Lauterbach und der Strolch – Vollformat Superweitwinkel 14mm 2.8 an der Canon EOS 5D

Lauterbach ist eine kleine Stadt in Oberhessen mit einem reizvollen Kern und vielen alten ansprechend sanierten Fachwerkhäusern und netten Geschäften. Die Lauter, an der der Strolch und sicher viele Andere nicht nur den Strumpf verloren haben, fließt mitten durch das Städchen und bietet eine tolle Kulisse auch für das gleichnamige Fest. Der Weg für die 29 Aufnahmen führte vom Marktplatz aus zur Lauter, dort an den Fachwerkhäusern entlang zum Hotel Schubert mit dem schnuggeligen Entennest direkt an der Lauter, weiter zur Adolf Spieß Turnhalle und zurück zur Stadtmühle und dem Stadtschloss der Familie Riedesel.

Der aufmerksame Besucher findet zu Fuß über- und regionale Gastronomie zu angemessenen Preisen und Kulturangebote zu Hauf in der Jugendstil-Halle sowie vielfältige Freizeitangebote. Die politische VB-Jumelage mit Alsfeld auf Kreisebene ist wohl wegen der Entfernung von fast 20Km gründlich schiefgelaufen und besteht nicht nur aber sichtbar im Verlust der alten KFZ-Nummernschilder ALS und LAT.

http://de.wikipedia.org/wiki/Lauterbach_(Hessen)

Bilddaten:

– Kamera: EOS 5D (die Alte, also `MkI´)
– Objektiv: walimexpro 14mm 2.8
– Blende: F4-11
– Belichtungszeit: [M] 1/60-1.000sec
– Empfindlichkeit: [auto] oder ISO 100 – 800
– Belichtungskorrekturen: -1 bis -3 LW
– Brennweite: 14mm
– Entfernungen: ca. 1m bis unendlich
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: DxO

D Lauterbach Hessen 11:00 bis 12:10

SuperWeitWinkel (SWW) Objektive gehören in die Kategorie besondere Gläser, sie sind aufwändig korrigiert und zeichnen ein winkeltreues Bild, dass unseren Augen vertraut ist. Bei allen weitwinkligen Objektiven sind mehr oder weniger tonnenförmige Verzeichnungen vorhanden, bei offener Blende besteht zudem eine sichtbare Verschattung in den Bildecken. Diese Bildfehler können in der Nachentwicklung von geeigneten Programmen herausgerechnet oder mittlerweile oft schon in der Kamera korrigiert werden (Vignettierung). Das EXIF basierte DxO verrechnet bei manuellen Objektiven (non EF resp. non EF-S) `nur´ die Belichtungs-, aber keine weiteren optischen Bildfehler, weil nicht alle dafür notwendigen Objektivdaten übertragen werden und diese Objektive nicht gelistet sind. Dennoch können auch diese Aufnahmen manuell mit DxO korrigiert werden, vor allem als RAW Datei und wenn die neue DxO Version 7 angewendet wird.

Mein altes und damals bedeutendes Weitwinkelzoom ist das kompakte und DxO fähige EF 3.5-5.6 20-35mm, das ich auch heute noch gerne einsetze, wenn ich das größere EF 2.8 16-35mm L zuhause lasse. Canon bietet aktuell die Festbrennweite EF 2.8 14mm L als automatisches Objektiv, allerdings und sicher zu Recht in einer anderen Preisklasse angesiedelt.

Mit dem manuellen walimexpro 14mm 2.8 habe ich viele Erfahrungen an der EOS 5D sammeln können, wobei mir das langsame Fotografieren aus der manuellen Zeit geholfen hat. Nach einer Eingewöhnung, besser re-learning by doing, denn früher waren manuelle Einstellungen gang und gäbe, habe ich einen Weg gefunden, mit dieser lichtstarken Festbrennweite sinnvoll zu arbeiten. Gewisse Voreinstellungen bedürfen nur einer exakten Messung vor der eigentlichen Aufnahme:

