FAQs: Panoramen leicht gemacht

Frage: Ich möchte mit relativ einfachen Mitteln zu guten Panoramen kommen, wie geht das? 

Photostitch 00MB
Photostitch 8MB
Hugin
Hugin 40MB
DxO Hugin
DxO Hugin 8MB

Bilddaten:

– Kamera: EOS M
– Objektiv: EF-M 11-22 mm 1:4-5.6 IS STM
– Programm: [M] 10 Aufnahmen in Folge für 360 Grad
– Blende: F8
– Belichtungszeit: 1 sec
– Empfindlichkeit: [ISO 100]
– Belichtungskorrektur: keine
– Brennweite: 11mm entspricht 18mm KBÄ
– Entfernung: zentraler AF vorher
– Belichtungsmessart: Mehrfeld vorher
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: oben PhotoStitch – mittig Hugin –  unten erst DxO, danach Hugin – final alle TOP

slowfoto:

360Grad als Panorama sind zunächst eine Herausforderung für das Äquipment und den Fotografen. Je mehr Gerät bedient und zuvor eingestellt werden muss, desto höher kann die Fehlerquote sein:

1) Am einfachsten geht es mit dem Smartfon und einer guten Panorama App, sofern nicht die Foto App diese bereits bietet. Vorteil ist, dass nach den rundum Aufnahmen im Hochformat (!) das Pano im direkt folgenden Rechenprozess erstellt wird und somit zur weiteren Verwendung verfügbar ist. Nachteil ist, jede einzelne Aufnahme wird automatisch ausbelichtet und damit sind die Übergänge oft sichtbarer. Beim aktuellen iPhone5 wird das Pano in der bordeigenen FotoApp nicht mehr mit sich überdeckenden Einzelbildern, sondern wie ein Clip aufgenommen.

2) Mit einer dSLR plus Weitwinkel kann ein Stativ nötig sein, muss aber nicht zwingend: Der Könner arbeitet mit Senkblei (=Lot) am Schnürchen und dies wird vorn am Objektiv angebracht, mit simuliertem Nodalpunkt also und dessen Beachtung in entsprechender Körperdrehung. Allerdings wird das Ergebnis erst im zweiten Schritt am PC fertiggestellt, Fehler in der Aufnahmesession sind somit schwerer auszubügeln.

3) wie 2), aber mit Stativ und Hochformatmontage für die Kamera samt Korrektur der brennweitenbedingten Parallaxe unter Beachtung des Nodalpunktes: Den Panoramakopf zum Selbstbau und viele weitere nützliche Tipps zur Panoramafotografie findet man beim Traumflieger! Alle Aufnahmen werden mit festen Einstellungen bezüglich Belichtungszeit, Blende, Empfindlichkeit und Entfernung im [M]anuellen Programm erstellt, das gilt auch für 2): Identisch ausbelichtete Aufnahmereihen ergeben bessere Übergänge, wenn sie  panoramisch miteinander verrechnet sind, geeignete Software rechnet auch Fisheye Aufnahmen zu sogenannten Kugelpanoramen.

4) Grundsätzlich sollte man soviel wie möglich Abstand zu den nähesten Objekten im Bildaufbau halten, je näher die Distanz, desto kritischer wirken sich Fehler in der Parallaxe oder bezüglich des nicht ganz präzise gewählten Nodalpunkt aus. Wiese vorn und kleine Büsche in der Mitte und der Wald im Hintergrund sind deshalb zum Start ein idealerer Bildaufbau als ein kleines Büro 🙂

Für diesen Versuchsaufbau wurde die EOS M mit dem stabilisierten EF-M 11-22 verwendet. Diese recht leichte Kamera-Objektiv Kombination bietet im Hochformat einen Bildwinkel von knapp 70 Grad, mit ca. 10 Aufnahmen ist ein 360 Grad Panorama zu erstellen, wobei die Panoramaplatte (z.B. Novoflex) jeweils um rund 40 Grad weitergedreht wird, um genügend Überlappung für das Stitch Programm zu behalten. Die Einstellungen Blende und Zeit an der Kamera wurden nach Messwerten der hellsten und dunkelsten Partien im Liveview gemittelt, die Entfernung wird einmal fixiert. Als Empfindlichkeit ist der für die jeweilige Situation niedrigste ISO Wert wegen der Rauscharmut zu wählen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Verwendung von Fischaugen Objektiven: Das weitverbreitete Walimex fisheye 3.5 8mm lässt sich mit Canon Anschluss an dem EOS M – EF Adapter an der EOS M verwenden, wenn man zuvor im Menue die Individualfunktion (C.Fn)7 >Ohne Objektiv auslösen< aktiviert, was für jedes beliebige manuelle Objektiv erst die Auslösung ermöglicht! Diese Bilddateien lassen sich mit Hugin (Einstellung Fischauge kreisförmig 8mm) zu sogenannten Kugelpanoramen verrechnen, mehr dazu wegen des Umfangs in einem späteren Beitrag!

Vor dem Stitchen am Rechner können die Bilddateien noch mit Nachentwicklung (z.B. DxO) >verbessert< werden, um ibs. Vignettierungen auszugleichen, bei der Stativverwendung sind deshalb geschlossenere Blendenwerte (>8) auch wegen der größeren Schärfentiefe von Vorteil. Zur berührungsfreien Auslösung verwende ich Canons RC6 Infrarot Fernbedienung oder auch nur die hochempfindliche EOS M Touchscreen Auslösung.

