Canon EOS M5 – Einstellungen

Warum eine >alte< 2018er Kamera gerade jetzt?

Seit der Anschaffung 2012 einer 18MPI EOS M samt D5 Prozessor und einem Pancake 2.0 22mm plus drei IS Objektiven (11-22 18-55 55-200) habe ich lange mit dieser Kombination, trotz Kritik am angeblich lahmen AF, mit meinen gewohnten Einstellungen (pre AF-ON auf Sternchentaste, pre AE-Lock mit halb gedrücktem Auslöser) sehr gerne, sehr schnell und viel fotografiert: die Entdeckung vom Live View, der fast kompletten Steuerung über den TFT auf der Rückseite hatten es mir angetan, und bis auf wenige Situationen mit der Sonne im Rücken habe ich einen eSucher auch nicht vermisst, das gilt ebenso für jedes iPhone und am liebsten mit den großen Pro Max 🙂 Begeistert war und bin ich immer noch vom EF-M 11-22mm, weil klein, leicht und m.W. als bisher einziges Weitwinkel Zoom stabilisiert (!) oder auch nachts vom Pancake EF-M F2 22mm z.B. im illuminierten Berlin aus der Hand mit der SCN App [4Nachtaufnahme ohne Stativ]!

EOS M5 mit EF-M 2 22 533g (IP11 PM)

24MPI der 2018er EOS M5 mit dem D7 Prozessor und eSucher, dem M-Bajonett plus bereits vorhandenem Mount Adapter EF-EOS M (für die 26MPI EOS RP ist es der Mount Adapter EF-EOS R) waren aktuelles Objekt der Begierde, z.B. für ein EF 70-300 DO IS, das nunmehr Fotos mit Brennweiten von f112-480mm KBÄ ohne Einfluss auf die optischen Eigenschaften des Tele durch Verwendung eines Konverters ermöglicht! Und dieser Kombination sieht man die Potenz einfach nicht an… Stellt sich jetzt die ketzerische Frage, ob (Crop) dSLR und EF-S Objektive überhaupt noch nötig sind? 

Bildbeispiele mit der EOS M5  ooc  Fast Resize

0008 EF DO IS f300mm plus Kenko 1.5 => 720mmKBÄ – blaue Tonne
0007 EF-M 2 22mm => 35mmKBÄ Blick auf das Nachbarhaus
0004 EF-M 2 22mm => 35mmKBÄ Eschbach Mündung zum Bodensee
0002 EF-M 55-200 IS => f320mmKBÄ – blaue Tonne
0001 EF DO IS f300mm => 480mmKBÄ – blaue Tonne

Allgemein: das M5 Gehäuse ist etwas größer als das der EOS M, ein Tribut an eSucher und mini Griff, liegt damit aber sicherer in der rechten Hand. Ausgelegt ist die M5 eher auf Live View über den gleich großen TFT wie bei der EOS M, hier vertikal beweglich, leider nicht geschützt einklappbar wie bei der EOS RP. OFF-ON Schalter, 4 Drehrädchen, 14 Drucktasten zur Fotografie plus eine für BT Kopplung und eine 4-Wege Drehkranz Wippe erfreuen den Anwender, zudem ist das Bedienkonzept mal wieder neu umgeordnet, nur der Canon Geier weiß warum das bei jeder Kamera geändert werden muss, nach gut einem Dutzend Bodies dauert es wieder einen Tag bis die Kiste so läuft wie ich es haben will! Okay, die meisten Einstellungen kann ich aus anderen Quellen kopieren, immer parat merken ist noch nie meine Stärke gewesen 🙂

my way: Kamera ja nach Motiv und Situation auf P, Tv oder Av -> ON -> AF ON -> AE ON -> finale Bildkomposition -> klick! Auch mit 720mm KBÄ aus der Hand…

EOS M5 + Mount Adapter EF-EOS M + Kenko 1.5 + EF 70-300 DO IS 1,4 kg (IP11 PM)

Videoclips erstelle ich mit dem iPhone 11 Pro Max mit Stereoton, den haben die EOS M/M5 auch. Für mobile Anwendung ist m.E. ein OSMO Gimbal von großem Nutzen.

Die nachgeführte JPG Frequenz von 7-8 Bildern pro sec. erlebe ich wenn dann in [SCN] Sportprogramm, es gibt [4Nachtaufnahme ohne Stativ] aber noch keinen [Silent Modus], dafür unzählige Wahlmöglichkeiten, die JPGs in der Kamera zu stylen 🙂 was mich nicht interessiert. Der Auslöser wird als unpräzise kritisiert, das kann ich nicht nachvollziehen.

Zu den Einstellungen:

MENUE rot

SHOOT 1

Bildqualität L

Seitenverhältnis 3:2

Belichtungsimulation Aktiv.

Display spiegeln Ein

SHOOT2

Anzeigemodus Flüssig

Sucher-Anz.format Anzeige 1

Rückschauzeit 2 oder mehr Sek.

Touch-Auslöser Deakt. Pos. AF-Rahmen Mitte

Touch & Drag AF-Einstell. Deakt. Pos.-Methode Absolut Akt. Touch-Ber. Ges. Display

Schnelleinst-MenüLayout AF ONE SHOT L Timer OFF AWB Natürlich Messmethode integral

SHOOT3

AF-Betrieb ONE SHOT

AF-Methode Einzelfeld AF

AF-Feld Größe Klein

Kontinuierl. AF Aus

Focus-Modus AF

AF-Hilslicht(LED) Aussend. OFF

SHOOT4

Einst. für MF Peaking Ein Hoch Rot

IS-Einstellungen Video Digita-IS Aktiv.

Video Aut.Wass.w. Deakt.

