Slowfotos für die KW 51 2020

Corona Pandemie 2020: eine Folge der Sorglosigkeit unter Menschen – Essen, Kultur und zuhause: wie wir versuchen mit Einschränkungen zurecht zu kommen

Wir sind in diesem Jahr bisher bei radikal reduzierten Kontakten unterwegs (selten) wie zuhause (überwiegend) noch nie so viel Fahrrad gefahren oder gewandert, haben noch nie so viele Bücher gelesen und so viel Musik gehört oder Reiseberichte im Fernsehen miterlebt, noch nie so oft und so viel in der eigenen Küche zubereitet und abends genossen:

Es ist schon schön, regionale Produkte wie Backwaren, Fisch oder Käse in großer Vielfalt und bester Qualität ohne lange Wege einkaufen und verarbeiten zu können, über jahreszeitlich frisches Obst und Gemüse zu verfügen,
dazu korrespondierende Weine geniessen zu dürfen undwegen der Erinnerung bzw. fürs Tagebuch zu fotografieren:

Trotz Corona bedingter Einschränkungen sind wir, wenn möglich aber selten Essen gegangen, bis zum ersten Lockdown am 18.03.2020, dann wieder ab Mai und das nur im Freien, bei den wenigen Reisen haben wir auf die Lokalität geachtet und nur einmal Bedenken gehabt, ein Italiener in Dresden (es war sogar eine Empfehlung, die Küche ist echt lecker) bietet innen sehr geringe Abstände, der Chef lief ohne Maske herum und die Nudelfabrikation fand völlig offen und mitten im Lokal ungeschützt statt, wobei die Mitarbeiterin die Nase über der Maske hatte, zwei Wochen später stieg die Infektionsrate auch hier. In den anderen besuchten Lokalitäten hatten wir ein gutes Gefühl, wenn man von lascher Handhabung (meist die Maske betreffend) durch die Gäste absah!

Infektionen sind ibs. bei Hochzeiten und großen privaten Feiern in den Lokalen nachgewiesen: warum darf ich Bahn und Bus fahren oder sogar fliegen, aber nicht z.B. tagsüber essen gehen, warum sind Geschäftsreisen erlaubt und touristische nicht? Unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln besteht kein Unterschied in der Infektionsgefahr. Und die fortwährend geänderten Beschränkungen wie max. 5 Personen aus 2 Haushalten lassen sich einfach nicht kontrollieren, der Appell bezüglich 10 Personen für private Treffen, und das mal mit oder ohne unter 14-Jährige gezählt (auch die können Virus Träger sein), resp. je nach Bundesland geregelt, wird vielerorts nur ein Appell bleiben! Die viel zu hohe Zahl der Corona Toten steigt weiter, leider…

Der zweite Teil-Lockdown im November war nicht wirklich erfolgreich, weil m.E. wie der erste Wochen zu spät und zudem erst lange nach der Kapitulation der Gesundheitsämter in Hinsicht Infektionen Verfolgung! Beim ersten Mal zu massiv eingeschränkt und zu lange anhaltend, diesmal mit immer weiter geführten Verlängerungen bis zum Shutdown am 16.12.20, der weit bis in das neue Jahr 2021 dauern wird, mit weitreichenden Folgen, nur ein Beispiel: ein Fischlieferant verkauft aktuell 250kg in einem Zeitraum von zuvor 20Tonnen Umschlag, trotz Beihilfen droht hier der Konkurs für viele Firmen, ein heimischer Metzger verzeichnet seit März hingegen heftige Umsatzsteigerungen. Und warum werden gerade jetzt bestimmte und extrem florierende online Unternehmen immer noch nicht ordentlich besteuert? Einzig die Milliarden Verschuldung steigt und damit verbrennen wir die Zukunft von Generationen.

6 lange Monate wurden keine Konzepte für den infektionsarmen Schulunterricht erarbeitet, nur viele Änderungen baulich oder personell gefordert, wieder stehen wir vor einem Dilemma und das in jedem Bundesland etwas anders. Die fast kostenlose FFP2-Maske für ab 60jährige, abzuholen in der Apotheke, wurde für €6 eingekauft, ist aber bei diesen Mengen ab 70Cent zu bekommen, wieder verbrennt der BMG 2,5 Milliarden €. Erst 2014 gab es für die BRD aktualisierte Notfallpläne auch in Zeiten von Epidemien, schon 1975 haben wir im BW-Krankenhaus die Triage im Katastrophenfall trainiert. My10Cents zum bisherigen Vorgehen: Das Gute ist nicht neu, das Neue ist nicht gut. 

Kulturdefizit ist das andere Problem, es gibt erfolgreiche Konzepte für die infektionsarme Umsetzung, weniger Zuschauer sind doch besser zu verschmerzen als gar keine, online ist und bleibt Konserve. Für viele Selbstständige ist der Weg zu Hartz4 geebnet, wenn die eigenen Rücklagen aufgebraucht sind. Beamte und Bezieher von Versorgungsbezügen (wie wir auch) sind da besser dran, zumindest wirtschaftlich.

Unser Jahr endet dennoch mit einem positiven Rückblick, wenn wir denn mal ungehindert zu zweit und leise reisen duften, der Ausblick auf 2021 mit einem Mehr nicht nur an Kontakt, Kultur und Reisen wäre erfreulich, Essen gehen (nicht bis in die Nacht) auch schön. Deshalb habe ich nur einen Wunsch: Bitte haltet Abstand, tragt Masken und bleibt gesund, denn es lohnt!

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(c) slowfoto.de

Slowfotos für die KW 09 2020

…the times they are a changing?

Blick nach Osten frühmorgens, mit Nebelschwaden
Blick nach Norden auf das Naturschutzgebiet in der prallen Mittagssonne
Blick nach Westen auf den See am frühen Abend

Wasserburg B. ist eine rührige Gemeinde u.a. mit Fischern, Obst- und Gemüsebauern und sehr großem touristischen Angebot, die St. Georgskirche auf der Halbinsel zeigt das meist fotografierte Motiv am Bodensee, mitten durch den Ort führt auch der frequentierte Bodensee Radwanderweg, das Aquamarin bietet im Sommer ein herrliches See-Freibad und mit der Sumserhalle einen Bürgertreff mit vielen kulturellen Veranstaltungen. Das gemeindliche >Haus des Gastes< auf der Halbinsel, für uns über viele Jahre ein regelmäßiges Domizil, wird 2020 wieder als Restaurant eröffnet. 

Wir leben seit 2014 hier am bayerischen See in der kleinen Wohnanlage >Zum lieben Augustin< – die Geschichte seines leichten Lebens wurde 1921 von Horst Wolfram Geißler als Roman geschrieben wurde, dem Autor ist eine Gedenktafel an der Südspitze der Halbinsel gewidmet. Unsere Wohnung haben wir 1984 erworben und dauerhaft vermietet bis zur Eigennutzung. Ab und zu besucht uns ein Eichhörnchen auf dem Balkon, Igel laufen nachts durch den Garten und nicht nur die oben gezeigten 3 Aussichten genießen wir! Saisonal genutzte Ferienwohnungen sind nicht nur hier gebaut oder werden geplant, an sich wegen der vorhandenen Lebensqualität schade, aber die Zeiten ändern sich halt (oder auch nicht 🙂

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