Als Tipp für Anfänger gilt, nicht gleich mit kritischen Lichtverhältnissen wie hier im kleinen Innenraum mit vielen nahen und entfernteren Flächen sowie Gegenständen und mit 360 Grad Rundumpanoramen zu laborieren, sondern zunächst 2 oder 3 Hochformataufnahmen in der mittel- und hintergründigen Natur zu stitchen und je nach Erfolg sich danach erst weiteren Winkelgraden zu widmen. Gleiches gilt für mittelhohe Gebäude, die aus gutem Abstand von ca. 30 Metern und mit 2-3 querformatigen Aufnahmen bei einem Bildwinkel von 90 Grad und durchaus aus der Hand zu erfassen sind. Auch hier kann eine Nachkorrektur (z.B. View Point) vor dem Stitchen Vorteile erbringen.

Zum Aneinanderrechnen (Stitchen) gibt es viele Programme, Canons Freeware PhotoStitch ist nur eine davon, die sich zwar relativ leicht beherrschen lässt, nachteilig sind aber die bei händischen Aufnahmen bedingt oft vorhandenen Verbiegungen! Ganz wichtig ist, die KBÄ minimale Brennweite von 20mm in den Voreinstellungen einzugeben. Als Freeware für komplexere Panoramen verwende ich gerne Hugin, das im wesentlichen automatisch arbeitet, wobei die ursprünglichen Bilddateien z.B. mit DxO zuvor per Nachentwicklung verbessert sogar erheblich kleinere, aber noch besser aufgelöste Panoramadateien bei gleicher Bildgröße ergeben, siehe dazu den Vergleich in den drei Beispielen oben. Man muss nur viel Zeit planen, wenn man so arbeiten will, und wer mit dem Handy-Panorama glücklich ist, hat dadurch noch ganz andere fotografische Chancen 🙂

Hier geht es weiter… mit Teil 2!

© slowfoto.de

Hamburg zu Wasser und zu Fuß – mit dem SIGMA Vollformat Superweitwinkel 12-24mm

Hamburg hat Charme! Hier Teil 2 zu Wasser:

Der alte Seegler
Der alte Seegler
dient als Museum der
dient als Museum für
225 Jahre Wassersschutzpolizei
225 Jahre Wassersschutzpolizei
Leuchtfeuerschiff
Leuchtfeuerschiff
Davidswache Hafenpolizei
Davidswache Hafenpolizei
Grachten und neue Magazine
Grachten und neue Magazine
alte Magazine
alte Magazine
wie vor
wie vor

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in die moderne Innenstadt
weiter in die moderne Innenstadt

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Küstenwache
Küstenwache

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Frachthafen
Frachthafen
Frachter
Frachter

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befahrbar
befahrbar
auf der Barkasse
auf der Barkasse

IMG_9139_DxO.top

Oper, die Unvollendete
Oper, die Unvollendete

IMG_9155_DxO.topIMG_9168_DxO.topIMG_9172_DxO.topIMG_9186_DxO.top

Wohnungen
Wohnungen am Hafen

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Broast!
Prooast!

IMG_9201_DxO.topIMG_9203_DxO.top

Ende der Rundfahrt
Ende der Rundfahrt

Bilddaten:

– Kamera: EOS 5D²
– Objektiv: Sigma 12-24 mm F4,5-5,6 II DG HSM
– Blende: [Av] F8 oder
– Belichtungszeit: [Tv] 1/60sec
– Empfindlichkeit: [auto]
– Belichtungskorrekturen: keine
– Brennweite: 12 oder 24mm
– Entfernungen: zentraler AF
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: DxO, TOP

Hamburg bietet Hafen, Stadt und Kanäle, zudem gibt es 1.600 Brücken und damit 200 mehr als Berlin! Wir waren mit der Barkasse (2 Std. lange Rundfahrt, pP €18.-), unterwegs und haben die Stadt von den Grachten aus betrachtet, für den Besucher ein Muss bei dem Wetter das wir hatten.

Die meisten Aufnahmen habe ich mit 12mm, einige mit 24mm oder weniger gemacht, wobei der Standort immer der gleiche war und sich von ganz alleine bewegt hat.

Die handliche Kombination 5D² plus 12-24mm Superweitwinkel bildet große Objekte aus mittlerer, kleinere aus naher Entfernung ab. Recht unbemerkt läst sich drinnen wie draußen viel auf dem Sensor festhalten. Alle hiergezeigten Aufnahmen sind mit DxO pro 8 ELITE automatisch nachentwickelt (Preset Standard) und mit der Datenreduktion TOP verkleinert.

Bei gutem Licht resp. Wetter ist [Av] F8, bei weniger Licht [Tv] 1/60sec, beide mit [auto]ISO und +-0LW Korrektur angezeigt, das Sigma mag keinerlei knappe Belichtung!

Hamburg Teil 1 zu Fuß findet sich hier!

