Slowfotos der KW 49 bis 52 2016

Für jede Woche bis zum Jahresende ein Foto vom Wasserburger Hafen

img_0005_snapseed_1500x1000

img_0008_snapseed_1500x1000 img_0017_snapseed_1500x1000 img_0019_snapseed_snapseed_1500x1000Normalerweise wimmelt es hier ab April bis Oktober von Besuchern und Touristen, die Halbinsel ist das wohl meist fotografierte Motiv am Bodensee. Die tief stehende Sonne der sogenannten Wintermonate hat für mich hingegen einen besonderen Reiz.

Alle Aufnahmen mit der EOS 6D und dem EF 1.8 28mm plus ein wenig Würze.

slowfoto dankt allen Beitragenden und Lesern für die in diesem Jahr erbrachte Treue, wünscht eine beschauliche Adventszeit, ein geruhsames Fest und einen tollen Start in das neue Jahr! 

© slowfoto.de

FAQs: Welche Rolle spielt meine Kamerawahl?

Ken Rockwell: Your Camera Doesn’t Matter

slowfotos Antwort: Eine Kamera ist ein käufliches Produkt wie jedes andere industriell gefertigte Gerät. Damit ist die Wahl bei der Anschaffung reiflich zu überlegen, auch wenn man Fehlkäufe im Web relativ einfach in einer Frist zurückgeben kann. Letztlich bleibt die falsche Entscheidung mit fahlem Geschmack. Allerdings ist heute ein neu gekaufter Artikel, vor allem bei elektronischen Apparaten, bereits vom Nachfolgemodell als alt bedroht.

Wo entsteht ein Bild?
Zwei magische Laternen: Wo entsteht das Bild? 

Ken Rockwell hat 2009 dazu geschrieben (Zitate immer kursiv)t:

Deine Kamera spielt keine Rolle – Die einzige Aufgabe einer Kamera ist es, beim Fotografieren nicht hinderlich zu sein.

und damit einen heftigen Sturm ausgelöst. Ich will es mal anders formulieren:

Die einzige Aufgabe meiner Kamera ist es, beim Fotografieren förderlich zu sein.

Andreas Feininger`s Publikationen zur Fotolehre waren zu meinen Studienzeiten begehrter als manches Fachbuch – die Kamera dazu eine gebrauchte Zeiss Ikon Contarex mit Aufsicht Sucher und dem legendären M42 Tessar 2.8 50mm (1970). Als Filmmaterial gab es für mich nur Kodakchrome 25 mit Entwicklung plus Papprähmchen, weil damit ein originales Diapositiv vorhanden war und davon aus Kostengründen selten Papierbilder geprinted wurden. Lunasix von Gossen war der Belichtungsmesser schlechthin. Wenn ich allein diese alte Kamera mit einer aktuellen Digitalen vergleiche… und dennoch waren damit eindrucksvolle Aufnahmen zu erstellen, mit dem Prickeln vorher nicht zu wissen was nachher rauskommt🙂 Jedenfalls hatte auch diese langsame Aufnahmetechnik Reize, ebensolche hat heute das Smartphone mit der mobilen Anbindung an die halbe Welt zum Versand. Und eine große Industrie lebt von dieser Kommunikation.

Wer heute einen Fotoapparat kaufen will, verliert schnell den Überblick, zu vielfältig ist das Angebot. Mein regionaler Fotohändler lebt aktuell vom Neukauf der Crop Spiegellosen, vor allem vom Ersatzkauf neuer Objektive, die Nachfrage an dSLR und insbesondere von Vollformaten geht kontinuierlich zurück weil zu groß und zu schwer. Mein Eindruck dazu ist, dass die Aufnahmen dennoch nicht besser werden. Hilfreich für den Überblick sind Rockwell`s zahlreiche und m.E. sehr fundierte Tipps für einzelne Bereiche Recommended Cameras  resp. zu entsprechenden Objektiven, seine Einteilungen sind so individuell wie sie nützlich sind. 

Meine Empfehlungen sind schlichter: iPhone 6+ für fast alles, Canon EOS M für leichtes Gepäck und die EOS 6D für jedes vorhandene Licht, vor allem mit leichten Festbrennweiten. Aber darüber kann man vortrefflich streiten, Alternativen gibt es die Menge.