  • Nahe Entfernungen werden bei offener Blende F2.8 visuell eingestellt, obwohl die aktuellen Einstellscheiben dieses Vorgehen nur suboptimal unterstützen, die Klassiker mit Schnittbild waren geeigneter. Diese Entfernungseinstellungen sollten sehr sorgfältig vorgenommen werden. Ab 3m kann man schätzen und in Abhängigkeit von der passenden Blende auf 3m oder unendlich am glücklicherweise sattgängigen Ring wählen, womit wie bei der Blende eine ungewollte Veränderung wegen Leichtgängigkeit zuverlässig vermieden wird.
  • Eine Messaufnahme z.B. im [M]-Programm genügt, um den sinnvollen ISO Wert vorab einzustellen, beim Vollformatsensor darf er auch >1.000 liegen. Die Abhängigkeit von der Tageszeit ist hier so auffällig wie richtig. Der ISO Wert sollte eine gut haltbare Belichtungszeit bei dem gewünschten Blendenwert ermöglichen, statische Motive vertragen durchaus 1/60sec. Für die Reportage sind 1/250sec bei ISO 400 und mehr einfacher im Handling.
  • Die manuelle Blende sollte je nach Objekt und vorhandenem Licht gewählt werden, ab F11 ist bei der ultrakurzen Brennweite kein signifikanter Gewinn an Schärfentiefe zu erwarten. F2.8 ermöglicht viele Aufnahmen noch bei wenig Licht. Eine konsequente Unterbelichtung von 2-3 Blendenwerten ergibt an dieser Kamera satte Farben. Eine zusätzliche Schärfentiefenskala in Abhängigkeit von der Blende hätte am Objektiv Platz und wäre für die Voreinstellung wünschenswert.
  • Die zweite Variante wäre über die manuell veränderte Belichtungszeit. Ich ziehe allerdings die zuvor angeführte Korrektur über den Blendenring am Objektiv vor.
  • Erstellt werden die Aufnahmen letztlich im [C]ustom Programm als 3-shot AEB, die Erfahrung zeigt, das eine dieser drei gezielt -3 -2 und -1 unterbelichteten Aufnahmen die Bandbreite des Histogramm gut nutzt. Einstellungstipp dazu: AEB auf -1 0 +1 Blendenwerte, Gesamtbelichtung auf -2 Blendenwerte. Feinere Abstufungen sind nach meinen Erfahrungen nicht sinnvoll, denn in mäßig unterbelichteten Partien zeichnet DxO sehr gut durch, ohne dass es sichtbar rauscht.

Alternativ ist die klassische Handbelichtungsmessung (GOSSEN Digipro F oder Digiflash, dieser Winzling passt auch per Adapter in den Blitzschuh, siehe unten) wie auch die externe Entfernungsmessung (LEITZ Schnittbildmesser) möglich. Punktgenaue oder Spotmessungen sind bei der extrem unterschiedlichen Fülle an Licht für den Sensor m.E. nicht sinnvoll.

So gerüstet, dient die gute alte EOS 5D als veritabler Body für die superweiten Aufnahmen.

Zum walimexpro 14mm 1:2.8 ED AS IF UMC EOS bleibt zu sagen, dass die Farbwiedergabe mit meinen vorgewählten Einstellungen – siehe link dazu unten – untadelig und im Vergleich zu parallelen EF Aufnahmen unauffällig ist, was für mich einem hohen Niveau gleichkommt, wobei ich meinen (und anderen kritischen) Augen traue und deshalb auf die Bewertung jedes einzelnen Pixel verzichte. Mit F11 sind die Resultate selbst bei Empfindlichkeiten von ISO 1.000 akkurat. Höhere Empfindlichkeiten lassen sich mit DxO7 augenfällig entrauschen.

https://slowfoto.wordpress.com/2010/09/03/canon-eos-5d-einstellungen/

https://slowfoto.wordpress.com/2011/07/25/belichtungsmessung-aktuell-whats-go-ssen-on-teil-2/

http://www.foto-walser.biz/shop/Kategorie/8/Objektiv.htm

(c) http://www.slowfoto.de/

s l o w f o t o der Woche (KW 49 2011)

Natur im Herbst in voller Pracht!

Superweitwinkel eignen sich besonders für die Darstellung ab der eigenen Position bis zum Horizont. Diese vollformatige Aufnahme entstand mit f14mm Festbrennweite.