(c) http://www.slowfoto.de/

Hamburg zu Fuß und zu Wasser – mit dem SIGMA Vollformat Superweitwinkel 12-24mm

Hamburg hat Charme! Hier Teil 1 zu Fuß:

Weinberg
Weinberg
Weinberg am Hafen
Weinberg am Hafen
Hafen links
Hafen links
Hafen halblinks
Hafen halblinks
Hafen halbrechts
Hafen halbrechts
Hafen rechts
Hafen rechts
portugiisisches Viertel
Portugieser Viertel
weiter
weiter
noch weiter
noch weiter
viertes Restaurant
viertes Restaurant
Hafen Rundgang
Hafen Rundgang
Segelschiff Museum
Segelschiff Museum
Architektur
Schlepper
Architektur
Architektur
Hotel
Wohnen
Hotel
Hotel
Kunst
Kunst
>kleine< Blumentöpfe
>kleine< Blumentöpfe
Kneipe Silbersack
Kneipe Silbersack
Justizpalast
Justizpalast
Mahnmal davor
Mahnmal davor
Altstadt
Altstadt
BILD Dir Deine Meinung
BILD Dir Deine Meinung
Touries
Touries
green bikes
green bikes
Grachten
Grachten Innenstadt
Rathaus Innenhof
Rathaus Innenhof
Rathaus innen
Rathaus innen
wie vor
wie vor
Rathaus Vorderfront
Rathaus Vorderfront
Künstler
Künstler
wie vor
wie vor
Innenalster
Innenalster
weiter
weiter
Galerie
Galerie
nicht unser Neuer
nicht unser Neuer
weil zu wenig auffällig
weil zu wenig auffällig
Restaurant
Restaurant
Aussenansicht
Aussenansicht
Grachten weiter
Grachten weiter
die Unvollendete
die Unvollendete von Hamburg
modern living
modern living
Kaffee Rösterei
Kaffee Rösterei
Kaffeegäste
Kaffeegäste
Grachten Altstadt Lager
Grachten Lager Altstadt
weiter
weiter
Davidswache
Hafenwache >Großstadtrevier<
Plan
Plan
Baustelle
Baustelle
Seifenbläser
Seifenbläser
nochmal
nochmal
und weil sie sooo schön sind...
und weil sie sooo schön sind…
DUO mit Bassdrum Koffer
DUO mit Bassdrum Koffer
und Stehgeige und Publikum
und Stehgeige und Publikum
Michel innen - Ende
Michel innen – Ende

Bilddaten:

– Kamera: EOS 5D²
– Objektiv: SIGMA 12-24 mm F4,5-5,6 II DG HSM
– Blende: [Av] F8 oder
– Belichtungszeit: [Tv] 1/60sec
– Empfindlichkeit: [auto]
– Belichtungskorrekturen: keine
– Brennweite: 12 oder 24mm
– Entfernungen: zentraler AF
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: DxO, TOP

Hamburg bietet Hafen, Stadt und Kanäle und vieles anders mehr, sogar einen Dom der keiner ist und einen kleinen Weinberg, den Freunde der Stadt gestiftet haben. Zudem gibt es 1.600 Brücken und damit 200 mehr als Berlin! Wir waren wieder mal zu Fuß unterwegs, weshalb der erste Teil des Berichtes die Stadt von der Strasse, der zweite dieselbe von den Krachten aus betrachtet, hier die Stationen in Stichworten:

Weinberg – Hafenbereich – portugieser Viertel – Seegelschiffe – Schlepper – Architektur – Silbersack (Kietz) – Justizpalast mit Mahnmal – Axel Springer Haus – City – Rathaus – Passagen – Grachten – Speicherstadt Kaffee – Seifenblasen – Strassenmusiker – St. Michaelis

Die meisten Aufnahmen habe ich mit 12mm, einige mit 24mm gemacht, also Vorgehen >as usual<, die Anfangs- und Endbrennweiten sind die gebräuchlichen, dazwischen geht man zu Fuß wie beim Turnschuhzoom, wenn dies der Raum oder die Distanz zulassen.

Die handliche Kombination 5D² plus 12-24mm Superweitwinkel bildet große Objekte aus mittlerer, kleinere aus naher Entfernung ab. Recht unbemerkt läst sich drinnen wie draußen viel auf dem Sensor festhalten. Alle hiergezeigten Aufnahmen sind mit DxO pro 8 ELITE automatisch nachentwickelt (Preset Standard) und mit der Datenreduktion TOP verkleinert.

Bei gutem Licht resp. Wetter ist [Av] F8, bei weniger Licht [Tv] 1/60sec, beide mit [auto]ISO und +-0LW Korrektur angezeigt, das Sigma mag keinerlei knappe Belichtung!

Hamburg zu Wasser findet sich hier!

(c) http://www.slowfoto.de/

Alsfeld zu Fuß – mit dem SIGMA Vollformat Superweitwinkel 12-24mm

Alsfeld ist eine kleine Stadt in Oberhessen mit einem reizvollen Kern und vielen alten ansprechend sanierten Fachwerkhäusern und netten Geschäften.

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Bilddaten:

– Kamera: EOS 5D²
– Objektiv: Sigma 12-24 mm F4,5-5,6 II DG HSM
– Blende:  F8
– Belichtungszeit: div
– Empfindlichkeit: [auto]
– Belichtungskorrekturen: keine
– Brennweite: 12mm
– Entfernungen: zentraler AF
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: keine, TOP

Alsfeld Hessen gegen 18 Uhr

Alsfeld bietet im Stadtkern viele bemerkenswerte Blickwinkel, die mich seit über zehn Jahren immer wieder mit neuen Kamerabodies oder anderen Gläsern reizen. Man kann Architektur mit Shift-Objektiven oder SHIFT`N Software geradebiegen oder den (S)WW Eindruck so lassen wie er aus der Kamera kommt, so wie hier alle Aufnahmen außer der Datenreduktion unbearbeitet sind, dem besseren Vergleich zuliebe.

