiefliegende Garage der Fähre, was das Handling beim Einschiffen sicher enorm erleichtert!

erst rein, dann rauf
erst rein und runter, dann zu Fuß rauf

Das Self Service Restaurant im 7. Stock der Fähre bietet Großküchenangebot und –qualität, Fisch Gemüse Nudelgerichte, dafür coperto und klebrige Tische, im großen Barbereich kostet Inselbier Ichnusa Bionda Sargenda dal 1912 0,33 €3,8 im Selfservice, wobei das gekühlte auch bald ausgeht, obwohl der Dampfer nicht voll gebucht ist. Auffallend die Matratzen überall in den Gängen und Schlafsäcke, wo es Bänke oder Couchplätze hat, sogar in der Bar resp. im Schlafraum über drei Pullmann Sessel, auch unsere zwei vorgebuchten. Wir haben uns in eine andere Reihe mit nur zwei Sesseln nebeneinander gesetzt, also zu kurz für einen Schlafsack.

..da wollen wir hin!
..da wollen wir hin!

Tag 05 Die Nacht war unruhig, die See ruhig, bis um 6 Uhr der Lausprecher zum Frühstück quäkte, der Service ähnlich schleppend wie der aus dem Osten Europas bekannte, mit einem lackierten Anzugträger als Vorgesetztem, ich würde die Organisation ändern wollen hinsichtlich Effektivität. Stau an der Kaffeemaschine und danach der Treppe auf dem Weg hinab zu den Garagen Etagen, letztlich sind wir nach 8 Uhr vom Schiff runter- und nach Süden weiter gefahren, der www.campeggiocalaginepro.net war unser Ziel nahe Orosei (NU), ein sehr großer und teilbewaldeter Platz mit einem herrlichen aber felsigem Küstenareal am nördlichen und Sandstrand am südlichen Ufer, jeweils mit Zugängen im Zaun. Ginepro bedeutet Wachholder. Wenn der Platz voll ist, dann dürften auch mehrere tausend Gäste hier campieren (Camper 2 Personen €24 pd), eine Bar (ichnusa 0,66 €3) ein Restaurant und ein noch geschlossener Kiosk, Belegung keine 5%, also ist absolutes Wohlfühlen angesagt. TV geht wegen Bewaldung nicht, eine Windhosen wirft viel Staub durch die Luft, dafür ist der Aufenthalt mitten im lichten Wald ein Luxus.

Cala Ginepro - wo der Ginster wächst
Cala Ginepro – dort wo der Ginster wächst

Tag 06 Am nächsten Morgen ist das Wetter ein Traum, die Sonne scheint schon heftig! Die erste Waschmaschine ist durch, der Nespresso schmeckt, wir werden heute in Ruhe akklimatisieren… lecker Frühstück gegen Mittag in the open air, wir sind nach Plan den Kilometer langen Strand abgelaufen, hier ist es sehr schön…

xxx
endlich im Freien

Abends ins Restaurant des Platzes: Coperto (3) eine dicke Scheibe Tonno Grill auf Salat (16) Verdure Grill Aubergine und Zuchini (5) Tonno fresco vap. (10) Costolette vom Lämmchen (zäh) mit Raddichio (13), ein Pecorino Grill im sardinischen Musikblatt Brot, Caffée dann vor dem Camper, lieber 5 Millionen Sterne am Himmel als 5 am Hotel oder einen auf der Motorhaube, wobei auch das Restaurant eher den Charme eines Gartenzeltes hat und letztlich dafür doch recht teuer ist.

am Felsenstrand
am Felsenstrand

Tag 07 Frühe Abfahrt ins Hinterland nach Orosei mit angeblich schöner historischer aber sehr kleiner Altstadt mit Kirche und Turm – Gemüseeinkauf, weiter nach Dorgali (wie fast überall ein prima privater Supermarkt für Brot Oliven Kapern und Honig) und nach Nuoro (quirlige Altstadt, dort Käse, Brot und Rosé bei Latteria Zia Marianna 1936 eingekauft),

alt
alt
neu
neu
aktuell
aktuell

mit belebtem Gymnasium und hässlichem Kolloseum aus Beton und Metall und über die bergische Landschaft die kurvenreiche S389 hinunter nach Arbatax (klingt alles wie bei Asterix & Obelix, wie fanden auch Menhire, irgendwann haben die Kelten und Spanier auch hier kräftig mitgemischt) auf das Biker Camping http://www.campingtelis.com/index.php?lang=deutsch : An sich eine top gelegene Anlage mit hohem Preis!

einsame Landschaften
einsame Landschaften
herrliche Vegetation
eindrucksvolle Vegetation
und überall Spuren von Schußwaffen!
und überall Spuren von Schußwaffen!