ObjektivAberrationskorrektur über EOS Utility auswählen und in die Kamera hochladen (Vignettierung Farbfehler Beugung – die Liste der korrigierten Objektive ist sehr lang)

AEB 0 oder al gusto

SHOOT5

ISO-Empfdl. AUTO Limit Max.: 3200

Tonwert Priorität OFF

Autom. Belichtungsoptimierung OFF

Messmethode Mehrfeld oder Selektiv [()] oder Spot oder Mittenbetonte Messung (Korrektur Tipp Steuerung über ISO oder Drehrad -3 -2 -1- 0 +1 +2 +3 in Drittelschritten

Blitzsteuerung interner Blitz zur Aufhellung -1 EV

SHOOT6

Weißabgleich AWB

Custom WB

WB-Korrektur 0,0

Bildstil Natürlich 75512-1 oder Landschaft 75513-1

Rauschred. bei Langzeitbel. OFF

High ISO Rauschreduzierung OFF

SHOOT7

Betriebsart Einzelbild []

Selbstausl./Fernsteuer. OFF

SHOOT8

Movie-Aufn.größe je nach Bedarf

Tonaufnahme Auto

Movie-Servo-AF ON

AF mit Auslöser während Video ON

Video Langzeitautomatik A-SLOW ON

SETUP1 gelb

Ordner anlegen Monatlich

Datei-Nummer Fortlaufend

Formatieren

Videosystem PAL

Anz.-Einstell. Monitorstrg. Auto

Elek. Wasserwa. Kalibrierung Vertikalneigung

SETUP2

Eco-Modus AUS

Stromsparmodus al gusto

Displayhelligkeit auf mittig eingestellt

Nachtschema Aus

Zeitzone Paris

Datum/Uhrzeit

SETUP3

Sprache Deutsch

Piep-Ton Aus

Betriebsger. Aus

Tipps & Tricks Aus

Touch-Bedien. Standard

Sensorreinigung automatisch oder jetzt reinigen

SETUP4

WLAN-Verbind.

Wireless-Kommunikationseinst.

Anzeige Zertifizierungs-Log

Indiv. Aufnahmemodus (C1, C2) wenn benötigt wird

Copyright-Informationen Info Name Detail oder löschen

Kam. zurücks.

Firmware-Ver.: 1.0.2

Individual Funktionen orange

C.Fn I: Belicht. Safety Shift 1:Aktiv.

C.Fn II: Andere 1 2 3 4 auf 0 * 0 0

Alle C.Fn löschen

MYMENU grün

Registerkarte My Menu hinzuf.

Alle Reg.karten My Menu lösch

Alle Positionen löschen

Menüanzeige Normal

NB: Alle aufgeführten Einstellung beruhen auf persönlichen Präferenzen,              sie sind Empfehlungen ohne Anspruch auf allgemeine Gültigkeit.

(c) slowfoto.de

Slowfoto für die KW 15 2021 ff – Covid Prophylaxe

auf unser eigen Art – ob das diesmal ausreicht 😦

Angeblich mit DNA Spuren von AS JS JK und UvdL im Innenraum 🙂

13 Monate sind seit dem ersten Lockdown vergangen, wir sind in der 3. Welle der Covid Pandemie, plagen uns mit wechselnden politischen Entscheidungen fragwürdiger Tragweite anstelle von wirksamen Maßnahmen, die in China bereits nach dem ersten Ausbruch, wenn auch damals schon zu spät, aber in Südkorea konsequent und erfolgreich umgesetzt wurden: zu viele Bürger warten auf den Impftermin.

Wir haben bei unseren unzähligen Wanderungen dieses Auto schon im vergangenen Sommer gesehen, damals noch längs abgestellt, nunmehr quer über den Weg: der Grad an Zerstörung ist zwar fortgeschritten, die Lösung aber läßt immer noch auf sich warten…

IP11PM  ooc  Fast Resize

(c) slowfoto.de

in ear sei Dank – oder die Lust an der Musik

Langzeit Hören mit Ear-Pods und mehr

EOS RP  [silent modus]  f300mm  F11  1/1.250sec  ISO 100  Fast Resize

Musikwiedergabe ist eine meiner Leidenschaften wie Musiksammeln, was mittlerweile recht einfach mit dem Spotify Premium Abo erfolgt, auf dem iPhone ruhen rund 70GB herunter geladene Playlisten, geordnet und ergänzt mit immer wieder neuen Tracks: früher ein Unding mit physischen Tonträgern, heute blitzschnell als digitale Kopie! Es ist einfach ein Genuss, entweder über den (neuen) Interpreten oder (einen bekannten) Song zu surfen und hörenswertes zu entdecken! Auch eine nette Alternative über Internetradio:

Rockantenne bietet viel zur Auswahl, bei minderer Qualität als Spotify

Auch die mobile Wiedergabe hat sich vom Walkman mit dem kleinen Kopfhörer bis heute gewaltig geändert, während zuhause die gute (neue) HiFi Anlage auch mit den Digi-Daten werkelt, reicht für Genuss überall das Händy und der BlueTooth Ohrstöpsel. Kabel gebundenes Gerät habe ich eifrig genutzt: übrig geblieben ist eine STAX Box mit elektrostatisch offenem Wandler am potenten Lautsprecher Ausgang, ein geschlossener Kontroll Sennheiser und viele Generationen an Stöpseln:

Aktuell sind es 3 Hörhilfen: draußen in Bewegung BT in-ears mit Silikonbecher und Nackenbügel, zuhause die BT in-ears ohne Silikon, also halb offen und im Liegen die nahezu Baugleichen aber kleineren mit Kabel, sie vertragen sich auch mit dem Ohr auf dem Kopfkissen. Geschlossene Kopfhörer sind im Freien auch bei Kälte von Vorteil, dafür aber sperriger. Die Apple Watch am Handgelenk zeigt nicht nur den Musiktitel, sie lässt Fernbedienungen wie Stop, Titel vor und zurück und die Lautstärke verändern zu, was wegen der BT Reichweite auch durch zwei gemauerte Wände funktioniert, so kann z.B. das Händy parallel aufgeladen werden.

Spotify war zu Beginn qualitativ eher zu belächeln, aktuell bietet die beste Download Einstellung eine sehr erfreuliche Wiedergabe auch ohne mobile LAN Verbindung. Zur Zusammenstellung von Musiklisten lade resp. nutze ich das häusliche WLAN Netz vorzugsweise am großem Bildschirm. Manchmal ist die festgelegte Reihenfolge der Musikstücke in der Playlist okay, oft mag ich die Zufallswiedergabe lieber 🙂 weil ohne den sich schnell einstellenden Gewöhnungseffekt.

Ich favorisiere gerne live tracks, i.d.R. ohne üble Studiotricks aufgenommen, auch lange ausgespielt oder als Cover Version von anderen Interpreten: noch nie war es so einfach und schnell, eine Playliste zusammen zustellen, zu ändern oder zu ergänzen!

