Winterimpressionen

Blick vom Pfänder aus auf den südlichen Bodensee
Tierpark auf der Pfänderspitze
Blick nach Süden
Blick von Wasserburg aus auf die Alpen, Bodensee und Pfänder liegen im Nebel

Der südliche Bodensee liegt auf rund 400müA und bietet mannigfache Ausflugsmöglichkeiten mit und fast ohne Anstieg: ganz nahe der Pfänder als letzte 1062müA große Erhebung der Nagelfluh Kette vor den Alpen, das Westallgäu als sommerliches Ausflugsziel mit etlichen eher kleinen Skiliften im Winter, der Reiz für uns besteht in der landschaftlichen und klimatischen Abwechslung, zumal viele Ziele wie Scheidegg auf 804müA in einer halben Stunde mit dem PKW zu erreichen sind, auch Österreich ist hier und am See in direkter Nachbarschaft 🙂

Kneipp Weg nahe Scheidegg
Stillleben
noch eines
kleine Kapelle am Wegesrand
am Waldsee
wie vor – mein Favorit

Alle Fotos mit dem iPhone13 Pro Max unbearbeitet außer Datenreduktion

(c) slowfoto.de

TIPP: zu jeder Aufnahme, Frage oder Thematik biete ich auch 2022 ein LIVE COACHING per Videotelefonat an: für 30min 30€ und 60min 50€ – mobil 0172 7021587 oder kontakt@slowfoto.de 

Fotogalerie Hege und Wasserburg – 2022

    Durchgang vom Seniorendaheim Hege 5 88142 Wasserburg Bodensee

Nach der ersten Ausstellung meiner 15 Fotografien im Rahmen der Vernissage vom 23.11.2018 im Seniorendaheim Hege habe ich 2022 wieder die Gelegenheit, diese im Durchgang (aktuell auch Teststation) der Gebäude zu zeigen:

Nicht nur von der südlichen Bodensee Region konnte ich über Jahrzehnte viele Aufnahmen erstellen, sei es unterwegs mit der Bahn, dem Boot oder Bus, per Fahrrad oder PKW und nicht zuletzt zu Fuß, so wie diese Exponate für die Ausstellung entstanden sind.

Die exzellenten Pigmentdrucke 30x45cm auf 390 Gramm Canvas sind auf Keilrahmen gespannt und mit Hahnemühle Varnish zum Schutz lackiert. Alle Aufnahmen sind in der gezeigten Ausführung und Größe zum Preis von € 149.- erhältlich, andere Größen auf Anfrage 0172 7021587 oder per Mail an kontakt@slowfoto.de

Die ruhigen Motive sollen in der neuen Umgebung dazu beitragen, den besonderen Reiz und die Schönheit der naheliegenden Umgebung aufzuzeigen.

Canon EOS 5Ds und EOS 6D  EF 2.8 16-35 L und EF 2.8 200 L

(c) slowfoto.de

TIPP: zu jeder Aufnahme, Frage oder Thematik biete ich auch 2022 ein LIVE COACHING per Videotelefonat an: für 30min 30€ und 60min 50€ – mobil 0172 7021587 oder kontakt@slowfoto.de 

Panoramen mit dem iPhone 11/13

Malerwinkel am späten Nachmittag, mit Blick auf die Halbinsel Wasserburg am Bodensee

PANORAMEN leicht gemacht

Mit meinem ersten iPhone4 waren panoramische Aufnahmen mit Bordmitteln noch nicht möglich, ich musste mühsam EOS 5D JPGs stitchen, mit der erweiterten [Fotos] App sind Panos für mich vor allem bei Landschaftsaufnahmen per Hochformat oder zur vertikalen Formaterweiterung per Querformat zu einer Leidenschaft geworden: Ohne Stativ, aus der Hand, bis knapp über 180Grad Bildwinkel mit dem 26/28mm KBÄ Weitwinkelobjektiv, seit dem IP11 auch mit 13mmKBÄ Superweitwinkel und dem IP13 bis 77mm KBÄ Teleobjektiv, da kommt schon Freude auf!

Zum Unterschied zu den >normalen< Einzelaufnahmen kann man beim Pano zwar das AF Feld beliebig verschieben, was ich wenig nutze, hingegen die Belichtung per gewohnten Fingerwisch nicht korrigieren, hier hilft nur tricksen: bei Aufnahmen am Tag fange ich möglichst im hellsten Bildbereich an, von links nach rechts oder umgekehrt zu panografieren, bei eher nächtlichem Licht beginnt mein Pano eher im dunklen Bereich, die Kamera regelt die Belichtung sehr gut, wenn man nur langsam genug voran geht. Ist die hellste Stelle tagsüber in der Mitte, verarbeitet das iPhone immer noch einen größeren Belichtungsspielraum als meine Augen vertragen!

bearbeitet: die Hundeperspektive bei Dunkelheit in Blau und Grün, denn Hunde können Rot nicht sehen

Wer mit der ruhigen Kameraführung Probleme hat, ist zum Üben mit einem Handstativ gut bedient, es gibt zahllose Ausführungen, auf die ich gerne verzichte, lieber eine verhutzelte Aufnahme löschen und neu überdenken als irgendwas Sperriges mitführen, vor allem die früheren 6/7+ oder die aktuellen Pro Max Versionen der iPhone lassen sich mit einem entsprechend griffigem Case super in der Hand resp. beiden Händen halten, wobei das abgerundete 11er mein Favo gegenüber dem eckigen 13er bleibt 🙂

Hoch- oder Querformat? Waagrecht für z.B. Landschaften geführt hat sich das Hochformat bewährt, bei hohen Bauwerken das Querformat, was aber zu Verzeichnungen führen kann, wenn das iPhone nicht präzise waagrecht nach oben gedreht wird, auch für mich eine schwierige Disziplin, die viel Übung erfordert (Kirchen etc.), kürzere Pano-Winkel wirken dann oft besser und sind leichter zu erstellen.