Das SIGMA 12-24 ist ein >outstanding< Zoom, weil es sich durch einen ungewöhnlichen Brennweitenbereich auszeichnet. Es ist kein Lichtriese, man sollte auf ausreichend vorhandenes Licht für Aufnahmen aus der Hand achten. Mit nur 690g belastet es weder die Fototasche noch nimmt es auf Grund seiner schlanken Konstruktion mit der integrierten Gegenlichtblende samt abnehmbarem zweiteiligen 82mm Objektivdeckel viel Platz weg, im Gegenteil ist es sehr führig, auch das feine Oberflächenfinish trägt dazu bei. Der AF sitzt auf Anhieb, Vignettierung und anamorphe Krümmungen rechnet DxO sorgfältig heraus, was aber keinerlei Pflicht ist, manche Aufnahmen wirken mit dunkleren Rändern einfach besser.

Landschaften sind eine weitere Domäne, weil die für die Anfangsbrennweite typische Zeichnung dort weniger im Vordergrund steht. Wer nicht zwingend auf die Lichtstärke schaut, sollte bei einer SWW-Anschaffung dieses Objektiv mit in die engere Wahl für Vollformat einbeziehen.

(c) http://www.slowfoto.de/

FAQs Weite Winkel aufrichten

Frage: Welche Maßnahmen sind für Aufnahmen mit weiten Winkeln möglich, damit ein Bild besser wirkt?

slowfoto: Wenn der Standpunkt der Kamera regelmäßig nicht auf Augenhöhe mit dem Objekt liegt, kommt es durch eine Änderung der waagrechten optischen Achse zur weitwinkligen Perspektive auseinander- oder zusammenfallender Linien, die ibs. bei Architektur nicht immer die Zustimmung des Betrachters trifft. Abhilfe schaffen Shiftobjektive oder nachträgliche Korrekturen an der Bilddatei.

Die Abbildung (EOS 5D MK² EF 2.8 14 L) zeigt den Hildesheimer Markt gegen 9:30 bei 14mm Brennweite – Blende 8 – ISO 100 – 1/500sec und Mehrfeldmessung sowie -1/2LW Unterbelichtung zur Vermeidung von Spitzlichtern als JPG aus der Kamera (links oben).

Zunächst wurden die Bildfehler mit DxO korrigiert (rechts oben), dann das neue DxO Viewpoint angewendet (links unten) und parallel dazu das bekannte und kostenfreie Shift`N von Marcus Hebel (rechts unten). Beurteilen sollte der Betrachter idealerweise in der großen Ansicht, also einfach ein Bild anklicken.

Viewpoint bietet nicht nur – wie hier gezeigt – die vollständige Parallelisierung, sondern jegliche Zwischengrade, somit ist z.B. ein nur leicht weitwinkliger Eindruck erhaltbar und dieser ganz nach Wunsch des Betrachters. Zudem können diagonale und vertikale Verzeichnungen in Gesichtern, vor allem im Randbereich von superweitwinkligen Aufnahmen, dosiert anamorph korrigiert werden. Das Ganze ist ergänzt durch einige andere Features, ibs. das waagrechte und senkrechte Ausrichten oder die Bildgröße, alles in allem ein komfortables Angebot.

Shift`N bietet die automatische, präzise und vollständige Korrektur samt Beschnitt für denjenigen Anwender, der nur damit leben kann und will. Auch hier zeigt sich die zuvor erfolgte Nachentwicklung wie z.B. mit DxO als sinnvoll. DxO ViewPoint ist (wie DxO auch) als Trialversion runterzuladen, so kann man im Vergleich entscheiden.

http://www.marcus-hebel.de/index.html

http://www.dxo.com/de/photo

(c) www.slowfoto.de

Lauterbach und der Strolch – Vollformat Superweitwinkel 14mm 2.8 an der Canon EOS 5D

Lauterbach ist eine kleine Stadt in Oberhessen mit einem reizvollen Kern und vielen alten ansprechend sanierten Fachwerkhäusern und netten Geschäften. Die Lauter, an der der Strolch und sicher viele Andere nicht nur den Strumpf verloren haben, fließt mitten durch das Städchen und bietet eine tolle Kulisse auch für das gleichnamige Fest. Der Weg für die 29 Aufnahmen führte vom Marktplatz aus zur Lauter, dort an den Fachwerkhäusern entlang zum Hotel Schubert mit dem schnuggeligen Entennest direkt an der Lauter, weiter zur Adolf Spieß Turnhalle und zurück zur Stadtmühle und dem Stadtschloss der Familie Riedesel.