Tonal erfreut mich die Wiedergabe ibs. über die Apple Stöpsel, weil selbst sehr leise auf Stufe 2-3-4 eingestellt nahezu keine Verluste wahrzunehmen sind, das ist einfach nur klasse, im Freien ist oft mehr an Lautstärke nötig… und wenn die Post mal abgehen soll, kein Problem, sie klingen auch laut sehr lange sauber, aber aufpassen mit der Belastung:

ab 2:10 (das kurze) und ab 4:30 ist Clapton`s langes Gitarrensolo der Hammer

Für die Insel würde ich die Apple Watch und das iPhone mit den Air Pods mitnehmen, auf dem Festland ist die Auswahl um etliche Varianten reicher 🙂

Vollmond [night modus] auch leise 🙂

IP11PM  ooc  Fast Resize

(c) slowfoto.de  

Slowfotos für die KW 14-19 2021 – Essen zuhause

…ein Jahr lang Küche auf unser eigen Art  –  ca. 100 Aufnahmen lang!

Wir sind vor dem März 2020 nach Laune und Lust essen gegangen, wenn es nicht so voll war, nie an Feiertagen außer privaten und unterwegs auch öfters: Ambiente und Küche gerne vereint, ohne ging garnicht, dann war eben der Bio Bäcker angesagt 🙂 Pandemie bedingt hat dann die eigene Küche eine weitaus bedeutendere Rolle und Zeit eingenommen als je zuvor, wobei bestehende Ansprüche noch weiter >erarbeitet< worden sind: die eine einfache Rückkehr zu bisherigen Gewohnheiten wird eher problematisch, weil einige Adressen resp. deren Einkaufsriten uns heute nicht mehr befriedigen können! Einfach oder raffiniert, ganz egal wenn die Lebensmittel und der Umgang damit stimmen, hingegen halbfertige Produkte frittieren oder wärmen war noch nie unser Wunsch. Ich habe aus persönlichen Highlights unserer Küche einige Beispiele zusammengestellt, eine lieb gewonnene Auswahl genußreicher Begebenheiten, sonst nichts, auf Rezepte usw. verzichte ich, es sollen Augenfreuden und Erinnerungen bleiben:

Backen Brot Lauchtarte Brötchen Crostini

Einkauf Seelen Brezeln Vinschgauer Semmeln Einkauf Eier Wurst Maultaschen Kartoffeln Käse Beete Zwiebeln Bresaola Braten Sülze

Fleisch Rumpsteak Lende Brust Burger Hahn

Fisch Forelle Saibling Zander Wildlachs

Gemüse Bohnen Gewürze Kartoffeln Kohl Kraut Linsen Mais Nudeln Pilze Reis Rüben ff

Gratin beliebt mit allen Gemüsen&Co auch mit Käse-n, Favorit sind rohe Kartoffeln

Grillofen Kürbis Fisch Gemüse Pizzen Crostini gratinierte Gemüse Tomaten Pfanne

Salate je nach saisonalem Angebot, auch mit Fleisch und Fisch, diverses Dressing

Kürbissuppe Tomatensauce Erbsensuppe Tomatensuppe Gemüsesuppe Rinderbrust

Süßes Äpfel Mandeln Apfelkuchen Nüsse Schokomus Käsekuchen Rhabarberkuchen Obstsalat Erdbeeren Obstmüsli mit Joghurt 

Teller: es ist angerichtet

Essen sollte möglichst gesund sein, muss aber auch schmecken, wir nutzen deshalb Kontakte zu Erzeugern oder Händlern, zu denen wir Vertrauen aufgebaut haben, seit 7 Jahren ist das eine voll+wertige Liste aus der Umgebung geworden: Backwaren, EierFisch, Fleisch, Gemüse, Käse, Obst, Kartoffeln und Salate kaufen wir von regionalen Quellen, die z.T. sogar zu Fuß erreichbar sind.  

Ich habe (mit einer Ausnahme) auf korrespondierende Weine mal ganz bewußt verzichtet, stellvertretend dafür unsere beliebte St. Leonhards Quelle Medium aus Stephanskirchen, hier getunt mit Bio Zitronen aus Sizilien und Pfefferminzblättern vom Balkon 🙂

IP7+ und IP11PM  ooc  Fast Resize

(c) slowfoto.de

Canon EOS RP – Tipps für Fortgeschrittene 03/2021

erweiterte Tipps für differenzierte Belichtungssituationen und mehr

EOS RP  EF 2.8 200mm L ISO100 AE -1  1/1.250sec F13  [Fv] ooc    

RP [Fv] mit optischer und Histogramm Kontrolle
Die RP ist eine Kamera mit elektronischem Sucher oder rückseitigen Touch fähigem Kontroll-Bildschirm, also immer auf Live View ausgelegt mit entsprechendem Strombedarf: Abhilfe resp. längere Laufzeiten verschafft der ECO Modus, der aber längeren Sucherzeiten vor der Aufnahme widerspricht und die Reduktion der Bild Wiederholungsfrequenz beider Sucher. Ich rate zu mehreren Akkus LP-E 17.

Bilddateien im .raw Format sind grundsätzlich möglich, wegen der universelleren Verwertbarkeit (Import auf das iPhone auch zum Versand) ziehe ich .jpg vor, ibs. wenn diese in so guter Qualität aus der Kamera (ooc) auf die SD-Karte gespeichert werden, daß i.d.R. auf eine notwendige Nachbearbeitung verzichtet werden kann.

Für exakt ausbelichtete Aufnahmen in low light oder high contrast Situationen haben sich m.E. alle [A]utomatikprogramme weniger bewährt (außer Motivprogramm [SCN] mit lautloser Auslösung, AF Speicherung per halbgedrückter Auslösetaste mit AE Speicherung, beide per Spotwahl, damit z.B. bewusst per Verschieben auch mit eher knapper Unterbelichtung). Und wenn überbelichtete Areale gehäuft auftauchen, ist anstelle der Maxime: >expose to the right< eher etwas Abstand rechts im Histogramm zu wahren und das sinnvollerweise vor der Aufnahme.

Zur für meine Bedürfnisse korrekten Einstellung der Belichtung gehört außer der visuellen auch die Kontrolle der Helligkeit per eingeblendetem Histogramm, was vor allem die ersten Gehversuche erleichtert, denn der rückseitige TFT besitzt nicht die Wiedergabe Qualität eines iPhone11 Pro Max, dessen Netzteil sich übrigens für das Nachladen des LP-E 17 in der RP nutzen lässt 🙂 

Zu den Einstellungen, vR = vorderes senkrechtes, oR = oberes waagrechtes Rad:

[M]   vR -> T wählen oR -> F wählen *Taste korrigiert die Belichtung über ISO

[P]   vR -> Blende Zeit Kombination   oR -> LW -3 bis +3   keine ISO Korrektur möglich

[Fv]  vR -> ISO variieren  oR -> Tv und Av und ISO vorwählen -> bestes Vorgehen!