Fazit: mit ein wenig Fantasie kann man viel erreichen, Nacharbeiten sind i.d.R. nicht mehr nötig. Zum Ende noch ein Tipp: anstelle Tippen einfach die Kamera kurz anhalten und etwas zurückführen, dann stoppt die Aufzeichnung, das war es dann! Hier einige meiner aktuellen Landschafts Panoramen:

Päwesin
Beetsee bei Päwesin
San Gimignano Blick von der Stadtmauer aus nach Süden
San Gimignano wie vor
Tonda bei Montaione
Certaldo Blick nach Süden
Rosignano Yachthafen
Castelfalfi
Toscana
unterwegs
Castelfalfi mit dem riesigen Golfplatz weiter links
Sulzberg Alpenblick 26mm KBÄ
Malerwinkel mit Sonnenuntergang
Sulzberg per SWW 13mm KBÄ
Westallgäu Voralpenland 52mm KBÄ
Hege mit Blick auf den Pfänder
Wasserburg mit Blick auf den Säntis
Wasserburg Anleger mit Blick auf Bregenz

alle IP11/13 Aufnahmen sind unbearbeitet außer Datenreduktion

PS Reisen und in eigener Sache: mein Körper gehört mir und ich möchte ihn weitergehend unbeschadet behalten, weshalb ich bisher 3x gegen Covid geimpft bin und weiteren Schutzimpfungen positiv entgegensehe, wir wollen gesund bleiben, reisen sehr gerne seit wir uns kennen und freuen uns jedesmal auf neue Eindrücke, Kultur, Kontakte, Informationen oder ein Wiedersehen. Es wäre einfach zu schade, wenn die tollen Fotoapparate zuhause bleiben müßten 🙂

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Hallo 2022

iPhone 11 Pro Max, alle Aufnahmen unbearbeitet außer Datenreduktion

2022 fotografisch – was bringt das 3. Pandemie Jahr?

Zu Beginn des Jahres 2020 kam das Corona Virus aus China in die Welt und im Februar auch nach Deutschland, mittlerweile haben wir die sogenannte 4. Welle mit der weitaus ansteckenderen Omikron Mutante und immer noch 20 Millionen nicht geimpfte Mitbürger einschließlich militanter Personen, die Demokratie anders ausleben: ich warte friedlich auf die vierte aktualisierte Dosis, wie jedes Jahr im Herbst auf die Grippe Schutz Impfung.

Das Leben geht weiter, der Fotomarkt erschließt sich in Neuerungen, die Motive hingegen sind für mich rarer geworden, weil Kultur und Reisen gegenüber vor der Pandemie nur noch reduziert stattfinden. Insofern sehe ich auch bei mir eine Baisse zu Lasten der Investitionsfreude, der Wille zum fotografisch bedeutenden Leben ist dennoch ungebrochen: vorhandenes Equipment habe ich verkauft und neu oder gebraucht ganz gezielt erworben, was sich im slowfoto blog gut verfolgen lässt…

Gemäß der Nutzung gibt es 2 Kategorien: immer dabei und möglichst leicht nutze ich Brennweiten von 13-320mm Kleinbild äquivalent (KBÄ), von Fall zu Fall aber auch 16-300mm Vollformat (KB), mit 2x Extender bis 600mm KB und wenn es denn mobil geht, also immer noch gerne ohne Stativ. Aufnahmen erstelle ich im zuvor sorgfältig eingerichteten JPG Format und das lieber als nachher lange Zeit vor dem Rechner zu verbringen, also weniger an Bildbearbeitung und wenn, nur zum sog. Aufbrezeln, wenn Details, Format oder Licht bei der Aufnahme es erfordern. Sicher ist meine Auffassung und Durchführung keine Doktrin, höchstens eine recht kritische Anleitung zum Nachdenken, wie Fotos letztlich wirken. Die Menge an aufgenommenen Fotos ist groß, weil auch Schnellschüsse zur eigenen Dokumentation ihren festen Platz haben und ausschließlich der Erinnerung oder Information dienen. Aktuell für die Datensicherung: eine Portable SSD mit 2TB, 40g leicht, leise, schnell, winzig und nicht nur für große Ordner ein Segen, sondern die ideale Ergänzung jeder internen Festplatte (T5 Samsung).

Ich habe immer noch viel Freude am richtigen Fotografieren, für den slowfoto blog bedeutet das weiterhin weniger Einstellen, im Grunde nur noch was mir wichtig erscheint, weshalb jede auch noch so kritische Rückkopplung wichtig ist.

Alles Gute für das neue fotografische Jahr und das bei bester Gesundheit!

TIPP: zu jeder Aufnahme, Frage oder Thematik biete ich auch 2022 ein LIVE COACHING per Videotelefonat an: für 30min 30€ und 60min 50€ – mobil 0172 7021587

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WIE FOTOS WIRKEN

Brian DILG Verlag mitp ISBN 978-3-95845-992-2 €24,99

Der Autor ist Dozent, Fotograf und Kameramann, er berichtet auf 160 Seiten Text mit sehr anschaulichem eigenen und Bildmaterial von 50 zeitgenössigen Fotografen über die Grundlagen der menschlichen Wahrnehmung, die Wirkung von Bildern und wodurch welche Fotos beeindruckend gut sind und warum. Als beispielhafte Zitate:

S.58 Die Bandbreite der Wahrnehmung überwinden… Das Bewusstsein ist nicht nur sehr begrenzt, sondern auch langsam. Lustigerweise halten wir dieses winzige Etwas der bewussten Wahrnehmung für unser ganzes >Ich<… Fotos haben die überraschende Eigenschaft, uns nicht nur zu zeigen, was wir verpassen, sondern auch, was uns nicht bekannt war – Dinge, die wir aufgezeichnet, auf die wir reagiert haben, die aber nie unser Bewusstsein erreicht haben.

S.59 Aufmerksamkeit übersetzen… Mit einem Foto möchten Sie nicht nur zeigen, was Sie sahen, sondern auch, was Sie dachten. Sie übertragen nicht einfach ein Bild auf die Kamera, sondern wollen eine Idee vermitteln… Sie müssen auch Platz für den Geist Ihrer Zuschauer lassen. Was Bilder wirklich erfolgreich macht, ist nicht nur die klare Kommunikation einer Idee, sondern die Präsentation eines Erlebnisses, das durch den Fotografen ausgelöst und durch den Betrachter vollendet wird. Erfolgreiche Bilder lenken die Aufmerksamkeit und deuten Ideen an, sind aber auch zu einem gewissen Grad mehrdeutig. Sie fordern die Betrachter auf, aktiv an der endgültigen Bedeutung des Bildes mitzuarbeiten. Zitatende

Zum vorliegenden Buch: 

Für mich gehört diese Publikation zu den wenigen ganz wichtigen, die über die allgemeine Fotografie weit hinausgehen, weil human physiologische und technisch fotografische Parameter klar dargestellt werden: der Mensch sieht mit riesigem Blickwinkel, aber nur ganz wenig fokussiert scharf, was zum Leben völlig ausreicht, im Grunde tasten beide Augen dreidimensional und damit doppelt laserartig ab. Der Sensor erfasst mit einem Klick den vorgegebenen Bildwinkel, mittlerweile auch digital, fehlerkorrigiert und scharf bis in die Bildecken, aber immer nur one shot, also ein Bild. Brian Dilg erklärt diese Unterschiede verständlich, ich habe das Buch in einem durchgelesen. 

