Nepal Annapurna Circuit

Eindrücke: 265 eigene

und ein paar fremde

Im Eigenverlag wetraveltheworld.de erschien der o.a. Reisebericht von Carolin Steig und Martin Merten mit vielen tollen Fotografien und ehrlichem Text als Vorbereitung für die Reise nach Nepal im November 2019.

diesmal dabei: die wasserdichte PowerShot D10, denn der Circuit bietet alle Klimazonen der Welt außer den Tropen, plus einer dicken solaren X-Dragon Powerbank

Der Annapurna Circuit ist zwar eine weitgehend festgelegte Route, deshalb wird auf die detaillierte Beschreibung nicht verzichtet, auch die 265 eigenen Aufnahmen sprechen für sich:

O-Ton IZ: Die Umrundung des Annapurna-Massivs gilt als der Klassiker unter den Trekkingtouren in Nepal und eine der schönsten Wanderrouten der Welt. Die technisch leichte, konditionell jedoch eine der anspruchvollsten Wandertouren überhaupt führt durch alle Klimazonen von den Subtropen bis ins vergletscherte Hochgebirge und gipfelt in der Überquerung des höchsten begehbaren Passes der Welt, dem Thorong-La mit 5.416 hm. Organisiert und durchgeführt wurde die 21-tägige Reise vom DAV Summit Club, dem weltweiten Reiseveranstalter des Deutschen Alpenvereins.