[SCN] lautlos keine Belichtungs-Korrektur möglich, außer per AF/AE Positionierung

in [M P Fv] fixiert die *Taste die aktuelle Belichtung, die INFO Taste blendet neben anderem das Histogramm auch in den [SCN] Motivprogrammen ein! Somit kann eine Überbelichtung vermieden werden, denn ausgeblichene Areale lassen sich nicht wiederherstellen und auch die .jpg Dateien bieten noch genügend Reserve, die dunklen Partien etwas hochzuziehen.

Bleibt noch ein wegen der geringen Größe von eSucher und Kontrollbildschirm schwer lösbares Problem: die vielen Angebote an Motivprogrammen zeigen wie auch die vielen Bildstile das finale .jpg zwar im Live View, einer Vorabschau, zu deren Beurteilung ich viele vergleichende Serien mit den unterschiedlichen Einstellungen und die noch mit variierenden Lichtverhältnissen benötigt habe, mich dennoch aber nicht auf der ganz sicheren Seite wie z.B. beim iPhone 11 Pro Max befinde, denn was ich dort live sehe, das bekomme ich auch als Bilddatei (wysiwyg). Ich möchte verwertbare .jpg schon out of cam und nicht die Nacharbeit an jeder RAW Datei, weil ich lieber vorher Zeit für die Komposition einsetze: Ob man dafür im Bildstil [Natürlich] 7 5 5 1 2 -1 die letzte Stelle Farbton von -1 bis -4 (mehr rot) durch +1 bis +4 (mehr gelb) einsetzt oder doch beim Level 0 bleibt, ist letztlich eine Geschmackssache resp. an Hautfarben oder grünen Rasen am besten zu entscheiden. Die Voreinstellungen für C1 2 3 variieren bezüglich Tv Av ISO je nach Situation:

C1 mit Bildstil [Natürlich] 7 5 5 1 2 -1 sowie zentralem One Shot AF für slowfotos                                                                             C2 mit Bildstil [Standard] 7 5 5 1 2 0 mit Servo AF plus Serienaufnahme für Sport                                                                     C3 mit Bildstil [Porträt] 7 5 5 1 1 0 AF mit Gesichtserkennung und Serie belegt

A+ mit Bildstil [Auto] wie SCN und alle Motivprogramme auch weil fixiert

Fv P Tv Av M B mit Bildstil [Landschaft] 

Am großen Wahlrad [Fv bis B] verwende ich den etwas satteren Bildstil [Landschaft] 7 5 5 1 3 -1 vorzugsweise für die neue [Fv] Programmautomatik mit ISO variabel einstellbar samt visueller Kontrolle auch über das eingeblendete Histogramm, der rechte Daumen bedient das obere waagrechte Rad zum Wechsel TV <-> AV <-> ISO und der rechte Zeigefinger das vordere senkrechte Rad für die jeweilig gewählte Feineinstellung, klingt schwierig ist aber mit etwas Training schnell eingeübt und vor allem recht zielgenau, und darauf kommt es schließlich an.

EOS RP EF 1.8 50mm 1/200 F5 ISO100 [Fv]

out of cam: das Licht war halt so

bearbeitet oder besser: aufbrezeln al gusto und das gerne auch mit [Fotos] von Apple -> Bearbeiten
alle Aufnahmen sind mit Fast Resize Daten reduziert

Tipps für das IP11 finden sich hier

(c) slowfoto.de

Slowfotos für die KW 12 2021 ff – ein Vergleich Canon vs Apple

Canon EOS RP VF und IP11 im low light

Warum gerade diese Art der Aufnahmen? Sie sind mit den jeweils vom Hersteller konzipierten [auto] Programmen erstellt, außer der Wahl von der Brennweite und dem Standort gab es keinen weiteren Einfluß. Zu sehen ist, wie die Kameras sich dabei unterscheiden. Natürlich wären Optimierungen möglich, aber genau darum geht es mir: was erhält der Anwender als Ergebnis aus der Kamera, wenn einfach nur geklickt wird? 

Abb. 1+3+5 stammen aus der Vollformat Canon EOS RP mit 24MPI – Abb. 2+4+6 aus dem Apple iPhone11Pro mit 12MPI, jeweils mit f50mm KB resp. f52mm KBÄ

my10cents:

Beim iPhone kann die Belichtung einfach verändert werden, worauf ich verzichtet habe, mit der RP ist der Aufnahmemodus [P] zur Anwendung gekommen, ebenfalls ohne manuelle Eingriffe, beide Kameras kamen speditiv hintereinander zum Einsatz. Bei sehr gutem Tageslicht gefallen mir auch Canon Aufnahmen, aber nicht nur in low light Situationen finde ich die vom iPhone ansprechender: es ist viel einfacher zu bedienen, und die Kontrolle auf dem Max Bildschirm ist die bisher beste, die ich kenne: what you see is what you get (wysiwyg), der Weg weg vom Klappspiegel der dSLR hin zum eSucher und großem touch Kontrollbildschirm ist richtig, die Verwendung mehrerer Linsen und Sensoren i.V.m. einem schnellen Prozessor samt hochpotenter Software aber auch, wie es der durchgängig lichtstarke Zoombereich von 13-52mm KBÄ des IP11 bewiesen hat!

Abb. wie 05 EOS RP EF 1.8 50mm 1/200 F5 ISO100 [Fv] aber bearbeitet

oder besser: aufbrezeln al gusto und das gerne auch in [Fotos] von Apple -> Bearbeiten

Aufnahmen 01-06 ooc außer 07 – alle Fast Resize

(c) slowfoto.de

Live-Mithören beim iPhone

Ein iPhone auch als quasi Hörgerät

Wer sich an Apple`s blue tooth Ohrstöpsel bezüglich Klangeigenschaften und Tragekomfort gewöhnt hat und zufrieden ist, findet in der folgenden etwas versteckten Anwendung vielleicht einen Einstieg in >betreutes< Hören: In den Kopfhöreranpassungen läßt sich >Live-Mithören< aktivieren, wobei mit den on board Mikros unter dem Blitz und im unteren Gehäuserand, wo auch die Lautsprecher eingebaut sind, aufgenommene Geräusche über ausgewählte Kopf- und Ohrhörer mit minimaler Zeitverzögerung wiedergegeben werden, eine Platzierung des iPhones hin zur Tonquelle verändert  die Übertragung, die Lautstärke ist hierbei leider nicht über die Apple Watch einzustellen:

my10cents:

Die AirPods spielen nicht nur im Gehörgang, sie lassen sich auch als Einstieg in Hörhilfen verwenden! Vielleicht noch kein Ersatz für individualisierte und vollwertige Hörgeräte, dafür mit hoher sozialer Akzeptanz als auch herrlicher Unauffälligkeit. Zudem planen Firman wie NOOPL aufsteckbare Mikrofone samt [APP]… Danke Tobi für den Tipp!