Im Folgenden noch ein paar provokante Merksätze aus dem o.a. Artikel, die zum Nachdenken anregen können:

  • Es ist immer besser, Zeit und Geld in künstlerische und fotografische Weiterbildung zu investieren statt in weitere Kameras.
  • Großartige Fotos entstehen durch eigene Einfälle, nicht durch Nachahmung.
  • Fotos werden nicht von Kameras gemacht, sondern von Fotografen. Kameras sind nur ein künstlerisches Werkzeug.
  • Sogar Ansel sagte: „Der wichtigste Teil der Kamera sind die 30 Zentimer dahinter.“
  • Eine Kamera fängt Deine Phantasie ein. Keine Phantasie, kein Bild – nur Müll.
  •  Die Qualität eines Objektivs oder einer Kamera hat kaum etwas zu tun mit der Qualität der Bilder, die damit aufgenommen werden können.
  • Je weniger Zeit man mit Überlegungen zum Equipment vergeudet, umso mehr Zeit und Mühe kann man ins Erschaffen toller Bilder investieren. Das richtige Equipment macht es nur leichter, schneller oder bequemer, die gewünschten Ergebnisse zu bekommen.
  • Neues Zeug zu kaufen verbessert NICHT Deine Fotografie. 
  • Andreas Feininger (Franzose, 1905-1999), meinte: „Fotografen-Deppen, von denen es allzu viele gibt, sagen: ‚Wenn ich doch nur eine Nikon oder Leica hätte, dann könnte ich tolle Fotos machen.‘ Das ist das Blödeste, was ich je gehört habe. Es geht ausschließlich um das Sehen, das Denken und das Interesse. Das ist es, was eine gute Fotografie ausmacht. Und dann muss man alles meiden, was schlecht für das Bild wäre: das falsche Licht, den falschen Hintergrund, die falsche Zeit usw. Sonst sollte man das Bild erst gar nicht machen, egal wie schön das Motiv ist.“
  • Jeder weiß, dass Autos nicht von selber fahren, Schreibmaschinen nicht von selber Romane schreiben und Rembrandts Pinsel nicht von selber gemalt haben. Warum glauben dann intelligente Menschen, Kameras bildeten eine Ausnahme und machten Fotos ganz von allein?
  • Endlich versteht man, dass das ganze Zeug, das man mit so viel Zeitaufwand angesammelt hat, es lediglich leichter macht, den Klang oder den Bildeindruck oder die Bewegungen hinzukriegen. Aber man könnte dasselbe Ergebnis, vielleicht mit etwas mehr Aufwand, auch mit dem windigen Stück Equipment hinkriegen, mit dem man einst angefangen hat. Man kapiert, dass der Hauptzweck der Ausrüstung darin besteht, nicht hinderlich zu sein. Außerdem kapiert man, dass man wesentlich schneller zum Ziel gekommen wäre, wenn man seine Zeit nicht mit Gedanken an die Ausrüstung sondern mit dem Üben des Instruments, dem Fotografieren oder dem Wellenreiten verbracht hätte.
  • Genauso wird niemand, der Eure Bilder anschaut, erkennen oder sich überhaupt dafür interessieren, welche Kamera benutzt wurde. Es spielt einfach keine Rolle. Zu wissen, wie man etwas macht, bedeutet nicht, es auch tatsächlich machen zu können, oder gar, es gut machen zu können.
  • Glaubt bloß nicht, das teuerste Zeug sei das beste. Zu viel Foto-Equipment zu besitzen ist der sicherste Weg zu schlechten Fotos. Die teureren Kameras und Objektive bringen für ihren saftigen Mehrpreis keinen nennenswerten Mehrnutzen!

Alles Gute zum Neukauf – © slowfoto.de

VHS Fotokurse Im November 2016 in Lindau

Einfach bessere Fotos

ist der Tenor meiner drei VHS Fotokurse K120, jeweils ca. 90 Minuten am Mittwoch Abend in der VolksHochSchule Lindau am Uferweg in der ehemaligen Kaserne  – mit den Themen Anschaffung, Gestaltung und Bearbeitung von digitalen Fotoaufnahmen. Hier drei beispielhafte Teilnehmer Aufnahmen:

_1020465_snapseed-kopie_1500x1125

SONY DSC

dsc04425_snapseed-kopie_1000x1500Auf Grund der hervorragenden Ausstattung des Seminarraumes war eine ideale Atmosphäre für die Gruppe gegeben, der Kurs wird Anfang 2017 wiederholt!