Die Reiseroute zusammengefasst: Per Nachtflug erreichen wir Kathmandu von Frankfurt aus über Abu Dhabi innerhalb von insgesamt ca. 24 Stunden. Nach der Hotelübernachtung mit vorerst letzter warmen Dusche führt eine eintägige Busfahrt direkt in die Annapurna Conservation Area nach Bhulbule auf 840 hm, wo das Trekking am Folgetag beginnt. Über zunächst zehn Wandertage geht es peu à peu unter der Berücksichtigung der notwendigen Akklimatisationszeit immer höher bis auf knapp 5.500 hm. Wir wandern vorbei an Reis-, Linsen- und Hirseterrassen, überlebensgroßen Weihnachtssternen und Feigenbäumen, bis in die karge Hochgebirgslandschaft des Manang-Bezirks. Weitere Übernachtungen finden in einfachen Lodges mit fließendem, jedoch meist kaltem Wasser statt. Im Gegensatz zur kargen Einrichtung steht so gut wie immer eine funktionierende Wi-Fi-Verbindung zur Verfügung und wir werden ausnahmslos mit frisch zubereiteten, unglaublich köstlichen Gerichten verwöhnt. Von Anfang an haben wir die Achttausender Manaslu (8.163 hm) sowie die Gipfel Annapurna II bis IV (von 7.937 hm absteigend) im Blick, ein atemberaubendes Panorama. Nachdem wir das zunächst hinduistisch geprägte Hinterland durchquert haben, säumen erste Gebetsmühlen und -fahnen des Buddhismus unseren Weg. Wir wandern immer weiter zum erklärten Höhenziel hinauf, am neunten Tag startet die lang ersehnte Gipfelbesteigung morgens um 5 Uhr bei völliger Dunkelheit und -15 Grad vom Thorong Base Camp (4.540 hm) aus. Nach knapp 3 Stunden überwältigen uns neben Atem- und Sprachlosigkeit unsere Emotionen und auch ein wenig Stolz, die Passhöhe erreicht zu haben. Über 1.700 hm steigen wir stillschweigend und ergriffen in das Königreich Mustang hinab in den auf 3.800 hm gelegenen Wallfahrtsort Muktinath. Zum ersten Mal erblicken wir das Dhaulagiri-Massiv (von 8.167 hm absteigend). Der weitere Abstieg in den Folgetagen über Kagbeni und Ghasa nach Tatopani auf 1.200 hm führt uns wieder zurück in grüne und warme Gefilde, Mandarinenhaine, Apfel- und Zitronenbäume sowie Bananenpalmen säumen die Wegesränder. Per Bus durchqueren wir die tiefste Schlucht der Welt zwischen dem Annapurna- und dem Dhaulagiri-Massiv. Nach dem Abstieg in die Tiefebene folgt ein weiterer Höhepunkt: die Gipfelbesteigung des Poonhill mit 3.194 hm. Hier geht es noch einmal morgens um 5 Uhr von Ghorepani aus los, um 6:40 Uhr werden wir nach gut 300 hm Aufstieg mit einem traumhaften Sonnenaufgang und ebensolchem Blick auf die Bergkulisse des Dhaulagiri und des Annapurna-Massivs belohnt. Im Anschluss gilt es, 1.750 hm in Stufen abzusteigen, wo wir in Hille übernachten und uns von unseren Gepäckträgern mit Tanz, Gesang und dem einen oder anderen Hirse-Schnaps und Everest-Bier verabschieden. Am nächsten Morgen bringt uns ein Bus nach zweistündigen Fußweg nach Pokhara, von wo aus wir mit Yeti Airlines zurück nach Kathmandu fliegen. Nach über zwei Wochen der Abgeschiedenheit und Stille brechen der Verkehr, der Geräuschpegel und vor allem der Smog der Großstadt auf uns ein, die Besichtigung der größten buddhistischen Stupa Boudhanath mit ihrer touristischen Umgebung tut hier trotz ihrer majestätischen Anmutung keinen Abbruch. Nach einer ersten Nacht zurück in der Zivilisation geht es am nächsten Morgen um 5:30 Uhr wieder zum Flughafen, wo uns eine Propellermaschine für einen Rundflug bei Sonnenaufgang über das Himalaya erwartet, ein unbeschreibliches Erlebnis und eine mit Sicherheit lebenslang bleibende Erinnerung. Im Anschluss stürzen wir uns in das touristische Viertel Thamel mit unzähligen „Made in China“-Shops, besichtigen den von dem Erdbeben in 2015 stark beschädigten und als UNESCO-Weltkulturerbe geltenden königlichen Palast. Den Abend lassen wir in einem traditionellen tibetisch-bhutanischen Restaurant kulinarisch ausklingen. Am nächsten Morgen heißt es Kofferpacken. Bevor wir jedoch zurück zum Flughafen fahren, steht die Besichtigung des Pashupatinath-Tempels, einer der wichtigsten Tempelstätten des Hinduismus, auf dem Programm. Die Verbrennungsriten, die wir aus nächster Nähe mitverfolgen können, wirken auf uns befremdlich und verstörend. Den atemberaubenden Abschluss findet der letzte Tag beim Mittagessen auf einer Dachterrasse oberhalb der Stupa Boudhanath, zu der wir nun nochmals bei Tageslicht zurückkehren. Per Nachtflug geht es am Abend mit unendlich vielen Eindrücken und Erlebnissen im Gepäck über Abu Dhabi zurück nach Frankfurt, wo wir am nächsten Morgen um 6:45 Uhr planmäßig und wohlbehalten heimischen Boden betreten.

Fazit: Die Erlebnisse und Eindrücke dieser dreiwöchigen Reise sind kaum in Worte zu fassen. Begonnen bei einem unermüdlichen Engagement der DAV-Guides, über unzählige kulinarische Erlebnisse und atemberaubende Landschaften, durchaus körperlichen Herausforderungen, scheue und gleichzeitig unglaublich herzliche Menschen, die größtenteils in Armut leben, und nicht zuletzt der für unsere Verhältnisse Reduktion auf geringfügige Annehmlichkeiten wird sie prägende Erinnerungen hinterlassen, verbunden mit einer großen Demut und Dankbarkeit.

alle Nepal Aufnahmen und der kursive Text (c) IZ – DANKE!

265 Abb.  Canon Powershot D10   keine Filter   Fast Resize

(c) slowfoto.de

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