Geprägt durch die Zeit der analogen Spiegelreflex Kamera war ich lange ein Freund des optischen Suchers, heute mag ich ohne Live View, möglichst farbtreu und groß, nicht mehr fotografieren, und dabei genau sehen, was ich als Bild bekomme. Nach der Lektüre WIE FOTOS WIRKEN weiß ich auch warum.

Dazu noch einige persönliche Gedanken:

SEHEN

Coaching bei Heiko Preller Hannover 12.05.2013 EOS 5D II f85mm F1.8 1/180sec ISO 100 – wir haben viel über Farben und Töne erfahren und gemäß Vorgaben Aufnahmen erstellt und einzeln besprochen: http://www.heikopreller.de https://slowfoto.wordpress.com/category/studiofotografie/

Sehen ist auch Übersehen, vor allem angesichts dessen, was wir bereits wissen. Es gibt zu viel zu sehen, als dass man alles erkennen könnte Brian Dilg

Wir glauben, wir würden alles aufnehmen, dabei kommt nur eine kleine Menge zum Bewusstsein. Man nennt dies Aufmerksamkeitsengpass. Das ist aber auch sinnvoll. Sie wollen nicht alles aufnehmen, das würde Sie überwältigen. Sie müssen sich nur der Dinge bewusst sein, die wichtig für Sie sind, die beeinflussen, was Sie als nächstes tun. Die Wahrnehmung ist quasi im Dienst der Aktion. Dr. Jay Friedenberg

Du siehst nur was Du kennst Antoine de Saint Exupéry

Das Perfekte ist der Feind des Guten Voltaire

Du musst einige Erfahrungen im Leben gemacht haben, damit Du etwas interessantes zu sagen hast Julie Grahame

Ich fotografiere seit meinem 12 Lebensjahr, damit rund 6 Jahrzehnte lang. Heute interessiert mich die Technik weniger als das, was ich sehe, zumal der Fortschritt meine Fotografie zwar beeinflusst, aber eigentlich nicht sehr verändert hat. Meine Frau schaut immer wieder mit und veranlasst so eine weitere und damit gemeinsame Aufnahme.

slowfoto habe ich meinen Blog genannt, weil wir beide slowfood lieben, Beschaulichkeit, Ehrlichkeit, Nachhaltigkeit, Reflektion, Wiederbesinnen, es geht um Ausdruck, Dokumentation, Erinnerungen und Sammeln.

Ein entstehendes Schwarz Weiss Bild in der Dunkelkammer meines Vaters war die erste Faszination, beim Goldguss in der Handschleuder der Moment der Verflüssigung. Heute ist es das große Live Bild vom iPhone, das jede noch so kleine Veränderung adhoc sichtbar aufzeigt, für mich der ganz große Schritt weil ich jetzt exakt sehe was ich bekomme.

Man sagt ein Bild ist mehr als tausend Worte, ich halte das für Unsinn. Ein Foto drückt die aufgenommene Situation aus, hält sie fest. Wenn man eine Aufnahme kürzer als 1 Sekunde betrachtet, versteht man sie nicht oder das Bild ist uninteressant. Gute Fotografien sind oft technisch nicht wirklich perfekt, haben aber einen tiefen Ausdruck, man schaut viel länger hin und die Gedanken beginnen zu kreisen. Diese Wahrnehmung ist trainierbar, genauso wie das Gehör.

Heute haben wir das unlösbare Problem, viel zu viele (optische) Informationen zu bekommen, und überall rieselt es noch Musik dazu. Auch ist nachts oft viel zu viel künstliche Beleuchtung vorhanden. Die Ruhe geht dabei verloren, wenn das Bild schon vor der Aufnahme versendet werden soll. Als Info ist das oft hilfreich, hat aber mit Fotokunst nichts zu tun. Kunst ist Können mit Fleiß wie Übung, lebenslang. Die neue teure Kamera macht keine besseren Aufnahmen. Ein bleibendes Bild überdauert seien Schöpfer. So sehr ich Film- und Videoproduktionen schätze, so intensiv mag ich Fotografien, seit ich selbst welche erstellt habe: Mit Fotos öffnen Fotografen sich selbst und anderen, oft spiegeln sie auch die Auffassungen des Betrachters wieder. Genauso gerne lese ich >richtige< Bücher 🙂

ein paar Begriffserklärungen

Annahmen der Betrachter – ein cleveres Bild spielt damit und nutzt die Erwartung aus, nur um sie dann umzukehren

Fotos zeigen uns, was wir verpasst haben, Bilder überdauern, wenn sie das Erlebnis des Sehens verlangsamen

Gesichtsfeld und Fokus – wir nehmen nur 1-2% als Spot scharf wahr

Kamera – one shot für die gesamte Szene in einem einzigen Bild mit statischem Blick

Menschen zeichnen beim Sehen Gedanken auf, Kameras hingegen nur Licht

Menschliches Sehen – dynamischer Blick mit Bewegung von Augen und Kopf

Sakkaden – Augenbewegung beim dynamischen Blick

Tunnelblick – wir filtern beim Hören und Sehen auf einen sehr kleinen Spot der Aufmerksamkeit

TIPP: zu jeder Aufnahme, Frage oder Thematik biete ich gerne auch ein LIVE COACHING per Videotelefonat an, Dein/Ihr Beitrag für 30min 30€ und 60min 50€ – mobil 0172 7021587

(c) slowfoto.de

Ist 13 eine magische Zahl?

Bodensee Säntisblick

iPhone 13 Pro Max und Air Pods Max

Mein erstes iPhone war das legendäre iP4 (6MPI), 140g leicht mit kantigem Edelstahlrahmen, 23GB Speicher und aktuell IOS 7.1.2, es steht bis heute als Uhr auf dem Schreitisch. Zum Fotografieren gut fand ich das 4S oder 5s, später das 6+ (8MPI) mit dem großen Bildschirm, das 7+ (12MPI 170g) mit dem 2-fach Zoom, danach das 250g 11 Pro Max mit abrundetem (Bauhaus Stil wie bei der Apple Watch auch) Edelstahlrahmen und 0,5 1 und 2-fach Zoom und aktuell das gleich schwere 13 Pro Max, wieder mit kantigem Edelstahlrahmen wie das iP4, jetzt mit 0,5 1 und 3-fach Zoom, die beiden letzten mit jeweils 12MPI und 512GB Speicher, more than enough für Fotos und Musik. Warum?