Anmeldung und alle Infos unter vhs-lindau.de >vorher meinen nachher wissen<

© slowfoto.de

Satire-Zeitschriften 2016

PARDON, TITANIC und CHARLIE HEBDO

Wolinski at it`s best
Wolinski at it`s best (zeichnete bis zum Terroranschlag vom 07. Januar 2015 für CHARLIE HEBDO)

Als nicht mehr so ganz junger Bundesbürger kenne ich die Pardon und später die Titanic aus unserer damaligen Wolinski`schen Sturm- und Drangzeit, lang lang ist`s her… Cartoons wie die respektlosen von Chaval oder (aktueller genannt) Comics haben mich schon immer begeistert, je frecher desto mehr, als Spiegel gesellschaftlicher Personen, Umstände oder Vorgänge. 

CHARLIE HEBDO Nr. 1 vom 1.Dezember 2016 / 1271 / €4.- (oder als hebdomadaire Abo 26 Ausgaben für €99.-) beinhaltet 16 Zeitungsseiten auf deutsch, der für mich bemerkenswerteste Artikel ist der Bericht über die Grüne Stadt VÄXJÖ in Schweden mit dem seit 25 Jahren konservativen oder besser konservierenden Bürgermeister Bo Frank (Gulag in Grün – Seite 15), aber das ist meine ganz persönliche Einschätzung. Ich werde jedenfalls erstmal weiterlesen… 

© slowfoto.de

Slowfoto der KW 48 2016

Smartphone vs. dSLR

gleicher Ort fast gleiche Zeit
fast gleicher Ort wie KW 47, fast gleiche Zeit, nur andere Augen und das iPhone 5+ (c)jz

Was soll der Vergleich? Technisch ist die dSLR Datei ganz klar der Winner, Aussage mäßig bin ich mir da nicht sicher🙂 Es ist doch schon bemerkenswert, wie die immer dabei Smartphones optisch aufgeholt haben! Oder?

© slowfoto.de

Slowfoto der KW 47 2016

Wo sind die Touris geblieben?

Wasserburg Bodensee Hafen
Wasserburg Bodensee Hafen vor der Sanierung

3.000 Einwohner, 8.000 Touristen und noch mehr an Radfahrern🙂 – zur kälteren Jahreszeit haben die Einwohner Land und See für sich! Wenn die Sonne sich blicken lässt, sind menschenleere Aufnahmen oft möglich, hier mit der EOS 6D und dem EF 1.8 28mm plus einem Hauch Snapseed. Die Sankt Georgs Kirche auf der Halbinsel ist das wohl meist fotografierte Motiv am Bodensee.

Die Smartphone Aufnahme zum Vergleich findet sich hier!

© slowfoto.de

Sehen, riechen, schmecken…

Kressbronn: Hotel Friesinger & Restaurant Meersalz
Friesinger & Meersalz
Friesinger & Meersalz

Reservierungsbegehren kurzfristiger Art für den Abend waren erfolglos geblieben, der erster Kontakt im Meersalz war deshalb spontan und nach 14 Uhr ohne Voranmeldung und das war unerwartet gut so: Das Restaurant ist Mi-Sa ab 15 und So+Fei ab 11 Uhr geöffnet. Der ruhigere Nachmittag ist uns zudem viel lieber…

Restaurant Meersalz
Restaurant Meersalz
Chefin in der Rezeption
Chefin in der Rezeption
die Köche in der Küche, wo sonst?
die Köche in der Küche, wo sonst?

Freunde empfahlen als Intro das >Tasting Menü<, ob 4 oder 5 Gänge ist die Frage von Lust und Zeit. Wir hatten Brot und Öl mit zweierlei Salz, eine Ziegenkäse Leber Pastete auf Mandarinensößchen als Gruß, zweierlei Lachs (gebraten und als Tartar mit Ingwer) plus einem Tomatenpüppchen (oho!), Seeteufel am Spießchen mit schwarzem Risotto, Hummer Ravioli um Fenchel, Kalbslende mit Gemüsesticks und Trüffelnudeln und final einem fruchtigen Angriff auf die Sinne. Chef Erik Essink kocht, die ästhetisch eingerichtete Küche ist einsehbar, Chefin Dominique berät und berichtet auf unsere Frage vom halbjährigen Umbau vor 5 Jahren auch per Fotoalbum.