Tag 08 Zu Fuß zu den roten Felsen, danach zum Hafen mit einer prachtvollen Pesceria, für den Einkauf war es leider schon zu spät und deswegen spontan auf die Terrasse des www.hotellabitta.it vor dem Campingplatz zum Tonno gegrillt mit roten Zwiebeln und leckerem Fechelsalat (€19), nicht nur einem uraltem Olivenbaum vor dem Eingang sondern vor allem einer fantastischer Aussicht auf die Landzunge mit dem verlassenen Turm, den wir danach aufgesucht und bestiegen haben. Der Abend gipfelte mit Melone und Schinken und einem roten Barriccado, bisher dem besten. Allerdings hat sich die genussvolle Ruhe irgendwo auf dem hintersten Platz versteckt…

roter Sandstein
roter Sandstein
Wachturm am Hafen
Wachturm am Hafen
und überall Blüten
und überall genügsame Blüten
man muss nicht immer selbst kochen
man muss nicht immer selbst kochen
Wandern ist wieder angesagt
Wandern ist wieder angesagt
zum Ziel mit Aussicht
zum Ziel mit Aussicht

Tag 09 Aufstehen, duschen und packen, heute geht es weiter. Die Müllmänner waren auch schon da, im Eingangsbereich ist halt abends und morgens viel los. Mit €78 für zwei Tage bisher der teuerste, bot Telis mit dem Zugang zum glatten Lavafelsen direkt vor den ersten fünf Plätzen schon etwas, aber dafür keinen Sandstrand! Mai ist wie September der Monat mit Gästen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, im Juni sind laut Rezeption fast nur Motorradfahrer und im Juli August die Italiener vom Festland hier!

Bergstrasse mit für Panos zu schnellen Motorrädern
Bergstrasse mit für Panos einfach zu schnellen Motorrädern

Über Arbatax mit der bisher engsten Ortsdurchfahrt (Spiegel einklappen) ging es weiter nach Bari Sado (S125) und zu fruchtbaren Weinanbaugebiet um Jerzu, wo wir einige Flaschen, Gemüse und Prachtkoteletts vom hiesigen Landschwein (freilaufende Maiale über 2 Meter lang und an die 200 kg schwer) einkauften, auch ein Dorf mit engsten Durchfahrten für Busse oder Tanklaster, und einige Deppen müssen immer wieder die Senso Unico in falscher Richtung fahren weil etwas kürzer…

€uropa
Piazza €uropa
zu viele Schilder
zu viele Schilder
zuviel Schrot
zuviel Schrot

Weiter nach Perdasdefogu und Escalaplano über Strassen, die unsere touristische Karte so nicht zeigt, hin zu Ballao über eine um 700m mittelhohe Gebirgslandschaft ohne Bewohner und nur mit wenig Viehzucht sowie mäßigem Verkehr. Dafür hängt die Kuhscheiße von der Straße überall am und unter dem Wohnmobil, es regnet hier ab Mai einige Monate lang nicht!

karge Hochlandschaften
karge Hochlandschaften
mit viel Wind
mit viel Wind
und vielen Kühen
und vielen Rindviechern

Nach Ballao geht es steil bergab, meist im 2. Gang, denn die Fuhre wiegt knapp 4 Tonnen wie der Bentley der britischen Königin auch! Zur Bremsenschonung kann man schon früh vor der Kurve runterschalten, so kommen dann auch mal Drehzahlen von >3.500U/min zustande. Porto Corralla (S387) und Muravera werden durchquert, auf der Suche nach Camping am Capo Ferrato oder der Costa Rei: Der Führer versprach Öffnungszeiten ab April, der Zustand war abgewirtschaftet, leer oder geschlossen. Im bestbewachten und renovierten www.tiliguerta.com – Tiliguerta sind die Amphibien Reptilien aus der Urzeit – duften wir erst nach Ausweis Abgabe aussuchen, ob wir bleiben wollen, zum Sandstrand sind es 50m wie zu den einfach nicht sauber zu bekommenden weil offenen sanitären Anlagen. Nach Sonnenuntergang sind wir allerdings für aktuelle Stechmücken die Objekte der Begierde…

Schweinekoteletts
Schweinekoteletts
abends am Strand
abends am Strand (sitting on a parc bench like bookends)

Abends dann grande bouffe vor dem WoMo, mit den eingekauften Koteletts aus der Pfanne plus Oliven, Käse und Salat, warum essen gehen wenn es hier besser schmeckt?