Ausschlaggebend für die letzten Käufe war jeweils meine Frau: wie lange willst Du (72) noch warten? Recht hatte und hat sie…

Mit dem 11er (12MPI) bin ich sehr glücklich geworden, mit optischen Zoom Modus von 13-52mm KBÄ, lichtstark (F2.4 SWW F1.8 WW F2 Tele?) und vor allem dem Night Modus (26-52mm KBÄ) bis 5sec. aus der Hand, einem klassischen Porträtmodus (52mm KBÄ) mit unscharfem Hintergrund und last not least >deep fusion<, der vollen Bildkontrolle bereits vor jeder Aufnahme! Für den echten Tele Bereich ist dann die Crop EOS M5 mit 24MPI und dem EF-M 55-200 IS STM eine dankbare und 715g leichte Ergänzung. Immerhin sind es über 16.000 IP11 Aufnahmen geworden.

Aquamarin im Winter

Das 13er (12MPI) bietet noch mehr: ein komplett stabilisiertes und night modus fähiges Zoom von 13-26-77mm KBÄ mit lichtstarken F1.8 SWW F1.5 WW und F2.8 Tele, für noch längere Telebrennweiten dient auch die EOS RP mit 26MPI und dem EF 70-300 DO IS nur bei Bedarf, weil mit 1.385g doch deutlich schwerer als die kleinere EOS M5 Kombi.

Das iPhone ist für mich unerlässlich geworden, weil immer dabei und sehr zuverlässig, seine Aufnahmequalität ist gerade bei kritischen Lichtverhältnissen hinsichtlich Überstrahlungen meinen Augen und allen mir vertrauten EOS hoch überlegen, auch per HDR oder Tonwert Priorität, selbst mit Polfilter u.v.a.m. sind diese dSLR oder dSLM nicht annähernd in der Lage, die IP (11/12/13) Ergebnisse zu erreichen, letztlich ist die Verwendung mit langen Brennweiten deshalb oft ein Segen für den Sensor, während weite Winkel blitzschnell die Grenzen des möglichen aber engen Belichtungsspielraumes mit >single shot< überschreiten. Das muss nicht mehr sein, weil es für mich >eine< tolle Alternative!

Bleibt der hohe Preis für ein Handy mit >nur< 12MPI 3,5-fach Zoom Kamera, mit dem man Musik klasse ibs. über BT hören kann und die zudem auch soviel andere Beschäftigungen ermöglicht, die über das Telefonieren weit hinausgehen! Falls zu teuer: es gibt fabrikneue iPhone aus vergangenen Serien und zudem unzählige Alternativen von anderen Herstellern. Weil das iPhone ab der Version 11 für mich herausragende Lösungen bietet, war der Preis eine Überlegung wert. Weniger geht immer…

Etwas mehr auch 🙂

Ich habe zwischenzeitlich viel über die AirPods Max gelesen, die ersten geschlossenen und großen Apple Kopfhörer. Der Versandhandel bietet 30Tage Rückgaberecht, wovon ich nur sehr selten Gebrauch mache, diesmal eher nicht: >Max Airpod< gefällt mir einfach zu gut 🙂 Meine bisherige Liste an Kopf- und Ohrhörern ist so lang wie die Suche, die bisherigen Stationen brachten feine (STAX SRD7 Gold) zum angedockten Hören und schöne (B&O) kabelgebundene Exemplare, zufrieden war ich erst mit den AirPods, sei es mit Kabel (im Liegen) oder per Air (zum Bewegen, cave MNS Maske wegen der Bändel), laute und günstige Kopfhörer (JBL E65 BT NC), kleine und unverlierbare in ear für unterwegs (Linklike Fly 9). Mit diesen AirPods Max hat die Suche nach superfein einen Gipfel erreicht, den ich nicht mehr vermissen möchte, ibs. nach der Freude über die Qualitäten vom analytischen digitalen Verstärker NAD C 368. Man muss halt diese geschlossene Kopfhörer akzeptieren, denn sicher möglich, deren tonales Niveau auch über Lautsprecher zu erreichen, und räumlich sauber abgestimmt ist diese Wiedergabe dann offener, leider erst mit zigfach finanziellem Einsatz.

Warum schreibe ich über das iPhone Pro Max und die AirPods Max? Beide verbindet etwas, was man mögen und wissen sollte: Sowenig ich eine absolut getreue Wiedergabe einer Lichtsituation in der Fotografie mit dem IP bekomme, sowenig hat die akustische Wiedergabe mit der Datenquelle zu tun, nein, Apple hübscht oder schönt beide Wiedergaben ein wenig auf und das einzigartig und gekonnt! Die Fotoaufnahmen geben als Belichtungsspielraum mehr her als meine Augen sehen können, bei der Musikwiedergabe ist die Optimierung vergleichbar, ist also das Licht beim Fotografieren oder der Klangeindruck der Musik eher mäßig, schafft es Apple, subtil und für mich völlig legitim das zu verbessern, was sich lohnt, so wie eine Fotoaufnahme optimiert wird, geschieht dies mit der Musikwiedergabe auch und ich mag das letztlich gerne, denn wenn ich es weiß, kann ich mich auf den jeweiligen Ursprung zurück besinnen.

meine Sammlung musikalischer und wertiger Aufnahmen als >GEMEINSAME PLAYLIST< auf Spotify: https://open.spotify.com/playlist/5YAmjpYh5E668DLIyCheRH?si=184972c9ef7448c2 wie viele best of!

Es ist die musikalisch satte Wiedergabe, die erfreut, von ganz leise bis ganz laut, von echten 20Hz bis zu meiner altersbedingten Obergrenze bezüglich Höhen, von geliebter Klassik bis zum modernen Rock, von der mittelalterlichen Musik der Spielleute bis zum jazzigen Gefetze auf der Bühne. In Stereo räumlich exakt, selbst Mono läuft zur Höchstform auf, die vielen billig erstellten Abmischungen mit zig Meter breitem Synthesizer oder Schlagzeug, zuviel Hall und Overdubs für schlichte Stimmen, all das zeigt Max Airpod gnadenlos aber nicht zu hart auf. Klasse aufgenommene Tracks erleben eine irre Steigerung, die den Ohren einfach nur gut tut. Als mobiles Frontend reicht ein iPhone völlig und als Quelle die Bibliothek von Spotify&Co, natürlich klingt .wave vom iMac noch besser: ich habe noch nie so gut leise und so stabil laut gehört, wenn man von aktiven avantgarde acoustic Lösungen wie der zero 1absieht 🙂

nur in der Tasche wird wirklich geschlafen, rausgenommen immer Kontakt gesucht und gefunden