Der aufmerksame Besucher findet zu Fuß über- und regionale Gastronomie zu angemessenen Preisen und Kulturangebote zu Hauf in der Jugendstil-Halle sowie vielfältige Freizeitangebote. Die politische VB-Jumelage mit Alsfeld auf Kreisebene ist wohl wegen der Entfernung von fast 20Km gründlich schiefgelaufen und besteht nicht nur aber sichtbar im Verlust der alten KFZ-Nummernschilder ALS und LAT.

http://de.wikipedia.org/wiki/Lauterbach_(Hessen)

Bilddaten:

– Kamera: EOS 5D (die Alte, also `MkI´)
– Objektiv: walimexpro 14mm 2.8
– Blende: F4-11
– Belichtungszeit: [M] 1/60-1.000sec
– Empfindlichkeit: [auto] oder ISO 100 – 800
– Belichtungskorrekturen: -1 bis -3 LW
– Brennweite: 14mm
– Entfernungen: ca. 1m bis unendlich
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: DxO

D Lauterbach Hessen 11:00 bis 12:10

SuperWeitWinkel (SWW) Objektive gehören in die Kategorie besondere Gläser, sie sind aufwändig korrigiert und zeichnen ein winkeltreues Bild, dass unseren Augen vertraut ist. Bei allen weitwinkligen Objektiven sind mehr oder weniger tonnenförmige Verzeichnungen vorhanden, bei offener Blende besteht zudem eine sichtbare Verschattung in den Bildecken. Diese Bildfehler können in der Nachentwicklung von geeigneten Programmen herausgerechnet oder mittlerweile oft schon in der Kamera korrigiert werden (Vignettierung). Das EXIF basierte DxO verrechnet bei manuellen Objektiven (non EF resp. non EF-S) `nur´ die Belichtungs-, aber keine weiteren optischen Bildfehler, weil nicht alle dafür notwendigen Objektivdaten übertragen werden und diese Objektive nicht gelistet sind. Dennoch können auch diese Aufnahmen manuell mit DxO korrigiert werden, vor allem als RAW Datei und wenn die neue DxO Version 7 angewendet wird.

Mein altes und damals bedeutendes Weitwinkelzoom ist das kompakte und DxO fähige EF 3.5-5.6 20-35mm, das ich auch heute noch gerne einsetze, wenn ich das größere EF 2.8 16-35mm L zuhause lasse. Canon bietet aktuell die Festbrennweite EF 2.8 14mm L als automatisches Objektiv, allerdings und sicher zu Recht in einer anderen Preisklasse angesiedelt.

Mit dem manuellen walimexpro 14mm 2.8 habe ich viele Erfahrungen an der EOS 5D sammeln können, wobei mir das langsame Fotografieren aus der manuellen Zeit geholfen hat. Nach einer Eingewöhnung, besser re-learning by doing, denn früher waren manuelle Einstellungen gang und gäbe, habe ich einen Weg gefunden, mit dieser lichtstarken Festbrennweite sinnvoll zu arbeiten. Gewisse Voreinstellungen bedürfen nur einer exakten Messung vor der eigentlichen Aufnahme:

  • Nahe Entfernungen werden bei offener Blende F2.8 visuell eingestellt, obwohl die aktuellen Einstellscheiben dieses Vorgehen nur suboptimal unterstützen, die Klassiker mit Schnittbild waren geeigneter. Diese Entfernungseinstellungen sollten sehr sorgfältig vorgenommen werden. Ab 3m kann man schätzen und in Abhängigkeit von der passenden Blende auf 3m oder unendlich am glücklicherweise sattgängigen Ring wählen, womit wie bei der Blende eine ungewollte Veränderung wegen Leichtgängigkeit zuverlässig vermieden wird.
  • Eine Messaufnahme z.B. im [M]-Programm genügt, um den sinnvollen ISO Wert vorab einzustellen, beim Vollformatsensor darf er auch >1.000 liegen. Die Abhängigkeit von der Tageszeit ist hier so auffällig wie richtig. Der ISO Wert sollte eine gut haltbare Belichtungszeit bei dem gewünschten Blendenwert ermöglichen, statische Motive vertragen durchaus 1/60sec. Für die Reportage sind 1/250sec bei ISO 400 und mehr einfacher im Handling.
  • Die manuelle Blende sollte je nach Objekt und vorhandenem Licht gewählt werden, ab F11 ist bei der ultrakurzen Brennweite kein signifikanter Gewinn an Schärfentiefe zu erwarten. F2.8 ermöglicht viele Aufnahmen noch bei wenig Licht. Eine konsequente Unterbelichtung von 2-3 Blendenwerten ergibt an dieser Kamera satte Farben. Eine zusätzliche Schärfentiefenskala in Abhängigkeit von der Blende hätte am Objektiv Platz und wäre für die Voreinstellung wünschenswert.
  • Die zweite Variante wäre über die manuell veränderte Belichtungszeit. Ich ziehe allerdings die zuvor angeführte Korrektur über den Blendenring am Objektiv vor.
  • Erstellt werden die Aufnahmen letztlich im [C]ustom Programm als 3-shot AEB, die Erfahrung zeigt, das eine dieser drei gezielt -3 -2 und -1 unterbelichteten Aufnahmen die Bandbreite des Histogramm gut nutzt. Einstellungstipp dazu: AEB auf -1 0 +1 Blendenwerte, Gesamtbelichtung auf -2 Blendenwerte. Feinere Abstufungen sind nach meinen Erfahrungen nicht sinnvoll, denn in mäßig unterbelichteten Partien zeichnet DxO sehr gut durch, ohne dass es sichtbar rauscht.

Alternativ ist die klassische Handbelichtungsmessung (GOSSEN Digipro F oder Digiflash, dieser Winzling passt auch per Adapter in den Blitzschuh, siehe unten) wie auch die externe Entfernungsmessung (LEITZ Schnittbildmesser) möglich. Punktgenaue oder Spotmessungen sind bei der extrem unterschiedlichen Fülle an Licht für den Sensor m.E. nicht sinnvoll.