Bilddaten:

– Kamera: EOS 5DII
– Objektiv: walimexpro 2.8 14mm
– Blende: F8 manuell
– Belichtungszeit: [Tv] 1/250sec
– Empfindlichkeit: [auto] ISO 100
– Belichtungskorrektur: -0,5LW
– Brennweite: 14mm
– Entfernung zum Fokus: unendlich
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bildbearbeitung: DxO

D Alsfeld Seibelsdorf 14:00

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My Frankfurt uff de Gass – mit dem 14mm Vollformat Superweitwinkel walimexpro

Frankfurt am Main bietet dem Besucher außer Bahnhof, Dom, Kaiserstrasse, Messe, Römer, Skyline und Zeil viel sehens- und l(i)ebenswertes Ambiente, wir sind dort regelmäßig unterwegs, sei es mit dem Fahrrad, zu Fuß oder den Rhein Main Verkehrsbetrieben. Trotz der internationalen Bedeutung hat sich FFM als eher kleinere Weltmetropole einen heimeligen Charakter bewahrt, der sich in den eingemeindeten alten Vorstädtchen wie auch in der Innenstadt findet, als unspektakuläre Beispiele der quirlige Oederweg mit der Unzahl kleinerer Geschäfte und Lokalitäten im Norden oder die belebte Textorstrasse in Sachsenhausen auf der Südseite des Maines. Der imposante Flughafen reizt mich weniger…

Die vorliegenden 60 Aufnahmen stammen diesmal von einem mehrstündigen Gang von der Zeil zum Schillerplatz, zur Hauptwache und durch das Bankenviertel während der ATTAK-occupy Demonstration zum Bahnhof und über die Kaiserstrasse zurück. Die manchmal eher düstere Stimmung ist nicht zuletzt auch auf die Witterung zurückzuführen.

http://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurt_am_Main

Bilddaten:

– Kamera: EOS  5D MkII
– Objektiv: walimexpro 2.8 14mm
– Blende: F4-8-11
– Belichtungszeit: [Tv] 1/60-1.000sec
– Empfindlichkeit: [auto]  ISO 100 – 1.000
– Belichtungskorrekturen: -1/2 LW
– Brennweite: 14mm
– Entfernungen: min 28cm bis unendlich
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bilderbearbeitung: DxO

D Frankfurt am Main 14-16 Uhr

SuperWeitWinkel (SWW) Objektive gehören in die Kategorie besondere Linsen. Sie sind aufwändig korrigiert und produzieren ein winkeltreues Bild, dass unseren Augen vertraut ist. Wie bei allen WW sind mehr oder weniger tonnenförmige Verzeichnungen vorhanden, bei offener Blende besteht zudem eine sichtbare Verschattung in den Bildecken, die sogenannte Vignettierung. Bildfehler können in der Nachentwicklung von geeigneten Programmen herausgerechnet werden. Das EXIF basierte DxO korrigiert bei manuellen Objektiven `nur´ die Belichtungs-, aber keine weiteren optischen Bildfehler, weil nicht alle dafür notwendigen Objektivdaten übertragen werden.

Canon bietet aktuell die Festbrennweite EF 2.8 14mm L als automatisches Objektiv, allerdings und sicher zu Recht in einer anderen Preisklasse angesiedelt.

Mit dem manuellen walimexpro 14mm 2.8 habe ich schon Erfahrungen an der EOS 5D sammeln können. Gerechterweise muss ich gestehen, dass ich nur ungern auf alle Automatiken verzichten mochte, den Autofokus, die Belichtungsmessung wie auch die auto ISO der EOS 5D Mk II betreffend. Hier mein Vorgehen:

  • Nahe Entfernungen werden bei offener Blende F2.8 visuell eingestellt, obwohl die aktuellen Einstellscheiben dieses Vorgehen nur suboptimal unterstützen, die Klassiker mit Schnittbild waren geeigneter. Diese Entfernungseinstellungen sollten sehr sorgfältig vorgenommen werden. Ab 3m kann man schätzen und in Abhängigkeit von der passenden Blende auf 3m oder unendlich am glücklicherweise sattgängigen Ring wählen, womit wie bei der Blende eine ungewollte Veränderung wegen Leichtgängigkeit zuverlässig vermieden wird. Eine zusätzliche Schärfentiefenskala in Abhängigkeit von der Blende hätte am Objektiv Platz und wäre für die Voreinstellung wünschenswert.
  • Für die EOS 5D Mk II habe ich einen Weg gefunden, relativ schnell mit dieser lichtstarken Festbrennweite im [Tv] Programm zu arbeiten. Zuerst fällt die Entscheidung für eine bestimmte Belichtungszeit, in Abhängigkeit von den Anforderungen, statische Motive vertragen durchaus 1/60sec, für die Reportage sind 1/250sec und kürzer sicherer im Handling. Diese Voreinstellung bedarf nur noch einer exakten Messung vor der eigentlichen Aufnahme, zur Information über den Korridor Blende zu ISO Kombination. Die äußerst komfortable Möglichkeit unter Nutzung der ISO-Automatik ergibt sich also mit voreingestellter Zeit im [Tv] Programm, auto ISO und je nach Motiv oder Tageszeit manueller Vorwahl der Blende. Allerdings genügt an der 5DII eine generelle Unterbelichtung von -½ LW für satte Farben und Kontraste!

Alternative wäre die klassische Handbelichtungsmessung (GOSSEN Digipro F oder Digiflash, dieser Winzling passt auch per Adapter in den Blitzschuh) wie auch die externe Entfernungsmessung (LEITZ Schnittbildmesser) möglich. Punktgenaue oder Spotmessungen sind bei der extrem unterschiedlichen Fülle an Licht für den Sensor m.E. nicht sinnvoll. So gerüstet, dient die EOS 5D Mk II als Halbautomat in der Belichtung und Empfindlichkeit für die superweiten Aufnahmen, weshalb ich dieser Kombination mittlerweile den Vorzug gegenüber der EOS 5D gebe.

Zum walimexpro 14mm 1:2.8 ED AS IF UMC EOS bleibt zu sagen, dass die Farbwiedergabe mit meinen vorgewählten Einstellungen – siehe link dazu unten – untadelig und im Vergleich zu parallelen EF Aufnahmen unauffällig ist, was für mich einem hohen Niveau gleichkommt, wobei ich meinen (und anderen kritischen) Augen traue und deshalb auf die Bewertung jedes einzelnen Pixel verzichte: Mit F11 sind die Resultate selbst bei Empfindlichkeiten von ISO 1000 akkurat. Wichtig ist die präzise Entfernungseinstellung ibs. wenn es sich um nahe Objekte handelt.

https://slowfoto.wordpress.com/2010/09/03/canon-eos-5d-mkii-einstellungen/

http://www.foto-walser.biz/shop/Artikel/3581/85/walimex_pro_14_2_8_Weitwinkelobjektiv_fuer_Canon_EF.htm

(c) http://www.slowfoto.de/

s l o w f o t o der Woche (KW 48 2011)

Diese Diashow benötigt JavaScript.

KnitHerStory – Guerilla Knitting Projekt zur Sichbarmachung von Frauengeschichte(n) im Öffentlichen Raum:  Die strickenden Frauen haben mit der Einschätzung zu kämpfen, ob Strick Kunst oder Müll ist, ob Strick verbleibt oder entsorgt wird. Diese Aufnahme aus der Frankfurter Innenstadt ermöglicht die eigene Wertung.

Die originale 14mm Aufnahme wurde einmal mit DxO nachentwickelt und zum zweiten mit ShiftN (unter Verlust) gerade gerückt und anschließend mit PS optimiert.

http://strickistinnen.blogspot.com/

Bilddaten:

– Kamera: EOS 5DII
– Objektiv: walimexpro 2.8 14mm
– Blende: F8 manuell
– Belichtungszeit: [Tv] 1/125sec
– Empfindlichkeit: [auto] ISO 320
– Belichtungskorrektur: -0,5LW
– Brennweite: 14mm
– Entfernung zum Fokus: 5m
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bildbearbeitung: DxO <-> ShiftN PS