Wer bisher AirPods nutzt, ist mit dem Handling eh vertraut, koppeln und hören, fertisch, an der rechten Ohrmuschel dient die Crown (wie bei der Apple Watch) gedreht zur Lautstärken Einstellung, 1x gedrückt für Stop resp. Weiter, 2x für Vor und 3x für Zurück, der zweite längliche Knopf wechselt zwischen einer hervorragenden Geräuschunterdrückung zum herrlichen Transparentmodus, mich von der Umwelt kappt oder weiterhin verbindet: Ein Klapp Klapp an die Ingenieure, und was die tonale Wiedergabe betrifft, ich habe keinerlei Korrekturen vorgenommen! Eine Lightning Buchse dient dem Akku zum Aufladen und mehr ist nicht gewollt, Apple halt, per Adapter soll aktiver Betrieb auch über Kabel funktionieren! Mit Genuss bin ich durch meine Best of und Test Listen und viel mehr geflitzt, selbst BR1 mobil über das iPhone macht Spaß. Am meisten begeistert mich, sowohl ganz leise als auch sehr laut ohne akustische Einbußen hören zu können! Man sollte allerdings geschlossene Kopfhörer mögen, bei der originalen Transport Handtasche fällt mir das sehr schwer, der Schlafmodus ist wohl nur mit plan geklappten Ohrmuschel im Täschchen zu erreichen, dann ist die Investition im Sinne des Wortes einmalig. Weniger geht immer…   Tipp Top Text mit klasse Bildern, weshalb ich darauf verzichte:  https://www.hifi-journal.de/testberichte/kopfhoerer/1851-test-apple-airpods-max-im-langzeittest

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slowfoto heute – was ich aktuell und wie nutze und warum das iPhone dabei so wichtig ist

Bodensee Pfänderblick

Meine Fotografie hat sich Beginn des digitalen Zeitalters fortwährend verändert, was den Ablauf und die Gerätschaften betrifft: waren nach Jahrzehnten der SLR mit 36er Filmrolle (bei sparsamem Einlegen auch mal für 38 Aufnahmen gut) mit der ersten digitalen Kompakten irgendwelche Bilddateien möglich, so ist es aktuell eine 12MPI Datei mit dem Handy (iPhone 11/13 Pro Max) resp. 20/24/26MPI mit der Vollformat dSLR EOS 6D, der Crop-EOS M5 und der Vollformat EOS RP als dSLM. Ich nutze EF-M und EF-Objektive, keine EF-S mehr, zu neuen RF-Objektiven habe ich mich noch nicht entschließen können.

Aquamarin Wasserburg

Während zu dSLR Zeiten >6kg den Rucksack belastet haben, ist es heute gerademal 1kg (!) für das Handy (iPhone 11 mit 13-26-52mm KBÄ) und die kleine M5 (55-200mm => 88-320mm KBÄ), beide damit immer dabei, aktuell das iPhone 13 mit 13-77mm KBÄ. Die meisten Aufnahmen erstelle ich mit den 3 lichtstarken und Zoom fähigen Optiken, gerne für weite Winkel und erfolgreich gerade mit Gegenlicht oder hohen Kontrasten, für alles darüber kommt das EF-M Telezoom ibs. für eher kontrastarme Ausschnitte zum Einsatz, es sei denn die 6D oder RP sind gefragt, im Schrank sind lichtstarke Festbrennweiten und einige Zoome. Das iPhone ist in Hinsicht auf Kompensation großer Dynamik bezüglich Licht meinen EOS weit überlegen, deren [SCN] Programme HDR oder Nachtaufnahme ohne Stativ längst nicht das IP-Niveau erreichen! Auf die Verwendung von Blitzlicht verzichte ich gerne. Das iPhone bietet bis max. 10sec. aus der Hand einen tollen >night-modus< bei 26-52/77mm KBÄ, Panoramen ab 13mm und einen Tele Porträtmodus und den nicht nur für Gesichter, sondern alle möglichen Objekte im Vordergrund mit leicht unscharfer Freistellung! Was ich beim >richtigen< Fotoapparat mittlerweile vermisse: die vollständige Kontrolle bereits >vor< jedem Klick, den mächtigen und schnellen Prozessor ohne Wartezeiten, und das alles ohne Stativ! Motive sind wie früher und mehr, die aufgewendete Zeit hingegen nur noch ein Bruchteil, die Trefferquote liegt deutlich höher, wenn man sich entsprechend Mühe gibt und dabei bewegt anstelle digital zu zoomen: das iPhone arbeitet eingeschaltet wie eine Videokamera, ein JPG ist dann nur noch eine Momentaufnahme und die Trägheit des absolut unterlegenen SLR oder SLM Live View Bildschirms ist dem iPhone völlig unbekannt. Weite Winkel mit kontrastreichen Lichtverhältnissen sind heute die Domäne des iPhone. Bei den EOS muss man tricksen, um halbwegs Ergebnisse kontraststarker Motive umzusetzen: Auto Lightning Optimizer als automatische Belichtungsoptimierung mit Stufen, denn Tonwert Priorität D+ ist m.E. unterlegen, insbesondere auch der Einsatz zirkulärer Polfilter schaffen etwas Abhilfe im Live-View bei für den Sensor zu hohen Lichtunterschieden, leider mit Mehraufwand 😦

Nachmittags Sonne am See

Okay, das iPhone hübscht die Fotos damit ein wenig auf (NB wie auch die akustische Wiedergabe, dafür genügt dann oft das platzsparende MP3 Format), ibs. bei Dunkelheit ist das gut zu erkennen, für eine farbidentische Dokumentation gibt es anderes Equipment. Meine Lust am Fotografieren ist dennoch gestiegen, weil ich bereits zuvor erkenntliche Unzulänglichkeiten in der Aufnahme blitzschnell zu korrigieren weiß und das oft auch ganz ohne Rechner! Mittlerweile >teile< ich die M5 Aufnahmen per Airdrop in die Filmrolle [Fotos] vom iPhone, um identische Bearbeitung zu ermöglichen und alles zusammen gespeichert zu haben. 

Besuch von der Wespe

RAW hat mich beim Handy wie auch allen meinen EOS nicht wirklich als durchgängig nötig überzeugt, ibs. weil die iPhone JPGs für mich gut genug sind und nur weniger, damit schnellerer Nachbearbeitung bedürfen. Die Annäherung aller 3 EOS erfolgt mit Bildstil auf AUTO 755111 M5/RP resp. 7111 6D, Automatische Belichtungsoptimierung auf HOCH, Rauschreduzierung auf aus, das Vorgehen bei der Aufnahme ist wie bisher: erst Fokus und Belichtung im LIVE VIEW festlegen, dann Klick und sehen, ob die Fotos denen aus dem IP näher gekommen sind. Warum noch eine EOS SLM? Vor allem wegen der (Tele-) Wechselobjektive und der größeren Sensoren, deren JPGs noch mehr Futter für die Bildbearbeitung und mit >20MPI eine höhere Detailzeichnung bieten J auch wenn ich auf einem Auge fast blind fotografieren muss und die Qualität der EOS Dateien deswegen erst mindestens am MacBook empfinden kann. 