So gerüstet, dient die gute alte EOS 5D als veritabler Body für die superweiten Aufnahmen.

Zum walimexpro 14mm 1:2.8 ED AS IF UMC EOS bleibt zu sagen, dass die Farbwiedergabe mit meinen vorgewählten Einstellungen – siehe link dazu unten – untadelig und im Vergleich zu parallelen EF Aufnahmen unauffällig ist, was für mich einem hohen Niveau gleichkommt, wobei ich meinen (und anderen kritischen) Augen traue und deshalb auf die Bewertung jedes einzelnen Pixel verzichte. Mit F11 sind die Resultate selbst bei Empfindlichkeiten von ISO 1.000 akkurat. Höhere Empfindlichkeiten lassen sich mit DxO7 augenfällig entrauschen.

https://slowfoto.wordpress.com/2010/09/03/canon-eos-5d-einstellungen/

https://slowfoto.wordpress.com/2011/07/25/belichtungsmessung-aktuell-whats-go-ssen-on-teil-2/

http://www.foto-walser.biz/shop/Kategorie/8/Objektiv.htm

(c) http://www.slowfoto.de/

My Frankfurt uff de Gass – mit dem 14mm Vollformat Superweitwinkel walimexpro

Frankfurt am Main bietet dem Besucher außer Bahnhof, Dom, Kaiserstrasse, Messe, Römer, Skyline und Zeil viel sehens- und l(i)ebenswertes Ambiente, wir sind dort regelmäßig unterwegs, sei es mit dem Fahrrad, zu Fuß oder den Rhein Main Verkehrsbetrieben. Trotz der internationalen Bedeutung hat sich FFM als eher kleinere Weltmetropole einen heimeligen Charakter bewahrt, der sich in den eingemeindeten alten Vorstädtchen wie auch in der Innenstadt findet, als unspektakuläre Beispiele der quirlige Oederweg mit der Unzahl kleinerer Geschäfte und Lokalitäten im Norden oder die belebte Textorstrasse in Sachsenhausen auf der Südseite des Maines. Der imposante Flughafen reizt mich weniger…

Die vorliegenden 60 Aufnahmen stammen diesmal von einem mehrstündigen Gang von der Zeil zum Schillerplatz, zur Hauptwache und durch das Bankenviertel während der ATTAK-occupy Demonstration zum Bahnhof und über die Kaiserstrasse zurück. Die manchmal eher düstere Stimmung ist nicht zuletzt auch auf die Witterung zurückzuführen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurt_am_Main

Bilddaten:

– Kamera: EOS  5D MkII
– Objektiv: walimexpro 2.8 14mm
– Blende: F4-8-11
– Belichtungszeit: [Tv] 1/60-1.000sec
– Empfindlichkeit: [auto]  ISO 100 – 1.000
– Belichtungskorrekturen: -1/2 LW
– Brennweite: 14mm
– Entfernungen: min 28cm bis unendlich
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: DxO

D Frankfurt am Main 14-16 Uhr

SuperWeitWinkel (SWW) Objektive gehören in die Kategorie besondere Linsen. Sie sind aufwändig korrigiert und produzieren ein winkeltreues Bild, dass unseren Augen vertraut ist. Wie bei allen WW sind mehr oder weniger tonnenförmige Verzeichnungen vorhanden, bei offener Blende besteht zudem eine sichtbare Verschattung in den Bildecken, die sogenannte Vignettierung. Bildfehler können in der Nachentwicklung von geeigneten Programmen herausgerechnet werden. Das EXIF basierte DxO korrigiert bei manuellen Objektiven `nur´ die Belichtungs-, aber keine weiteren optischen Bildfehler, weil nicht alle dafür notwendigen Objektivdaten übertragen werden.

Canon bietet aktuell die Festbrennweite EF 2.8 14mm L als automatisches Objektiv, allerdings und sicher zu Recht in einer anderen Preisklasse angesiedelt.

Mit dem manuellen walimexpro 14mm 2.8 habe ich schon Erfahrungen an der EOS 5D sammeln können. Gerechterweise muss ich gestehen, dass ich nur ungern auf alle Automatiken verzichten mochte, den Autofokus, die Belichtungsmessung wie auch die auto ISO der EOS 5D Mk II betreffend. Hier mein Vorgehen:

  • Nahe Entfernungen werden bei offener Blende F2.8 visuell eingestellt, obwohl die aktuellen Einstellscheiben dieses Vorgehen nur suboptimal unterstützen, die Klassiker mit Schnittbild waren geeigneter. Diese Entfernungseinstellungen sollten sehr sorgfältig vorgenommen werden. Ab 3m kann man schätzen und in Abhängigkeit von der passenden Blende auf 3m oder unendlich am glücklicherweise sattgängigen Ring wählen, womit wie bei der Blende eine ungewollte Veränderung wegen Leichtgängigkeit zuverlässig vermieden wird. Eine zusätzliche Schärfentiefenskala in Abhängigkeit von der Blende hätte am Objektiv Platz und wäre für die Voreinstellung wünschenswert.
  • Für die EOS 5D Mk II habe ich einen Weg gefunden, relativ schnell mit dieser lichtstarken Festbrennweite im [Tv] Programm zu arbeiten. Zuerst fällt die Entscheidung für eine bestimmte Belichtungszeit, in Abhängigkeit von den Anforderungen, statische Motive vertragen durchaus 1/60sec, für die Reportage sind 1/250sec und kürzer sicherer im Handling. Diese Voreinstellung bedarf nur noch einer exakten Messung vor der eigentlichen Aufnahme, zur Information über den Korridor Blende zu ISO Kombination. Die äußerst komfortable Möglichkeit unter Nutzung der ISO-Automatik ergibt sich also mit voreingestellter Zeit im [Tv] Programm, auto ISO und je nach Motiv oder Tageszeit manueller Vorwahl der Blende. Allerdings genügt an der 5DII eine generelle Unterbelichtung von -½ LW für satte Farben und Kontraste!