D Frankfurt am Main ‏‎14:10

(c) http://www.slowfoto.de/

s l o w f o t o der Woche (KW 47 2011)

Bilddaten:

– Kamera: EOS 5DII
– Objektiv: walimexpro 2.8 14mm
– Blende: F11 manuell
– Belichtungszeit: [Tv] 1/90sec
– Empfindlichkeit: [auto] ISO 100
– Belichtungskorrektur: -0,5LW
– Brennweite: 14mm
– Entfernung zum Fokus: unendlich
– Belichtungsmessart: Integral
– Bildstil: Snapshot
– Bildbearbeitung: unbearbeitet

D Frankfurt am Main ‏‎15:15

Vor dem >alten< Gebäude der €uropäischen Zentralbank im Frankfurter Bankenviertel ist die Zeltstadt als gemeinsame Demonstration von Attac/Occupy aufgebaut. Der Neubau für die EZB entsteht auf dem Gelände der alten Markthalle, im Volksmund wegen der hallenhaften Bauweise >Gemüskerch< genannt, im Frankfurter Osten am Mainufer und nur noch 911m bis zur Porsche Niederlassung entfernt.

Die Canon EOS 5D MkII eignet sich für die Anwendung manueller Objektive wie dem lichtstarken walimexpro 14/2.8 insofern besonders, als unter Nutzung der ISO-Automatik Aufnahmen mit voreingestellter Belichtungszeit [Tv] und variabler Blende relativ schnell erstellt werden können. Die Farbwiedergabe und Schärfeleistung sind auf hohem Niveau.

(c) www.slowfoto.de

s l o w f o t o der Woche (KW 23 2011)

 

…wo bleibt der lang ersehnte Regen?

Bilddaten:

– Kamera: EOS 5D MkII
– Objektiv: Walimex pro 2.8 14
– Blende: F8
– Belichtungszeit: 1/30sec
– Empfindlichkeit: ISO 100
– Belichtungskorrektur: -2LW
– Brennweite: f14mm
– Entfernung zum Fokus: 5m
– Belichtungsmessart: Manuell
– Bildstil: Snapshot
– Bildbearbeitung: PS

Aufnahmezeit: 15Uhr06
Aufnahmeort: D Schwabenrod Reinhardshain (Schwalm)

www. s l o w f o t o .de

Eine kompakte und erschwingliche Blitzanlage (1)

Irgendwann stellt sich die Frage nach >sattem< Licht, wenn man nicht nur unter freiem Himmel arbeiten kann oder will und es um mehr als Nahaufnahmen geht, die mit dem Pop-Up Blitz der Crop-Sensor Kameras, dem Ringblitz oder anderem Dauerlicht vollständig ausgeleuchtet erstellt werden können. Nach vielen mobilen Shootings mit ETTL II gesteuerten CANON Systemblitzen war ich von der professionellen Arbeit im Studio eines Fotografen, mit einer mehr oder weniger mobilen, dafür enorm leistungsfähigen HENSEL-Blitzanlage angetan, weil >ISO 100 Blende 8 1/180sec<  schon eine Basis für gutes Licht bedeuten. Nun muss der geneigte Fotoamateur nicht zwingend eine Blitzanlage für 10k€ sein eigen nennen, weshalb das lange Telefonat mit Gerd HELMICH von der Firma CF zu einem ausführlichen Test der dort vertriebenen neuen FE 180D Blitzlampen führte:

http://www.cf-photovideo.de bietet als traditionsreiches Unternehmen aus Köln seit 40 Jahren engagierten Anwendern  innovative Fototechnikprodukte und  Fotostudioausrüstungen mit zum Teil exklusiven Angeboten. Neben einem Internetshop bietet CF auch Kundendienst nach dem Kauf in eigener Service-Werkstatt mit originalen Ersatzteilen. Die Garantie auf die getestete Kompaktblitzanlage beträgt 2 Jahre.  Ein Spezialgebiet dieses Hauses sind Fotostudioleuchten, Lampen, Dauerlicht- und Studioblitzanlagen. Wer sich zu moderaten Preisen ein eigenes kleines Fotostudio einrichten und entsprechende Fotos fürs Internet, Prints oder Webseiten selbst erstellen will, sollte sich das CF-Angebot intersiver anschauen.