Auf Grund der Bauart ohne Silikonstöpsel ist die Abschirmung von Umweltgeräuschen geringer, der Transparentmodus also entbehrlich 🙂 – ich empfehle die AirPods deshalb eher bei ruhiger Bewegung und ebensolcher Umgebung. Wer auf große Räumlichkeit (Saal), z.B. für orchestrale oder Orgel-Musik mit entsprechend dynamischer und klanglichen Spannweite Wert legt, kommt an potenten und sorgfältig im Raum aufgestellten Lautsprechern nicht vorbei. Für kleinere Ensembles (Bühne) sind in ears auch hinsichtlich tiefer Frequenzen betreffend sehr wohl geeignet.

Es verhält sich wie bei der Fotografie: war noch vor Jahren der richtige Fotoapparat mit Crop- oder Vollformatsensor haushoch überlegen, sind aktuell sehr gute Ergebnisse mit z.B. dem IP11 möglich, wie auch in der Musikwiedergabe mit in-on-ears oder per BT!

IP11PM  ooc  Fast Resize

(c) slowfoto.de

Slowfotos für die KW 10 2021 ff – ein Vergleich Nikon vs Apple

Aufnahmen zum Vergleich: fotografiert mit Nikon VF und IP11 

 1+2 stammen aus der NIKON D850  –  3+4 aus dem APPLE iPhone11Pro

alle Aufnahmen (c) MH  – Danke für die Leihstellung

Man kann über alles diskutieren, für mich sind diese Aufnahmen konsequent das, was zu erwarten ist, wenn man vergleicht. Es geht mir dabei nicht um die Wertigkeit, sondern auch um die Aussage. Die ja auch bei einem Foto vorhanden sein kann, das mit schlichtestem Aufwand erstellt wurde. Hier sind zwei aktuelle Hightech Geräte verwendet worden, auf der einen Seite etwa 200Gramm, die andere eher im Kilobereich. Mich sprechen alle Resultate an, ich kann damit leben. Auf der anderen Seite sehe ich große Unterschiede, und die werden sicherlich unterschiedlich bewertet: es kommt halt immer darauf an, was man will!

ooc  Fast Resize

(c) slowfoto.de

Mobiles Hören mit Ohrhörern und andere Lösungen

Warum ich meine iPhone Stöpsel favorisiere

Wer hier im slowfoto blog nachliest, wird hinsichtlich Musikwiedergabe öfters fündig, weil sie mich wie die Fotografie seit meiner Jugend begleitet. Dank Altershören und Tinitus gehen die Vorlieben zur >in ear< Lösung ohne akustische zusätzliche Raumeinflüsse über, die mich zufrieden stellt und alleine das zählt: waren es bisher Kabel gebundene Kopfhörer (Sennheiser, Stax) oder Ohrhörer (B&O, ultimate ears), so sind es jetzt, mit leichter Höhenanhebung korrigiert, die nicht mehr ganz taufrischen Stöpsel Apple AirPods geworden, ohne Silikon und mit nur einer Größe, die entweder passt wie bei mir oder eben nicht. Bisher mit, jetzt ohne das Kabel, das m.E. im Sitzen oder Liegen noch seine Berechtigung haben kann, zumal die früher dem iPhone Beigepackten für <15€ nachzukaufen sind! Neunfach mehr kosten die BT Ausführungen, es sei denn man wählt noch teurere Attribute wie ANC (active noise cancelling) oder Stecker loses Laden (QI), für mich insofern entbehrlich, weil ich genügend Stecker Netzteile samt Kabel für das Handflächen große Ladepad von RoHS Model CW310 (ca. 23Watt ca. €30) besitze: es lädt iPhone und Apple Uhr induktiv auf und das AirPods Case per Lightning Stecker. Nebenbei, ein Tipp mit dem Finger bringt (nachts) die Uhr kurz zur Anzeige, wie hier zu sehen 🙂 die grüne LED im Case zeigt dessen vollen Ladezustand, das iPhone habe ich kurz eingeschaltet:

Nachfolgend noch ein Beitrag, den ich für weitergehende Informationen empfehle, zumal ich an einer Lösung im Sinne >Hörgerät< interessiert bin, bisherigen Apps wie APOGEE [MetaRecorder] nehmen zwar stereofon auf und lassen ein Monitoring zu, stellen mich aber nicht wirklich zufrieden. Im Gegensatz zum [SoundsGood!] Hörtest mit 8 Frequenzen von 250Hz bis 8kHz für ein schnelles Screening des eigenen Gehörs als bewertetes Audiometer Diagramm, darunter dann der lange Artikel von Hartmut Gieselmann:

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Wie In-Ears funktionieren und unsere Hörgewohnheiten künftig beeinflussen

Kabellose In-Ears haben den Markt der Kopfhörer ­um­gekrempelt. Heute sind sie auf dem Sprung zum ­Universalhörgerät.

c’t Magazin

Von Hartmut Gieselmann

Vor gut fünf Jahren brachte das Münchener Startup namens Bragi die ersten komplett kabellosen In-Ears auf den Markt, die per Bluetooth ans Smartphone gekoppelt wurden – und startete damit eine kleine Technikrevolution. Der große Marktdurchbruch gelang Apple ein Jahr später mit den AirPods, die sich mühelos mit Apple-Geräten koppeln ließen. Mittlerweile trifft man ihre Träger in jeder Straßenbahn.

Bragi setzte für seine Dash genannten In-Ears eine Übertragungstechnik aus der Hörgeräte-Industrie ein: NFMI (Nearfield Magnetic Induction). Sie ermöglicht es, dass ein per Bluetooth angeschlossener Ohrhörer Audiodaten zum zweiten Hörer über etwa 30 Zentimeter mit einem magnetischen Induktionsfeld überträgt. Der Vorteil von NFMI sind relativ kurze Latenzen, der Nachteil eine gewisse Anfälligkeit gegenüber hochfrequenten Störquellen, wie sie beispielsweise zur Diebstahlsicherung in Kaufhäusern zum Einsatz kommen.