Lichtbogen vom elektrischen Feuerzeug

Das fotografische Vorgehen ist bei allen Kameras weitgehend identisch: EOS AF-ON entweder mit dem mittleren AF Punkt oder beim IP dessen Positionierung per Fingerwisch, Pre-AE auf die bildwichtig helle Stelle mit der * Taste oder halb gedrücktem Auslöser, beim IP auch kombiniert per Fingerwisch, mein präferiertes und zuverlässiges Vorgehen für Einzelaufnahmen! Am schnellsten ist das mit dem iPhone zu erreichen, es folgen die M5 und RP, die 6D ist im LIVE VIEW langsam wegen der verzögerten Bild Wiedergabe, und mit dem feinen weil optischen Sucher hingegen belichtungsmäßig unkontrollierbar. Weiterhin gilt für die EOS: unbedingt auf die hellen Partien belichten und Schatten später aufbrezeln, Abhilfe ist ebenfalls mit [4Nachtaufnahme ohne Stativ] oder [HDR] möglich, wobei mir auch HDR weniger zusagt, auch ein Grau- oder zirkuläres Polfilter schafft Vorteile, aber letztlich geht es mir um den Augen-blick-klick und nicht um die Tiefen der Fotografie, vielleicht noch mit einem Stativ 😦

Alle neuen Aufnahmen werden in jeder Kamera umgehend geprüft und Doubletten usw. gelöscht, von den EOS aufs iPhone übertragen und dort notwendiges [Bearbeiten] dann speditiv und auch mobil durchgeführt: waagrecht ausrichten, croppen und Winkel korrigieren, Belichtung und Bildausdruck optisch verfeinern, alles eine Sache von Sekunden (Zauberstab, Schatten, Schwarzwert). Die Kontrolle durch die kritischen Augen der Partnerin erfolgt ebenfalls zügig 🙂 das ist my way!

oben IP7+ unten IP11 ProMax, beide Aufnahmen unbearbeitet

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Toskana – endlich wieder reisen!

14 Tage in Tonda – wiedergefunden

Tonda ist unser Domizil, wir waren wie vor über 10 Jahren hier in einer modern ausgestatteten Wohnung mit kleinen Fenstern, denn der alte Bauernort mit damals 350 Einwohnern und deren Vieh im Erdgeschoß wurde vor 50 Jahren von Hapimag historisch korrekt wieder aufgebaut. Heute urlauben hier bei Vollbelegung 180 Partner, mit Außenschwimmbecken, Tennisplatz, großem gemeinsamen Garten und neuem Restaurant, dessen moderner Baustil vor 10 Jahren in neuen ca. 40qm de luxe Einraumwohnungen mit Balkon oder Terrasse fortgesetzt wurde: Die Anlage ist hochkarätig, liegt abseits wie die nahen Dörfer auch und damit sehr ruhig, bietet idealen Ausgang für Ausflüge und Wanderwege oder Einkauf vor Ort und in der näheren Umgebung. Wir haben u.a. die folgenden alphabetisch angeführten Orte aufgesucht, dazu eine Galerie von knapp 60 vorab ausgesuchten Fotografien, deren gemeinsame Auswahl dem Verlauf unserer Reise angepasst ist und wie der begleitende Text ausschließlich unsere persönlichen Eindrücke wiedergibt: 

Castelfalfi ist als Golfdorf fest in indischer Hand, 2 riesige Hotels, viele Appartements oder Reihenhäuslein, auch leerstehend, im Ort gibt es ein Restaurant und eine Bar mit gemeinsamem und schönen Garten samt Baumbestand, wir genießen einen Rundgang mit Blick auf den riesigen Golfplatz

Castelfiorentino ist Verkehrsmittelpunkt als Bahnhof und riesigem Wochenmarkt mit wohlfeilen Angeboten aller Art, aber auch mit einer wuseligen Kolonie von Bibern, Enten und Ratten unter der Brücke  

Certaldo hat den für uns schönsten COOP FI unten in der Stadt und oben (C-Alto) eine vollständig erhaltene Altstadt als Art Straßendorf, mit der Kirche am östlichen und einem Restaurant mit tollem Garten am westlichen Ende, wir haben die Vorbereitungen für ein Straßenfest miterlebt 

Colle di Val d`Elsa enttäuscht, hier ist die Zeit stehen geblieben, vieles ist renovierungsbedürftig oder steht zum Verkauf, der Glanz aus der Arnolfo Zeit war einmal, das Lokal ist weg, dafür Parken ohne Gebühr, weil die Einwohner auch nur außerhalb der Altstadt parken können

Empoli mit Wochenmarkt auf dem zentralen Parkplatz, ein großer Rundgang durch die Altstadt mit tollen Geschäften

Gambassi Terme hat den herrschaftlichen Park sozialisiert, die Therme ist außerhalb des Ortes, der Ort hat Reiz ibs. auch wegen der Hanglage und dem üblichen Wochenmarkt wie anderswo auch

Greve hat sich gut gehalten, mit vielen Besuchern ist das Zentrum stark touristisch, Montagliaris Restaurant und die Enotek Vignamaggio waren geschlossen, Castello di Uzzano gehört jetzt Adidas, die Weinboutique Verrazano war geöffnet

Montaione bietet einen fast quadratischen Wochenmarkt auf dem zentralen Parkplatz und eine eher kleine und winkelige Altstadt, einen guten COOP und die externe Tankstelle mit feinem Restaurant und PKW Waschanlage

Rosignano und Cecina haben wir per traumhafter Rundstrecke von Sughera aus Richtung Meer aufgesucht, teils mit Schotter, durchweg mit kurvigen Motorradstraßen und weiten Aussichten in die Landschaften mit unendlichen Feldern: Ein Eis im mondänen Hafen von Rosignano, einen Café an der klassischen Hafenbar von Cecina

San Gimignano ist schon schön und prall voll mit Touris, aber wir sind ja auch welche, wir waren sowohl solo dort und auch geführt mit herrlicher Wanderung: die mittelalterliche Geschichte ist grausam, ganz Italien scheint damals zerstritten, man hat sich gewaltig bekriegt und in der Stadt untereinander ebenfalls, es ist nur gut dass es heute anders ist! Schön sind die kleinen Geschäfte, in denen auch die Einheimischen einkaufen, der Abstecher zum Weingut San Donato ist es wert, auch wegen der tollen Ausblicke und nicht nur, weil wir die Weine mögen