Tag 10 führt uns weiter am Strand nach Norden und zurück: Frage an die Rezeption wegen zusätzlichem PKW auf dem Platz mit der Antwort -> Parken nur vor der Rezeption, man mag also keine Zelte oder Wäscheleinen und wir wollen deswegen lieber weiter: Es gibt zu viele Restriktionen und die 4 Sterne machen das Wohlempfinden auch nicht fett. Abends eine Gemüse Pfanne mit palmerischem Pfeffer und dem etwas gewöhnungsbedürftigen Wein aus Jerzu, gute Qualität zu günstigem Preis!

whozefuck is Tilly?
whozefuck is Tili? Your secret!

Tag 11 Die nur sehr kurze Reise führte auf den nicht nur im Führer begehrtesten Platz in der Nachbarschaft, zum http://www.campingcapoferrato.it – der am südlichen Ende von Costa Rei und nicht an der Landspitze des Capo Ferrato liegt, wir haben auf Wunsch einen eineinhalben Platz bekommen in der zweiten Reihe, drei Personen plus PKW plus Zelt angemeldet und Quartier bezogen und einen Strandspaziergang nach Norden gemacht, die Strandbars sind unverschämt teuer (0,66 €5), da war logischerweise nix los außer der Anwesenheit des unbeschäftigten Bademeisters!

Strandlauf
Strandlauf
zu dritt mit Mietwagen und Zelt
zu dritt mit Mietwagen und Zelt

Nach Ankunft der Tochter haben wir das zusätzliche Zelt aufgestellt und wegen Sturm im Restaurant reserviert und dort Dorade und Schwertfisch gegessen und zuvor Ravioli mit Kartoffelfüllung, Blini mit Garnele sowie Zöpflis mit Fischsauce und Meeräschenrogen plus leckerem Weißen! Der Platz ist klein und fast familiär, dafür proppevoll, man kann auch reservieren, wenn man schon mal hier war. Mittlerweile ist es mit 17 Grad eher kalt, fast ein Kälteschock nach den über 30 Grad Hitze der vergangenen beiden Tage, aber ohne Regen.

so heißt sie wirklich
so heißt sie wirklich
salute
salute

Tag 12 Zu Fuß am Strand ab nach Süden bis zum Mariendenkmal mit grandioser Aussicht, danach zurück und in Costa Rei im www.sunuraxi.com (Chef fährt Q7) an der via ichnusa ein Bierchen getrunken und mit Freunden freeappgewhatst. Auch wenn der Wind frisch bläst, scheinen alle Gärtner der Campingplätze hier nur eine Aufgabe zu haben, die vielen länglichen trockenen Blätter zusammen zu rechen und abzutransportieren, eine tägliche Aufgabe für Sklaven! Zum Abendessen Zucchini Pfanne mit frischen Hühnerbrüstchen, die über 10km Sandstrand haben uns doch etwas geschafft. Gegen halb 4 Uhr in der Nacht musste ein Idiot seine Diskomusik vermutlich aus dem Auto so laut drehen, dass ich mir Stöpsel in die Ohren geschoben haben, nach einer halben Stunde war der Spuk dann glücklicherweise vorbei.

Altstadt
Altstadt
Antiquitäten?
Antiquitäten?
neue Mode
neue Mode
neue Bauweise
neue Bauweise

Tag 13 Weil Regen droht, fahren wir an der Küste entlang mit dem Mietwagen (Punto) nach Cagliari, parken am Hafen, schlendern durch das quirlige Zentrum hoch zur Burg und zurück in die Unterstadt, Einkauf in einer Markthalle (Käse, Nudeln und fettarme Salami), gehen in die Ausstellung Sa Gherra 1915-1918, unter dem Sardinien nach dem Kriegsbeitritt wegen der enormen Rekrutierungen und massiver Produktionsumstellungen für militärische Zwecke arg gelitten hat: http://www.cagliarilife.it/sa-gherra-manna-mostra-cagliari . Auffällig in den alten und engen Gassen der oft arg renovierungsbedürftige Zustand alter Häuser, Palazzo ist dann eher stark übertrieben auf der Verkaufsnotiz.