Die Revolution hätte allerdings auch schon 2008 einsetzen können, als der größte deutsche Kopfhörerhersteller Sennheiser seine ersten komplett kabellosen In-Ears namens MX-W1 veröffentlichte. Diese nutzten damals noch die Bluetooth-Alternative Kleer. „Wir waren der Zeit voraus“, erklärt Frank Foppe, Global Product Manager bei Sennheiser. Ebenso wie Betamax bei den Videokassetten konnte sich Kleer trotz technischer Vorzüge nicht durchsetzen und wurde in Smartphones nicht eingebaut.

Bereits 2008 brachte Sennheiser die ersten kabellosen In-Ears MX W1 auf den Markt. Weil sie zur Übertragung Kleer statt Bluetooth nutzten, konnten sie sich jedoch nicht durchsetzen.

Erst 2018 folgten Sennheisers kabellose Bluetooth-In-Ears Momentum True Wireless. Diese nutzten wie Bragi die NFMI-Technik zur Übertragung und erzielten vergleichsweise kurze Latenzen von rund vierzig Millisekunden. „Mittlerweile ist Bluetooth aber besser geworden, erklärt Foppe. Die zweite Generation Momentum True Wireless 2 setzt deshalb nicht mehr auf NFMI, sondern koppelt beide Ohrhörer per Bluetooth, ähnlich wie es Apple mit seinem proprietären Protokoll bei den AirPods macht. Das erhöht zwar die Latenz auf weit über hundert Millisekunden, verringert allerdings den Stromverbrauch und die Störanfälligkeit.

Nicht zuletzt dank effizienter Bluetooth-Implementierungen bereitet die Stromversorgung heute kaum noch einem Hersteller Probleme, wie unser aktueller Vergleichstest zeigt. Die meisten Modelle halten weit über vier Stunden durch und lassen sich in akkubetriebenen Aufbewahrungsboxen schnell wieder aufladen.

Passt’s?

Woran die Hersteller noch tüfteln, ist unter anderem die Passform. Apples originale AirPods bestehen aus festem Kunststoff. Sie passen sich weder der Form des Ohres an noch schließen sie den Ohrkanal luftdicht ab. Deshalb sitzen sie bei manchen Menschen nicht besonders gut im Ohr oder drücken nach einiger Zeit.

Wenn der Ohrkanal nicht luftdicht abgeschlossen ist, lassen sich speziell tiefe Bassfrequenzen schwieriger übertragen. Deshalb nutzen die meisten Hersteller inzwischen flexible Gummimanschetten, die sie oft in mehreren Größen beilegen. Damit klappt die Bassübertragung, allerdings verstärken solche Abschlüsse auch die körpereigenen Geräusche – Fachleute sprechen vom Okklusionseffekt. Gehbewegungen oder die eigene Sprache hören sich dann sehr dumpf an.

Das Problem haben bislang nur wenige Hersteller gelöst: Apple zeichnet in den AirPods Pro körpereigene Geräusche über Mikrofone im Ohrkanal auf und gleicht sie mithilfe von Gegenschall und Lufteinlässen aus. Samsung verzichtet bei den Galaxy Buds Live ebenfalls auf luftabschließende Manschetten, baute zusätzliche Lufteinlässe ein und konnte dank einer Neuentwicklung von AKG die Basswiedergabe enorm verstärken. Als Dritter im Bunde setzt inzwischen auch Huawei in seinen In-Ears Lufteinlässe ein, um den Okklusionseffekt zu verringern. Bei aktuellen In-Ear-Modellen von Anbietern wie Bose, Nura oder Sennheiser stört die Okklusion hingegen noch.

Samsung baut wie Apple spezielle Lüftungsschlitze (Air vents) in die Galaxy Buds Live ein, um den Okklusionseffekt zu verringern.

Sportler haben zudem oft das Problem, dass die kabellosen Stöpsel leicht aus den Ohren rutschen. Zwei Methoden sorgen für einen festeren Sitz: Manche Modelle krallen sich mit kleinen Gummifinnen im Ohr fest, während andere mit Zusatzbügeln hinter dem Außenohr befestigt werden müssen. Letzteres ist zwar „bombensicher“, aber auch sehr fummelig beim Auf- und Absetzen und stört Brillenträger.

Da jedes Ohr individuell geformt ist, können Ihnen bei der Wahl der richtigen Passform Tests in Zeitschriften oder auch YouTube-Videos wenig helfen. Letztlich müssen Sie die In-Ears selbst ausprobieren. Trotz der mitgelieferten Manschetten in verschiedenen Größen kann Ihr Ohr zu groß oder zu klein sein.

Der Hersteller Scheinhardt bietet Otoplastiken für AirPods und andere In-Ears an. Abdrücke nimmt ein Hörgeräteakustiker. Zum Aufladen im Case muss man die Passstücke wieder entfernen.

Wenn gar nichts passen will, können Otoplastiken vom Hörgeräteakustiker helfen. Diese müssen allerdings individuell angepasst werden und kosten je nach Ausführung zwischen 150 und 200 Euro extra. Da die Otoplastiken zu den In-Ears passen müssen, sollten sich Interessierte vorab über die möglichen Modellkombinationen informieren.

Geräuschreduktion

Relativ neu ist die Möglichkeit kabelloser In-Ears, störende Außengeräusche mit einer aktiven Geräuschunterdrückung (ANC) zu reduzieren. Dazu fangen Außenmikrofone den Lärm auf und geben ihn phaseninvertiert ans Ohr weiter. Bei sonoren, tieffrequenten Maschinengeräuschen, etwa in Flugzeugen oder Zügen, kann das den Lärmpegel deutlich verringern. Schwieriger gelingt dies bei unstetigem Lärm mit höheren Frequenzen wie Sprache. Ein grundsätzliches Problem ist allerdings, dass ANC selbst mehr oder weniger deutlich rauscht und so den Musikgenuss trüben kann. In High-End-Kopfhörern ist es deshalb verpönt.