San Miniato hat einen kleinen übersichtlichen Wochenmarkt, es sind ja immer wieder die gleichen Händler mit den Lieferwägen samt riesigen ausfahrbaren Dachkonstruktionen, die vielfältige Ware sehr günstig anbieten, oft auch wertige regionale Kleidung, toll der Blick vom Torre über Stadt und Land

Siena haben wir mit dem Zug von Castelfiorentina aus erreicht, per zig Rolltreppen sind wir hoch durch den modernen Einkaufsmarkt zum nördlichen Einstieg in die Hauptmeile Via Camollina und langsam bis zum Campo gelaufen, danach weiter um viele historische Ecken, leben wollte wir hier nicht wirklich, gezielt einkaufen eher, man muss ja auch was mit nachhause bringen 🙂

Sughera bietet Aussteigern und Einheimischen wie Gästen viel Landschaft und eine hervorragende Ziegenmilch Käserei, die es uns angetan hat

Vinci lohnt nicht nur zu Fuß, die längliche Altstadt bietet Aussichten und viele schöne Winkel innerhalb der Stadtmauer und einen dem Meister gewidmeten Kreisverkehr

Volterra ist eine Empfehlung für sich, klasse Geschäfte und Restaurants, wir freuen uns auf einen weiteren Besuch mit mehr Zeit

FAZIT: bemerkenswert ist die Disziplin der Italiener, die z.T. auch im Freien Masken tragen und sorgfältig beachten bzw. warten, wenn der Zugang zum kleinen Geschäft auf 1 Person beschränkt ist, und das ist sehr oft der Fall. Viele Bars oder Geschäfte sind platt, man findet >se vendi< in der Menge. Grundsätzlich ist die Freundlichkeit resp. Hilfsbereitschaft groß, ein alter Herr hat uns, weil wir zweimal nach Navi falsch gefahren und wegen der innerorts gesperrten Straße ein Schild >tutte directione< übersehen haben, einfach angehalten und gesten- wie wortreich den richtigen Weg erklärt, und die Ausführung sogar überwacht, am ersten Tag hatte uns der Besitzer der automatischen Tanke beim >voll tanken< geholfen! In der Anlage grüßen die Gärtner, Hausdamen und -meister, Beschäftigte im Service sind emotional und speditiv dabei. Schön bei Hapimag ist das gehobene Niveau der Einrichtungen, klasse Betten und ibs. hier wieder die Sauberkeit in der Wohnung und die Pflege der Anlage! Das Umweltbewusstsein außer Haus ist hingegen nicht wirklich ideal ist, die Berufsjäger hinterlassen ihre Patronenhülsen wo der Schuss gefallen ist, und die Jagd des Vorausfahrenden auf der Straße ist wie in meiner ersten Südtirol Erinnerung von 1970, es muss einfach überholt werden 😦 Nebeneffekt der in der Schweiz und Italien geltenden Tempolimits: unser Verbrauch liegt auf dem bisher niedrigsten Niveau aller Fahrten, der kontinuierliche Verkehrsfluss ist geradezu ideal dafür, der Verkehrsdichte angepasst finde ich variable Limits auf Autobahnen richtig, ebenso 100km/h auf breiten Bundesstrassen, auf kleinen Landstrassen reichen 80km/h und in Ortschaften außer Durchgangstrassen genügen 30km/h ibs. im Kreisverkehr und vor allem zur Vermeidung schwerer Personenschäden.

Was auffällt, sind geografische Weiten, riesige Weinberge, oft mit neuer Gestaltung der Wirtschaftswege, so dass der Vollernter die Trauben ansaugen und anschließend dem Laster weitergeben kann, der sofort ins Weingut fährt, das Lesegut ist ja verletzt, es gibt noch viele Weingüter, die >Lese von Hand< auf dem Etikett notieren. Ebenso groß erscheinen Äcker, die gigantische Höhenunterschiede aufweisen und damit sicherlich nicht einfach in der Bodenbearbeitung sind. Die Mischwälder, meist privat gekennzeichnet und für die Jagd genutzt, sind allen Anschein nach top gesund, auch wenn es monatelang nicht regnet, am Morgen ist die Natur feucht, Baumsterben wie in den Nadel Monokulturen vom Harz oder Schwarzwald haben wir nicht beobachtet.  

Viele Landschaften und kleine Strassen sind abwechslungsreich, die Tage mit Sonne warm, nach Sonnenuntergang wird es spürbar kalt und in den Nächten auch sehr frisch, die Ruhe hier ist toll, selbst die Tauben turteln ohne üblichen Krach wie zuhause am Bodensee, man kann weit wandern außer Privato und in Jagdarealen, es wird dort viel geschossen, vor allen zum Wochenende, die Speisekarten zeugen vom Wild 🙂 Parken in Ortschaften ist frei oder kostengünstig, die COOP-FI Märkte sind oft klasse, man muss sowieso zum Einkauf fahren! Zum Verkehr: Jeder fährt und überholt, wann wie wo er will, teils bedenklich, das nichts passiert, ist nur der oft geringen Verkehrsdichte zuzuschreiben, innerorts ist man geduldiger, vielleicht wegen der Zuschauer? Im Winter werden manche Strassen laut Aussage weder geräumt noch gestreut, dann soll es oft auch recht problematisch sein. Mit wenig Geld in der Tasche kann man die Wochenmärkte gut nutzen, das andere Preisniveau ist wie zuhause. Es wird viel, auch am Samstag gearbeitet, oft wohl auch schwarz und das ist bei 22% MwSt. (k)ein Problem. Die Proteste gegen den Green Pass sind zwar heftig, Dragi will aber hart bleiben, Portugal hat mittlerweile in €uropa die höchste Impfquote mit einem Ex General als Leitung, es geht wohl auch anders als mit knapp unter 70% bisher Geimpften in D: wie kann man diesem Virus dauerhaft anders als mit Impfung begegnen? Für seine Verbreitung sorgt der Sorglose oder Ungeimpfte von alleine… wir stehen vor 3xG geimpft, mit dem mRNA Impfstoff, der aktuell seine Wirksamkeit gegenüber den weitest verbreiteten Tot-Impfstoffen klar bewiesen hat! Mit der Impfung hat Reisen wieder (s)eine wichtige Bedeutung für Alle, Gastgeber und Gäste 🙂

Alle Aufnahmen mit dem iPhone11 Pro Max und der EOS M5 mit EF-M 55-200mm 4.5-6.3 IS STM – meist wenig oder unbearbeitet – Fortsetzung ist vielleicht geplant

(c)slowfoto.wordpress.com

OPEL Grandland – echte E-Mobilität als Alternative?