Bei den neuen FE-Blitzköpfen handelt es sich um 900g leichte ABS-Kunststoff-Gehäuse mit Folientastatur und Steckerbuchsen auf der Rückseite. Die Front fasst eine 180Ws plug-in Blitzröhre und ein 75 Watt Halogen Einstelllicht. Obwohl ein Handbuch mitgeliefert wird, ist die Bedienung überwiegend intuitiv. Die Leistung lässt sich in 1/10 Schritten von 2,0 bis 6,0 regeln, das entspricht 5 Blendenstufen. Die maximale Leistung wird mit LZ 40 bei ISO 100 angegeben. Die Steuerung erfolgt über eine rückseitig eingebaute Fotozelle, wobei ein Kamerasystem bedingter Vorblitz ausgeregelt und damit ignoriert werden kann. Alternativ kann über ein beiliegendes Blitzsynchromkabel oder ein WTS (wireless trigger system) ausgelöst werden. Ich habe als dritte Lichtquelle noch einen sogenannten Slave Flash für den Hintergrund verwendet, diesen auch mit unterschiedlichen Farbfolien >mitlaufen< lassen und deshalb zunächst die optische Auslösung gewählt. Soll kameraseitiges Licht unbedingt vermieden werden, bietet das WTS bis 15m Distanz Vorteile, einfach den Transmitter auf den >Hot<Blitzschuh setzen ohne dessen Synchronkabel zu verwenden, den Receiver sowohl in die 220V Stromversorgung einschleifen als auch mit der Synchronisationsbuchse verbinden und loslegen, die 2. Blitzröhre arbeitet wie auch jeder Slave zuverlässig mit.

Geliefert wird das Blitzset in einer 25x25x80cm kompakten schwarzen Cordura-Tasche mit dem CF Emblem: Darin lässt sich das gesamte Equipment samt Zubehör – 2 oder 3 Köpfe, Stative und Softboxen, viele Kabel, das Handbuch, ein Snoot (Lichttubus) und ein >Mini 3 in 1< Tor mit Waben- und 4 Farbfiltern – samt zusätzlicher kleiner Kabeltrommel bequem im PKW auf der Rückbank oder im Kofferraum verstauen oder auch einfach nur tragen. Insgesamt macht das Set einen durchdachten und stabilen Eindruck einschließlich der leichten und sehr hoch ausziehbaren Stative mit breit ausladendem Dreibein. Dieses Set ist derzeit noch nicht auf der HP gelistet, dafür die bisherige 200Watt Version

http://www.cf-photovideo.de/Produkte/Beleuchtung/Studioblitze/FE-200/fe-200.html ,

deren 3er Set-Preis auf dem Niveau eines CANON 580 EX liegt. Auspacken und Aufstellen dauerte 20 min, Einstellen ebenfalls. Die zur Ausleuchtung kleiner, ca. 12qm großer Räume nötige Leistung liegt bei niedrigster Einstellung 2.0, diejenige für größere ca. 60qm Räume 40 Steps weiter bei 6.0, jeweils bei montierten Softboxen einschließlich innerem Diffusor! Ob man nun einen Blitz-Belichtungsmesser oder auch eine Funkfernbedienung wirklich benötigt, entscheidet jeder für sich. Nützlich ist das 75W Halogen Einstelllicht vor allem auch für den Autofokus, aus+an oder der Blitzleistung angepasst, zudem informiert ein abstellbares Tonsignal bei erneuter Blitzbereitschaft nach vorausgegangener, wenn der Kondensator wieder aufgeladen ist. Sicher ist diese Anlage kein super professionelles Tool für den harten alltäglichen Dauer-Einsatz, dafür ein günstiges und wertiges Einsteigerset, das mit 3 Blitzköpfen, 3 Stativen, 2 Softboxen und einem Reflektorschirm für € 439.- erhältlich ist.