Tisch und Deko
Tisch und Deko
Detail
Detail
Ausblick, auf der Terrasse ist es zu kalt
Ausblick, auf der Terrasse ist es aktuell zu kalt
nomen est
nomen est

upd@te 2016-11-17 Das Meersalz wird 6 Jahre alt, wir genießen die Küche mittlerweile sehr gerne. Das Restaurant ist für unseren Geschmack edel eingerichtet, der Service vom Team immer wieder vorzüglich, ebenso sind die Speisen, die Weinkarte beinhaltet nicht alle vorhandenen Gewächse, es lohnt zu fragen bzw. sich von Frau Kopp treffsicher beraten zu lassen. Zweimal im Jahr bietet die Küche >Tasting-Wochen<, jedes der 16 Gerichte kostet €10 als Menüportion, jeder der fünf Nachtische €7. Man kombiniert al gusto und isst nach Bedarf: Ein verführerisches Eldorado…

Amuse Zucchini mit Frischkäse
Amuse Zucchini mit Frischkäse kalt
Kabeljau Avocato
Kabeljau Ceviche & Avocado & Süßkartoffel kalt
Dorade & mediterranes Gemüse
Doraden-Piccata & mediterranes Gemüse
Red Snapper &
Red Snapper creolisch & Mango-Gemüsereis
Tofu
Tofu-Spieße & Kürbis-Sprossen-Gemüse
Kaninchen
Kaninchenfilet & Kartoffel-Gnocchi & gebratene Pilze
Rind
Rinderhochrücken & Pesto, Frites & Chimichurri (darf ruhig viel schärfer sein🙂
zu guter Letzt:
und zu guter Letzt: Mocca Parfait & Birnen-Crumble & Williams-Sorbet – danke für diese Kombination!

Das Angebot ist kulinarisch wie räumlich gehoben, Weine und Speisen sind dem angemessen. Die Zubereitung wie auch die Präsentation verraten die Leidenschaft zum Beruf, der Gast darf sich auf den Genuss konzentrieren!

Planungshilfe
Planungshilfe

Man schmeckt, was man sieht und riecht!

Canon EOS 6D & EF 1.8 28mm bei vorhandenem Licht – draussen out of cam – innen plus ein wenig Snapseed

© slowfoto.de

gusto!

Die Genußmesse in Ravensburg

Zum 5. Mal lockt die Oberschwabenhalle mit der gusto! und einem 3-Tage Programm: Rund 75 Aussteller zeigen Können und Produkte im Innern der Halle und draußen im Barbecue Bereich unter Schirmen, rund 5.000 Besucher hat diese Messe zu Gast. Auch das Convivium Slow Food Oberschwaben ist auf der gusto! vertreten.

Erwachsene 9.- Parken frei
Erwachsene 9.- Parken frei
Schaukochen aus Marokko
Schaukochen aus Marokko
Pesto vom Weltmeister
Pesto vom Weltmeister
Grana 36 Monate alt
Grana 36 Monate alt
zum Anfassen :-)
zum Anfassen🙂
Bresaola Grana Balsamico 15 J. alt
Bresaola Grana Balsamico 15 J. alt
Craft Bier aus Eisenharz
Craft Bier aus Eisenharz
stolzes Weizen
Stolzes Weizen
BBC Platte 12.50 klasse!
gemischte BBC Platte einsame Klasse!
6x
6x ein gläsernes Töpfchen €12,50
war informativ und lecker!
gusto! ist informativ und lecker!

Alle Aufnahmen mit der Canon EOS 6D und dem EF 1.8 28mm bei weit offenen Blendenwerten (1.8 und 2.0 – ISO 100-3.200) und vorhandenem Licht (ohne Blitz!).

© slowfoto.de

Slowfoto der KW 46 2016

Altglaspflege

mmmm
20mm ISO 100 F11 1/320sec Bildstil Extender 5,7MB

Canon und Nikon betreiben eine leckere Art der Pflege alter Gläser, weil sie Korrekturdaten (Aberration, Vignettierung) für sehr viele Objektive direkt in der Kamera anbieten. Diese Aufnahme wurde mit der EOS 6D und meinem dienstältesten EF 3.5-4.5 20-35mm USM von 1985 aufgenommen und ist ohne weitere Bearbeitung außer der üblichen Datenreduktion original aus der Kamera.

© slowfoto.de