Unterwegs mit dem Wohnmobil haben wir von AVIS Meran für 2 Tage einen Gradland gemietet und sind damit Autobahn im Sportmodus, Bergstrecke und Schotter mit 4WD, City rein elektrisch und Landstrasse Hybrid als erstes wegen etwas Rekuperation des leeren Akkus gefahren. Bemerkenswert für uns als alte, aber sicher versierte Automobilnutzer mit E-Erfahrung war nach beiden Tagen, dass es sich um ein teures und in der Nutzung sehr spezialisiertes Fahrzeug handelt, das für unsere Bedürfnisse schlichtweg nicht als CO2 Sparer in Frage kommt, weil es mit nur bis 50km Reichweite bei 7Std. Ladezeit an der 220V Steckdose und entsprechendem Mehrgewicht auf Dauer trotz hoher Förderung keinen Vorteil bietet. Kurz gesagt, der bevorzugte eigene Fahrstil ist pilotierend, vorausschauend mit möglichst wenig Einsatz der Bremse, und wenn dann lieber per Motorbremse resp. in den kleineren Gang schalten, was Bremsen und Reifen schont, den Magen der Mitreisenden sowieso: Reisen statt Rasen hat unser Wohnmobil Verkäufer meine Frage nach der Höchstgeschwindigkeit unseres FIAT Ducato beantwortet, wir verbrauchen mit dem beladenen 3,5 Tonner unter 10l Diesel/100km!

AVIS brachte den Opel früher als vereinbart und hat ihn später als benannt abgeholt:

OPEL Grandland X 1.6 HYB 130CV IT GD033AV 7-Gang Automatik km22405 bis 22569 164km 13,6l SBF -> 8,3l/100km mit leerem Akku, ohne Waschwasser, keine Einführung, Probleme mit der Zentralverriegelung wegen der Parkbremse, viel Platz und gute, aber etwas kurze Vordersitze, gutes und stabiles, aber sensibles Fahrwerk, z.T. umständliche Bedienungen und Hebeleien wie Schaltung per Gurke anstelle Hebel, mit zusätzlichen Druckknöpfen, wodurch z.B. Rückwärtsfahren erschwert anzuwenden ist, der Start-Stop Knopf durch den Lenker verdeckt, aber wichtig für Inbetriebnahme und ZV beim Verlassen, weil kombiniert mit der Parkbremse, d.h. man kann nicht per ZV abschließen, wenn man zuvor die Parkbremse genutzt hat, umständliche Schaltgurke. Vier Fahrmodi per Schiebeschalter zu wählen, Hybrid ist immer dominant, Sport lässt manuelle Schaltung per Lenkertasten zu und damit die Bremswirkung des Benzinmotors, alle anderen Modi nicht, schaltet der Beziner aus, kommt es zum Segeln wie bei getretener Kupplung, d.h. bergab muss dauernd und heftig gebremst werden, ibs. weil die Rekuperation viel zu lasch eingestellt und z.B. nicht per Schaltwippen zu verändern ist! 4WD fährt wie Hybrid, Elektrik klasse für die Stadt, aber halt nur für ca. 50km, wenn der Akku voll geladen ist, bei unserem Mietwagen war kein Ladekabel beigelegt und der Campingplatz hatte einen Ladeplatz für E-Mobile! Die 215er Reifen auf 19Zoll Felgen sehen vielleicht gut aus, finden aber ab 100km/h die Grenzen schnell, 225/235er auf 17/18Zoll wären m.E. stabiler. Ausgestattet kommen zum Grundpreis mit 1.2l 3-Zylinder von knapp über 32k€ kommen noch locker bis zu 20k€ dazu, das ist zu viel und die vermeintliche Einsparung von CO2 Ausstoß nur bis 50km Reichweite m.E. nicht sinnvoll förderwürdig, sondern ein direkter Zuschuss für den Hersteller, also eine sehr fragwürdige Verschwendung von Steuergeldern. Und der kleine Benziner muss die 300kg Auflast an elektrischen Bauteilen ab 50km alleine schleppen, was letztlich mit einem sparsamen Diesel für alle längeren Distanzen CO2 günstiger geht, wenn nur <5l/100km verbraucht werden. Wenn E-Stromer, dann bitte 100%er und entweder klein und leicht für die kurzen täglichen Distanzen oder groß für min. 500km. Leider haben wir noch kein durchgängiges E-Zapfsäulen Netz und zudem einen Wirrwarr an Lade- und Bezahl-Systemen, mal wieder typisch in unserer Demokratie, reisen ohne min. 3 Ladekabel und 5 Bezahlkarten ist nicht. Immer höhere Beimischungen an synthetischen Kraftstoffen wäre eine einfache und flächendeckende Zwischenlösung, denn auch Wasserstoff Antriebe werden in vielen Bereichen Zukunft bleiben. Ohne leichte aber fette Akkutechnik hat der Stromer für Alle keine wirkliche Chance, wobei der Motor mit bis zu 80% Wirkung erste Sahne ist, wie unsere E-Bikes seit tausenden von Kilometern bewiesen haben, auch wenn das Rad selbst damit ca. 10kg schwerer ist als ohne Strom. 

Fazit: wenn schon einen Stromer, dann bitte einen echten wie den der italienischen Post >powered by DUCATI energy< für echte 50 Stadtkilometer! Wer täglich definierte Entfernungen als Arbeitsweg z.B. und zudem 2 Lademöglichkeiten beim jeweiligen Parken hat, mag mit 50km E-Reichweite auskommen, als on top ist sie für uns einfach zu wenig und mit zuviel Aufpreis und technischem Aufwand verbunden, weil der elektrische Zusatzantrieb das Fahrzeuggewicht über Gebühr erhöht und damit i.d.R. dann noch beim kleineren Verbrenner durch höhere Drehzahlen zum Verlassen der verbrauchsgünstigen Bereiche führt. Und wenn ich schon mal motze: wir müssen endlich weg, nur in Beschleunigung und Pferdestärken zu protzen, bei der aktuellen Verkehrsdichte ist der gleichmäßige Fluß wichtig, nicht das Überholen, wir sollten in Städten 30km als Sicherheit für die Fußgänger und Radfahrer einführen, mit Ausnahmen der priorisierten Durchgangsstraßen, so wie es in Südeuropa seit langem funktioniert, auch 80km reichen auf vielen Landstrassen und 130km auf stark befahrenen Autobahnen, die Unfallfolgen sind bei niedrigeren Tempi geringer, und deswegen auch E-Roller auf 15km Geschwindigkeit beschränken!

alle Aufnahmen mit dem IP11 PM

TIPP: zu jeder Aufnahme, Frage oder Thematik biete ich gerne ein LIVE COACHING per Videotelefonat an, Dein/Ihr Beitrag für 30min 30€ und 60min 50€ – mobil 0172 7021587

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