Bildbeispiele (unbearbeitet):

Zwei FE 180D mit Yoghurtbechern EOS 5D Walimex 2.8 f14mm F8 ISO 100 1/60sec

Zwei FE 180D mit Softboxen EOS 5D Walimex 2.8 f14mm F8 ISO100 1/45sec

EOS und Objektiv wie vor f14mm F2.8 ISO400 1/6sec bei AL

Speedlite 580EXII mit 14mm Streuscheibe EOS 5DII EF 14-35 L II f16mm F4.5 ISO100 1/60sec

Diese vier Aufnahmen zeigen zuerst den mit Brennweite f14mm harten Leistungsvergleich für einen etwa 60qm großen Raum in der Ausleuchtung durch zwei FE 180D mit Yoghurtbechern und voller Leistung links und rechts zunächst im Raum, als zweites die Blitzröhren jeweils mit Softboxen auf der Höhe des Fotografen, die dritte Aufnahmen nur mit vorhandenem Licht (AL) und  überstrahlten Fensterflächen und Spiegelungen sowie abgesoffenen Schattenpartien und final die vierte als Vergleichsaufnahme mit dem Speedlight bei f16mm und ETTL II. Bemerkenswert ist schon die Leistung mit zwei Blitzköpfen, mit einem dritten EF 180D hätte sich die Ausleuchtung in diesem großen, reflektionsarmen Raum noch weiter optimieren lassen.

Die Verwendung von leeren opaken 500g Yoghurtbechern, mit Tesafilm direkt vor den Blitzköpfen fixiert, ist wiederum eine sehr preiswerte Art und Weise, das Blitzlicht kugelförmig zu diffundieren, wie schon bei nähesten Distanzen mit der Canon Powershot D10 gezeigt https://slowfoto.wordpress.com/2011/01/10/nahfotografie-ein-geeignetes-und-kleines-equipment/ ,

die professionellere Variante ist der Globelight Blitzball als Vorsatz (25 cm Durchmesser € 79,00).

…wird fortgesetzt

(c)www.slowfoto.de

Wie wichtig ist der Autofokus?

Zwei manuelle Walimex pro Vollformat-Brennweiten – 2.8 14mm und 6.3 500mm – in Verbindung mit der Live-Vorschau der Canon EOS 5D MK II – wie wichtig ist hierbei der Autofokus?

Diese Frage ist für manuelle Objektive ohne Autofokus/mit Arbeitsblende fast ketzerisch gestellt: Hier geht es einmal um superweite Winkel, wie auch bei Kompakten mit Zoomen ab 6mm Brennweiten, allerdings bei vollem Sensor-Format 24x36mm und einer ab 28cm innenfokusierenden, lichtstarken 2.8er Festbrennweite von 14mm, zum anderen um ein Spiegelobjektiv mit konstruktionsbedingt kurzer Bauart sowie fixer Lichtstärke 6.3 und 500mm Brennweite, verwendbar ab 2m Nahdistanz. 

http://www.foto-walser.biz/shop/Kategorie/83/Objektiv_fuer_AF_Kamera.htm

Sind diese eher historisch anmutenden Gläser einfach zu händeln und treffsicher an einer aktuellen digitalen SLR einzusetzen, wo liegen die Nachteile und Vorzüge? Der Bericht versucht, die möglichen Einsatzbereiche für Einzel- und Videoaufnahmen exemplarisch aufzuzeigen, ohne den Anwender in der vermeintlich unbeschwerten Situation zu wiegen, die [Auto]matik denkt und der Fotograf kümmert sich nur um den Klick – denn Slowfotos sind wieder angesagt!

Videoaufnahmen mit der 5DII sind insofern anders als mit der >richtigen< Cam, weil der Autofokus lieber ruhen als durch suchendes Pumpen den Clip während der Aufnahme verschlimmbessern sollte. Für längere Brennweiten sind eher statische, für bewegte Objekte hingegen kurze Abstände und Brennweiten sinnvoll. Lässt sich im 100% live view die Belichtung per Simulation auf dem rückseitigen Kameramonitor wie bei der Kompakten recht gut beurteilen, so ist dies für die korrekte Schärfe im Gegensatz zum Blick durch den >nur< 98% darstellenden SLR-Sucher nicht möglich.