Die Ausstellung zum 2. Weltkrieg
Die Ausstellung zu den regionalen Folgen vom 2. Weltkrieg

Zurück zum Menue mit traditionellen Speisen und geführter Weinprobe auf dem Campingplatz: Zum Su Pani Frattau (dünne Brotfladen mit Ei) gab es einen Vermentino als Schaumwein, der auch ohne Kohlensäure schmecken würde, zum Su Proceddu (1-2 Monate junges Spanferkelchen auf Myrte) einen guten französischen Champagner und zum sättigenden Sebadas (Pecorino im Teigmantel mit Honig) einen erstklassigen Nasco 15% als Süsswein, Chef Guido und Chefin Patrizia Pizza moderierten und unser Tischnachbar aus dem Elsass gab uns noch einen Tipp Camping Bergamin in Peschiera am Lago Maggiore! Und das Wetter heute war so abwechseln wie die Stimmung…

su
su proceddu
su
su pani frattau

Tag 14 Unsere Linzer Nachbarn reisen ab, vielleicht auf der Suche nach einem noch schöneren Strand?

super Wasserqualität
super Wasserqualität

Wir genießen diesen noch denen ganzen Mittag, trotz Sturm klappern wir ihn nach Norden ab und sind am Nachmittag zur Nurhage Asoru bei San Priamo sind wir hingefahren, es ist schon ein Gefühl, ein so gewaltiges Bauwerk aus der Zeit um 1.500 vor Christus betreten zu dürfen http://de.wikipedia.org/wiki/Nuraghe . Nebenbei, kein Hinweis per Schild oder so, dafür den üblichen touristischen Müll außen herum…

Blick von der Nuraghe aus
Blick von der Nuraghe aus
Hauptgebäude mit Eingang rechts unten
Hauptgebäude mit Eingang rechts unten

Tag 15 Heute ist ein sardischer Kochkurs im Restaurant des Campingplatzes angesagt:

  • Sardinen frittiert mit einer Tomatensauce obenauf
  • Spaghetti mit Meeräschenrogen
  • Sebadas, Teigtaschen mit Schafskäse und Sardo Füllung

Nach dem Kochkurs gab es abends im SU NURAXI noch mehr, unsere Mithilfe war auf die Anwendung von Messer und Gabel reduziert (-: Carpaccio di Pescespada (8) und Pesce Spada affumicato (7) sowie echte Spaghetti alla Carbonara (6 mit Speck und frischem Eigelb, reicht für 3 Zwischenmahlzeiten), einen gegrillten Wolfsbarsch (10) und ein Filetto al Cannonau (16) plus gegrillte Gemüse und Chiaro di Stelle von der Cantine Pala (15) samt Sebadas (5) und Tiramisu della casa (4) – eine wirklich klasse Küche zu moderaten Preisen und Toiletten sogar mit Papier. Zum Abschluss des Abends dann noch für einen GIOIAMIA 13% brut metodo classico – denn wir hatten was anzufeiern.

Tag 16 ist Wandern geplant, Parco de sette fratelli nennt sich das Naturschutzgebiet: Vom Campuomo aus laufen wir den Azzurro 3, herrlich hinauf durch den Wald und danach hinunter zum klaren Bach um das mitgebrachte Frühstück gegen Mittag zu genießen. Nette Episode am Rande, ein beim Kraxeln getroffener Italiener studiert mit uns die Karte und bedankte sich artig für unsere Kommentare, er stellte wohl die Route für eine Gruppe zusammen. Irgendwie erinnert die Landschaft an eine palmerische Caldera…

sette fratelli
sette fratelli
viele Bachläufe
viele Bachläufe
und Brücken
und Brücken

Der Campingplatz hat sich am Nachmittag gefüllt, mit lauten Nachbarn und deren wohlverzogenen Kids, wir haben erstmal Gemüsepfanne, Salat und Früchteteller und mehr genossen.

alles was Räder hat muss mit
alles was Räder hat muss mit

Dann hat es mehrfach geregnet bei 17 Grad und nachts gestürmt wie Hund, der hier herrenlos herumstromert und einen Blick aufsetzt, dass man ihn am liebsten in den Arm nehmen möchte. Wir beschließen ohne ihn abzureisen…

Alle 4:3 Aufnahmen wurden mit den iPhones 4s, 5 und 5s erstellt, die wenigen 3:2 Aufnahmen hingegen mit der EOS M und 11-22 und 55-200mm.

Hier geht es zum Teil 2 West- und Nordküste

©slowfoto.de