Alternative wäre die klassische Handbelichtungsmessung (GOSSEN Digipro F oder Digiflash, dieser Winzling passt auch per Adapter in den Blitzschuh) wie auch die externe Entfernungsmessung (LEITZ Schnittbildmesser) möglich. Punktgenaue oder Spotmessungen sind bei der extrem unterschiedlichen Fülle an Licht für den Sensor m.E. nicht sinnvoll. So gerüstet, dient die EOS 5D Mk II als Halbautomat in der Belichtung und Empfindlichkeit für die superweiten Aufnahmen, weshalb ich dieser Kombination mittlerweile den Vorzug gegenüber der EOS 5D gebe.

Zum walimexpro 14mm 1:2.8 ED AS IF UMC EOS bleibt zu sagen, dass die Farbwiedergabe mit meinen vorgewählten Einstellungen – siehe link dazu unten – untadelig und im Vergleich zu parallelen EF Aufnahmen unauffällig ist, was für mich einem hohen Niveau gleichkommt, wobei ich meinen (und anderen kritischen) Augen traue und deshalb auf die Bewertung jedes einzelnen Pixel verzichte: Mit F11 sind die Resultate selbst bei Empfindlichkeiten von ISO 1000 akkurat. Wichtig ist die präzise Entfernungseinstellung ibs. wenn es sich um nahe Objekte handelt.

https://slowfoto.wordpress.com/2010/09/03/canon-eos-5d-mkii-einstellungen/

http://www.foto-walser.biz/shop/Artikel/3581/85/walimex_pro_14_2_8_Weitwinkelobjektiv_fuer_Canon_EF.htm

(c) http://www.slowfoto.de/

„walimex pro“ – eine Alternative?

Zwei spezielle Vollformat-Objektive von  Foto-Walser (link s.u.) haben mich auf Grund der technischen Daten wie auch der Preise interessiert, ein lichtstarkes 14mm Superweitwinkel und ein handliches 500mm Spiegeltele, beide „made in Korea“ wie alle Objektive aus dieser walimex-Serie: 

 

  • 14mm 2.8 ED AS IF UMC EOS – Frontlinse ca. 80mm – fest eingebaute Streulichtblende mit Objektivdeckel – 596g mit EF Anschluss € 320.-
  • Bilddaten F2.8 f14mm 1/8sec ISO3.200 DxO

  • 500mm 6.3 – Filter 95mm – Frontdeckel – 735g mit T2 zu EF Adapter € 170.-
  • Bilddaten F6.3 f500mm 1/500sec ISO400 unbearbeitet

Nach meinen exzellenten Erfahrungen mit dem Canon EF 14mm 2.8 L war ich gespannt, ob ein Objektiv mit manuell einzustellender Arbeitsblende und Entfernung optisch im kritischen Superweitwinkelbereich einigermaßen mithalten kann.

  • Bilddaten 5DII F2.8 f14mm F19 1/45sec ISO100 DxO

Als Telebrennweite bevorzuge ich eher „unauffällige“ Zoome wie das EF 70-300 4.5-5.6 DO IS, das mit einer konzentrisch geschliffenen Diffraktions-Linse („Leuchtturmtechnik“) für eine sehr kurze und damit unauffällige Bauart zeichnet. Zudem habe ich ausgezeichnete Erfahrungen mit dem EF 100-400 L IS gesammelt. Die Spiegeltechnik ist im Telebereich als Alternative schon lange verbreitet und sorgt für ebenfalls kurze Bauweisen, Abblenden ist hier, wenn man dabei überhaupt von Blende sprechen kann, nur über (Grau-)Filter möglich.

Als Gehäuse kamen die Canon EOS 5D (500mm) und 5D Mark II mit 21 MPI (14mm) zum Einsatz. Beides sicher gut geeignete Kameras als Grundlage für jeden Vergleich. Insbesondere für die vorliegenden Objektiv-Kamera Kombinationen ist der weit nutzbare (und bei der MkII automatische) ISO-Bereich ein Vorteil.

Ausstattung und Handling

Das 14mm Superweitwinkel erinnert an altbekannte Objektivausführungen mit frontalem Ring für die manuelle Entfernungseinstellung und ist technisch als Innen-Fokusierung ausgelegt. Dahinter findet sich der Ring für die Blendenwahl von 2.8-22, mit Zwischenwerten bis 16. Das walimex Superweitwinkel liegt ausgesprochen gut in der Hand, die sich von selbst nach vorn an der fest eingebauten Streulichtblende orientiert. Das Objektiv wird für Canon Bodies mit EF- (und je nach Wahl mit anderem firmenspezifischem) Bajonett sowie Front- und Rückdeckel und einem eher dünnen Transport-Beutelchen geliefert. Eingerastet ist der Sitz an der Kamera satt und fest.