Abhilfe schafft hier die 5- oder 10-fache Lupenfunktion der Livevorschau, vor allem bei modernen Objektiven in Verbindung mit der [AF-on] Messwertspeicherung, so wie auch die Sternchentaste [*] für die korrekte Belichtung mit allen Objektiven und bei Arbeitsblenden verwendet werden kann.

Nochmals zur Fokusierung: Früher wurde mit externem Entfernungsmesser per Hand gemessen und auf den entsprechenden Einstellring am Objektiv übertragen. Dieses Vorgehen ist auch heute noch sinnvoll, wenn wie bei den vorliegenden manuellen Objektiven kein oder wie bei manchen Kameras ein nicht auf den Punkt einstellbarer AF vorhanden ist.

Der DOFMaster (Depth of Field Calculator) lässt online Aussagen über die zu erwartende Schärfentiefen als Tabellen zu, bei denen von der Kameraauswahl über die Brennweite, Blende und Objektentfernung die Entfernung vor dem Objekt bis zum Ende der scharfen Wiedergabe angezeigt wird: 

http://www.dofmaster.com/dofjs.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperfokale_Distanz

DOFMaster zeigt für die 5DII bei f14mm und F2.8 eine hyperfokale Distanz von 2,32m bei an diesem Objektiv gut einstellbaren 3m Entfernung zum Objekt, das bedeutet in der Anwendung tiefe Schärfe ab 1,31m bis unendlich. Bei Blende 4 reduziert sich der Mindestabstand auf 1,06m, für Blende 8 sind es dann nur noch 0,64m. Als Gegenbeispiel für f500mm und F6.4 hingegen ergeben sich gerademal 2cm Schärfentiefe bei 3m Distanz, bei 30m sind es bereits 1,35m und zwar von 29,3 bis 30,7m, bei 300m schon 144,4m, allerdings von 244 bis 388m! Da bei den Teleaufnahmen die Schärfe des Motives oft ebenso wichtig wie die Freistellung gegenüber dem Hintergrund ist, haben offene Blenden und korrekte Fokusierung hier meist den Vorrang.

Ist die lange Telebrennweite sehr gut zum Freistellen geeignet, kann ein 14mm Superweitwinkel zum Fixfokusobjektiv im ganz positiven Sinne werden. Eigene Tests erbrachten die visuelle Verlässlichkeitauf diese Werte, im Grunde nichts anderes als zu Zeiten, in denen der Schärfentiefenbereich in Abhängigkeit vom Blendenwert noch auf dem Objektiv graviert war. Heute stelle ich zur Blende noch die gewünschte Belichtungszeit ein und überlasse der [ISO- A]utomatik das Denken hinsichtlich des vorhandenen Lichts: Beim WW-Bildbeispiel die Entfernung 3m und Blende 5.6 am Objektiv, an der Kamera [TV] mit 1/125sec situationsgerecht, also je nach Bedarf und zusätzlich mit der ISO-Automatik.

Der Bildvergleich zeigt vom identischen Standort und Fokuspunkt die Teleaufnahme (oben) und die Weitwinkel (unten), es wurde ein Stativ verwendet, beide Aufnahmen sind unbearbeitet außer verkleinert.  

Für die Bild- oder Videoaufnahmen mit der Livevorschau gilt entsprechendes, wobei hier noch je nach Belichtungsverhältnissen eine AE-Speicherung mit gehaltener Sternchentaste lichtmäßige >Ruhe< ins Bild bringt. Bleibt zu sagen, dass sich für Videoaufnahmen ein Stativ und langsame Kamerabewegungen ebenfalls vorteilhaft auswirken…

Fazit: Wer ein Herz für >alte< Kostbarkeiten oder aktuelle manuelle Objektive und etwas Zeit für die Einrichtung einer Aufnahme hat, kann mit der modernen digitalen Spiegelreflex durchaus reizvolle Aufnahmen erstellen, auch wenn die Automatik anders eingesetzt wird als vom Hersteller gedacht und die Live-Vorschau den Autofokus für die statische Einzelaufnahme oder den weitwinkligen Videoclip ersetzt.

Ebenfalls zu diesen Objektiven https://slowfoto.wordpress.com/2010/12/14/walimex-pro-eine-alternative/ 

(c) www.slowfoto.de