Eine dauerhafte Abschottung von Außengeräuschen bringt aber auch Nachteile mit sich. Ähnlich, wie sich die Pupille im Auge an helle und dunkle Lichtsituationen anpasst, reagiert auch das Gehör auf ruhige und laute Umgebungen. So ist eine „echte“ Stille für das menschliche Ohr nicht erreichbar. Wie der Komponist John Cage bereits in den 50er Jahren feststellte, hörte er sogar in einer schalltoten Kammer noch zwei Töne: Einen hohen, der durch seine Hörnerven erzeugt wurde, sowie einen tiefen, den die Zirkulation des Blutes im Ohr hervorrief. Hinzu kommen weitere Körpergeräusche, wenn man sich bewegt. Cage unterschied damals bewusst gehörte und unbewusst gehörte Geräusche und rückte letztere in seinem berühmten Stück 4:33 in den Fokus, dessen Partitur lediglich aus Pausenzeichen besteht.

Eine alleinige Reduktion von Umgebungsgeräuschen ist also nur die halbe Miete und führt dazu, dass die Körpergeräusche umso mehr in den Vordergrund rücken und störender wirken. Das ist vor allem bei Menschen, die unter einem Tinnitus leiden, ein Problem – dazu später mehr. Um die körpereigenen Geräusche zu reduzieren, muss eine aktive Geräuschunterdrückung also nicht nur Außen-, sondern auch Innengeräusche berücksichtigen. Dies ist bei In-Ear-Kopfhörern wesentlich wichtiger als bei Over-Ear-Modellen. Apples AirPods Pro können das bereits ganz ordentlich, andere Hersteller werden mit erweitertem ANC in den kommenden Monaten und Jahren nachziehen.

Gespannt sein darf man, ob es irgendwann gelingt, die Umgebungslautstärke wie bei einem Fernseher lauter oder leiser zu drehen. Die Prozessoren in den In-Ears sind gerade auf dem Sprung, dass sie mithilfe künstlicher Intelligenz verschiedene Geräusche unterscheiden und künftig etwa Sprache durchlassen und nervende Maschinengeräusche unterdrücken.

Transparente Hörgeräte

Ebenfalls recht neu sind die sogenannten Transparenzmodi. Dabei leiten die Mikrofone der In-Ears Außengeräusche ans Ohr weiter. Idealerweise sollen Nutzer mit In-Ears damit ihre Umgebung genauso gut hören wie ohne Stöpsel. Das klappt bislang aber nur bei wenigen Herstellern gut. Oft klingen die Umgebungsgeräusche unnatürlich, zu dumpf oder die In-Ears rauschen laut. In jedem Fall gehen bei der Weiterleitung durch die Mikrofone Richtungsinformationen verloren. Durch Reflexionen der Schallwellen an Schultern, Kopf und der Ohrmuschel sowie damit verbundenen Phasenverschiebungen kann das Gehirn die Richtung einer Schallquelle relativ gut lokalisieren. Diese Zusatzinformationen fangen Mikrofone von kabellosen In-Ears bislang nicht ein.

Zusatzmikrofone von Noopl sollen aus einem iPhone mit AirPods Pro eine Hörhilfe für unübersichtliche Gesprächssituationen machen.

Immerhin gibt es erste Ansätze, In-Ears in Verbindung mit Smartphones zu günstigen Hörgeräten auszubauen. So hat das US-Startup Noopl einen Aufsatz für iPhones entwickelt, der mit einem Array aus drei Mikrofonen Gespräche aus der Umgebung verstärken soll. Dazu legen Anwender einfach ihr iPhone auf den Tisch und setzen sich AirPods Pro in die Ohren. Da diese mit Bewegungssensoren ausgerüstet sind, erkennt das Mikrofon-Array die Richtung, in die der Anwender schaut, und verstärkt die Sprache des dort sitzenden Gesprächspartners.

Solche Hörhilfen sind der nächste Schritt und können In-Ear-Träger mit einer einsetzenden Schwerhörigkeit unterstützen, ohne dass sie ein deutlich teureres Hörgerät benötigen. Nicht zuletzt wird die wachsende Verbreitung von In-Ears die gesellschaftliche Akzeptanz von Hörgeräten verbessern. Man versucht nicht mehr, sie zu verstecken, sondern stellt sie im Gegenteil als cooles Gadget stolz zur Schau.

Klanganpassungen

Weil Menschen unterschiedliche Klangvorlieben haben, versuchen Hersteller, den Sound ihrer In-Ears den Bedürfnissen der Kunden anzupassen. Der eine mag lieber eine neutralere Wiedergabe, der andere möglichst viel Bass. Unterschiedliche Beschaffenheiten des Trommelfells und Ohrkanals sorgen zudem für unterschiedliche Resonanzen, die In-Ears bei der Wiedergabe ausgleichen müssen. Apples AirPods Pro machen das über die Mikrofonüberwachung weitgehend automatisch.

Andere Anbieter vermessen dazu das Ohr und speichern Klangprofile ab. Allerdings gelingt das nur wenigen Herstellern gut. Verfahren, die beispielsweise Fotos vom Ohr aufnehmen (Creative Labs, Sony) oder die Hörschwelle in verschiedenen Frequenzbereichen prüfen (Beyerdynamic, Jabra) konnten uns bislang nicht überzeugen. Meist sind die Anpassungen der Frequenzkurven zu ungenau. Mit am besten gelingt es noch dem Hersteller Nura, dessen In-Ears und Kopfhörer über eine App Profile anlegen. Die Ergebnisse sind allerdings nicht unbedingt besser als bei hochwertigen Kopfhörern mit unveränderlichem Klangprofil.

Ebenso berücksichtigt bislang kein uns bekanntes System die Lautstärke bei der Wiedergabe. Denn das menschliche Gehör reagiert bei niedrigen Lautstärken deutlich unempfindlicher auf tiefe und hohe Frequenzen als bei hohen Lautstärken. Eine gute Anpassung müsste daher stets mit einem Mikrofon den tatsächlichen Frequenzverlauf im Ohrkanal prüfen und Bässe sowie Höhen abhängig von der Lautstärke anheben und absenken.

3D-Sound und Tinnitus

Individuelle Klangprofile werden insbesondere wichtig für eine dreidimensionale binaurale Wiedergabe. Audiolabors erstellen dazu individuelle Filter, sogenannte Head Related Transfer Functions (HRTF), indem sie kleine Mikrofone vor dem Trommelfell von Probanden platzieren und deren Höreindruck von Schallquellen aus verschiedenen Richtungen aufnehmen. Im Bereich der Unterhaltungselektronik rechnet sich ein solcher Aufwand kaum, weshalb Hersteller mit standardisierten HRTF arbeiten. Diese verschlechtern meistens die Klangqualität.