Beim 500mm Spiegeltele ist zunächst Basteln angesagt, denn es wird mit einem sogenannten T2 Adapter – und dieser leider ohne Rückdeckel – ausgeliefert! Der Adapter wird auf das rückseitige metrische Gewinde des Teleobjektives aufgeschraubt und sollte dann nach dem Lösen von drei kleinen Schrauben so weit gedreht werden, dass die Entfernungsmarkierung mittig oben liegt. Dieser T2 zu EF Adapter hat etwas Rotationsspiel an der 5DII, was bei der manuellen Entfernungseinstellung zu hörbarem Klacken führt. Der Hersteller spart bei dieser Bauweise zwar firmenspezifische Bajonette am Objektivkörper, sollte m.E. aber auf bündige Adapter mit geeignetem Design achten, die auch ohne Stufe optisch zum Objektiv abschließen und zudem „satt“ passen.

Optische Ergebnisse

Ist die Entfernung bereits grob voreingestellt, vermisst man beim Blick durch den Sucher der Kamera für die Feineinstellung den Schnittbildentfernungsmesser aus alten Zeiten. Anders als beim Superweitwinkel ist beim Spiegeltele punktgenaue Entfernungseinstellung ein unverzichtbares Thema, hier hilft der moderne Live-View mit Bildvergrößerung („Tele-Lupe“). Genau darin liegt auch der Bauart bedingte Hauptunterschied zu modernen Autofokusobjektiven: Schnelle Serienbilder mit präzise nachgeführtem Autofokus gibt es nicht, einzelne >slowfotos< sind angesagt!

Die Naheinstellgrenze des Superweitwinkels beträgt 28cm, die des Spiegelteles nur 2m, was formatfüllend kleinsten Objektgrößen von 8x12cm entspricht.

Zur Belichtung: Ich bevorzuge bei den Canon EF Objektiven gerne eine halbe Blende Unterbelichtung für sattere Farben. Die beiden walimex pro Objektive führen mit unkorrigierten Belichtungswerten für meinen Geschmack zum gewünschten Ergebnis. Die Farbwiedergabe ist mit meinen bewährten Voreinstellungen (s.a. https://slowfoto.wordpress.com/category/s-l-o-w-f-o-t-o-einstellungstipps/ ) untadelig.

Zur Leistung

  • 14mm: Die Bildqualität ist bei offener Blende und 1/30sec Belichtungszeit aus der Hand gut, auch bei geringem vorhandenem Licht mit Hilfe der ISO-Automatik. Nachträgliche Korrekturen mit Entwicklungs-Software wie z.B. DxO sind bei weiten Winkeln oft vonnöten. Mit fixen Einstellungen für Blende, Entfernung und Zeit lässt sich auf diese Weise recht schnell fotografieren. Eine ideale Verwendung dieses manuellen Objektivs findet sich beim Videografieren, sei es aus der Hand oder vom Stativ, vor allem wegen des weiten Winkels und der damit verbundenen Schärfentiefe, Festbrennweiten sind dabei gegenüber Zoomen für dSLR von Vorteil. In geschlossenen Räumen spielt diese kurze Brennweite ihre besonderen Vorteile aus: Hier zählt jeder Millimeter, allerdings sollte die Ausrichtung der Kamera wie bei jedem Super-Weitwinkel überlegt und sorgfältig erfolgen, um zu intensiv stürzende Linien zu vermeiden oder nahe Objektdetails un- oder beabsichtigt besonders zu betonen.    
  • 500mm: Länger als mit 1/500sec Belichtungszeit geht mit Vollformaten nichts aus der Hand, und das auch nur im weiter entfernten Bereich. Aufgelegt oder mit (notfalls auch Einbein-) Stativ sind auch bei 1/250sec Nahaufnahmen möglich. Gerade hier hilft die Tele-Lupe des Live-View um die Schärfenebene exakt zu legen. Es ist müßig, bei einem Spiegelobjektiv über Blendenwerte zu sprechen – mit modernen dSLR-Kamera kann fehlendes Licht bis zu einem gewissen Grade über höhere ISO-Empfindlichkeiten ausgeglichen werden. Alternativ lässt sich natürlich auch das [M] Programm mit allen manuellen Einstellungen nutzen.

Fazit

Wer seine Aufnahmen regelmäßig bei gutem Licht erstellt und/oder einen rauscharmen Sensor nutzt, hat mit dem walimex pro 14mm 2.8 ED AS IF UMC ein manuelles Vollformat Superweitwinkelobjektiv zu einem Preis, der gebrauchten Originalobjektiven oder Zoomen etablierter Hersteller nahekommt, wenn man von neuen, speziell nur für den Crop-Sensor gerechneten Objektiven absieht.

Das sehr kostengünstige walimex pro 500mm 6.3 Spiegel-Teleobjektiv ist auf Grund der aktuellen, schnittbildlosen Mattscheiben, vor allem Liebhabern dieser optischen Variante in der Verwendung auf einem Stativ und in Verbindung mit dem Live-View zu empfehlen.

Dazu mehr unter https://slowfoto.wordpress.com/2011/01/27/wie-wichtig-ist-der-autofokus/

(c) www.slowfoto.de

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