Zu den Ausnahmen gehören Apples AirPods Pro, die bei der Filmwiedergabe auf neueren iPhones und iPads ab iOS 14 einen 3D-Modus unterstützen. Dabei scheinen fünf virtuelle Lautsprecher im Raum platziert zu sein, die sogar ihre Position halten, wenn der Hörer den Kopf dreht – Bewegungssensoren in den AirPods Pro machen es möglich. Samsung will ein ähnliches System in den Galaxy Buds Pro auf den Markt bringen, die uns leider nicht mehr rechtzeitig zum Test erreichten.

Schaut man in die Zukunft, so würde sich eine bessere individuelle Klanganpassung auch zur Behandlung von Tinnitus anbieten. Aktuell basieren etwa manche Medizin-Apps darauf, dass sie Patienten verschiedenes Rauschen vorspielen, das den Tinnituston maskiert. Oder sie versehen Musik mit einem Notch-Filter, das die zuvor individuell bestimmte Frequenz des Tinnitustons ausfiltert. Derartige Funktionen ließen sich auch in In-Ears relativ einfach implementieren – ohne dass Anwender teure Abos für spezielle Apps abschließen müssten.

Konzerte und Latenzen

Die kommende Generation von In-Ears wird zunächst einmal die Bluetooth-Übertragung verbessern. So sieht die neueste Bluetooth-Spezifikation 5.2 unter anderem vor, dass Kopfhörer Broadcast-Signale empfangen, ohne mit Zuspielern gekoppelt werden zu müssen. Damit könnten Veranstalter von Konferenzen Übersetzungen direkt auf die Kopfhörer der Besucher streamen. Diskos und Konzerte könnten mit Kopfhörern auch in dicht besiedelten Wohngegenden stattfinden, ohne die Nachbarn zu stören. Kinos könnten verschiedene Sprachversionen eines Films ausstrahlen.

Ungelöst bei Bluetooth ist derweil noch das anfangs erwähnte Latenzproblem. Android und iOS gleichen zwar die von den In-Ears mitgeteilten Übertragungsverzögerungen bei der Wiedergabe von Videos aus, beim Betrieb mit smarten Fernsehern oder Windows-Rechnern klappt das allerdings nicht. Nur wenige Bluetooth-Kopfhörer schaffen es, unter der für eine lippensynchrone Wiedergabe maximal erwünschten Verzögerung von 60 bis 80 Millisekunden zu bleiben. Viele Modelle liegen im Bereich von 200 Millisekunden, einzelne verzögern das Signal sogar um 400 Millisekunden.

Im Unterhaltungsbereich stört das unter anderem Spieler, die in einem Online-Gefecht ihren Gegner zu spät hören. Noch empfindlicher reagieren allerdings Musiker auf Latenzen. Verzögerungen von mehr als zehn Millisekunden stören beim Spielen eines Instruments schon sehr. Professionelle In-Ear-Monitoring-Systeme setzen deshalb auf spezielle Funksysteme, oft mit analoger Übertragung. Derartige Anwendungsszenarien sind für Bluetooth bislang nicht geplant, weshalb es bei Audio-Übertragungen im professionellen Musikbereich bislang keine Rolle spielt.

Ausblick

Die aktuelle Generation von In-Ears kann in puncto Klangqualität und Akkulaufzeit durchaus überzeugen. Die ständige Verfügbarkeit verlockt natürlich dazu, In-Ears den ganzen Tag zu tragen. Besonders gut für die Ohren ist das jedoch nicht. Wer sich stets abkapselt und permanent gleich laute Musik konsumiert, dessen Gehör verlernt auf Dauer die Fähigkeit, Umgebungsgeräusche in allen Details wahrzunehmen – trotz der beworbenen „Transparenz-Effekte“ und „3D-Sound-Simulationen“. Bei ihnen gibt es ebenso wie bei den Maßnahmen gegen den Okklusionseffekt und dem Einsatz als Hörhilfe noch viel Luft nach oben.

Aufgrund hoher Absatzzahlen und lukrativer Gewinnmargen drängen immer mehr Hersteller mit In-Ears auf den Markt. Das lässt auf weitere Innovationen hoffen. Der Boom ruft natürlich auch Nachahmer und sogar Fälscher auf den Plan. Schauen und hören Sie also genau hin.

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Fazit:

Die weil BT betriebenen kabellosen Apple AirPods klingen nicht besser als die einfachen, sie benötigen sogar einen Klick mehr auf der Lautstärkenskala, zudem sind sie ein Hauch dicker. Bei sehr lauten Umgebungsgeräuschen oder kräftiger Bewegung ibs. vom Kopf sind in ears mit Silikonbecher sinnvoller wie auch geschlossene Kopfhörer mit guter Abdichtung, die sogar die Ohren warm halten. Wer mit der gebotenen Akustik und dem Tragekomfort zurecht kommt, findet mit den AirPods eine sehr gute Lösung mit einem Rest an Umweltgeräuschen, die gewohnte Steuerung kann auch bequem und unter Sicht über die Apple Watch anstelle vom iPhone aus erfolgen – am MacBook angedockt aber nur per Tasten! Zum Schluß noch ein Nachteil: jeder Lautsprecher, auch der noch so kleine, braucht eine gewisse Einspielzeit, die AirPods spielen nur im Gehörgang… 🙂 

Hörtipp: David Clayton-Thomas Version von Don`t let it bring you down ist für mich zum  Ohrentest (besser Ohrwurm) geworden, wie auch Yulsäng von der Cantate Domino, ich habe beide analog und digital. Notfalls hilft Spotify und das schnell!

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Slowfotos für die KW 08 2021 ff – Maultaschen mit frischer Tomatensoße

Ricotta Spinat Maultaschen mit frischer Tomatensoße 


Wir nutzen gerne leckere Einkäufe, wie die Bio Maultaschen vom Bäcker Decker aus Weingarten, eine Delikatesse zum Vorbestellen, wenn wir dort einkaufen:

 Die frische Tomatensoße ist dann hausgemacht:Hier die Zutaten: Knoblauch und Zwiebeln mit etwas Zucker und Olivenöl in der Pfanne anbraten, dazu Kirsch- und Tomaten, unsere geliebte Tomatenpasteplus Balsamico, Basilikum, Chilisalz, Kapern, Pfeffer, Rosmarin zum Abschmecken und einen einen Rotwein zum Ablöschen, den wir nicht nur in die Pfanne gegeben haben 🙂

final als Nachtisch Bergkäse und Avocado mit Vignaigrette

die Wiederholung ist garantiert – die Soße wechselt vermutlich 🙂

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